"Ich bin eine Pudding-Vegetarierin"

Marietta Türk
5. Oktober 2011, 12:24
  • Karen Duve: "Auf Fleisch zu verzichten fällt schon schwer"
    foto: kerstin-ahlrichs

    Karen Duve: "Auf Fleisch zu verzichten fällt schon schwer"

Von der Billighuhn-Konsumentin zur Frutarierin - Autorin Karen Duve zieht Resümee über ihren Selbstversuch, ein Jahr danach

Früher hat Karen Duve vorzugsweise eine fertige Grillhähnchenpfanne im Supermarkt erstanden. Jetzt isst sie kein Fleisch mehr, weil sie Tierhaltung, wie sie heute betrieben wird, als "barbarisch" empfindet. "Keiner von uns würde Tiere in absurd großen Mengen in dunkle, dreckige Hallen sperren oder ein Tier, das nach der Betäubung im Schlachthof wieder aufwacht, einfach weiter zerlegen. Aber genau das passiert. Ich wollte an diesen Verbrechen nicht mehr teilhaben", schildert die deutsche Autorin. Duve hat in einem Selbstversuch ein Jahr lang verschiedene Ernährungs- und Lebensweisen ausprobiert: biologisch, vegetarisch, vegan, frutarisch. Im Vorfeld ihres Wienbesuchs - fast genau ein Jahr danach - hat sie Marietta Türk verraten, was sich für sie seitdem verändert hat.

derStandard.at: Was haben Sie heute gefrühstückt?

Duve: Ein konventionelles Aufbackbrötchen, Rührei von meinen eigenen Hühnern, Biochampignons und Tomaten von meinem Nachbarn.

derStandard.at: Es ist jetzt ein Jahr her, dass Sie den Selbstversuch abgeschlossen haben. Was ist davon geblieben?

Duve: Eine Woche nach Versuchsende habe ich wieder Fisch gegessen und festgestellt, das geht jetzt nicht mehr - ich habe zu viele Informationen und Bilder im Kopf. Seitdem esse ich vegetarisch. Die sicherste Methode, wenn man verhindern will, dass fürs Mittagessen Tiere gequält werden. Deswegen esse ich auch deutlich weniger Milchprodukte, allerdings immer noch mehr, als ich ursprünglich vorhatte. Von den Veganern habe ich übernommen, dass ich keine Produkte aus Leder kaufe. Insgesamt versuche ich möglichst viele Bioprodukte oder bei meinen Nachbarn zu kaufen. Das klappt mal besser, mal schlechter.

derStandard.at: Das heißt, Sie haben sich auf Basis Ihrer Erfahrungen Ihre eigene Konsumphilosophie gebastelt.

Duve: Nein. Ich sehe das eher pragmatisch. Machbar wäre durchaus mehr. Ich bin nicht vollkommen zufrieden mit mir. Dafür bin ich sicher, dass ich das, was ich mir vorgenommen habe, durchhalten kann.

derStandard.at: Lockt die Grillhähnchenpfanne um 2,99 Euro noch?

Duve: Nein, aber generell auf Fleisch zu verzichten fällt schon schwer, denn das habe ich vorher sehr gerne gegessen. Das ist auch saisonabhängig - in der Weihnachtszeit greife ich schon einmal auf Fleischimitate aus Soja- oder Weizeneiweiß zurück.

derStandard.at: Wann haben Sie sich in der Versuchszeit am besten gefühlt? 

Duve: Erstaunlicherweise bei der am meisten einschränkenden Ernährungsweise, dem Frutarismus. Da war ich geradezu ernergiegeladen. Begonnen hat das in der veganen Phase. Ich glaube, dass Milchprodukte für meinen Körper nicht gut sind. Dennoch greife ich aus Gewohnheit jetzt wieder darauf zurück. Als Frutarierin habe ich natürlich auch am wenigsten Leid und Schaden angerichtet. 

derStandard.at: Welches Lebens- oder Ernährungsmodell ist für Sie das überzeugendste?

Duve: Das vegane, aber für mich ist es zu anspruchsvoll, das habe ich nicht geschafft. Ich lebe jetzt also unter meinen moralischen Wertmaßstäben.

derStandard.at: Hatten Sie während des Selbstversuchs Mangelerscheinungen?

Duve: Dafür war die Zeit zu kurz, es waren ja jeweils nur zwei Monate pro Ernährungsweise. Aber wenn man vegan lebt, ganz ohne tierische Produkte, oder sogar frutarisch, muss man schon Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Vitamin B12 ist dann unter anderem wichtig. Manche schaffen es ohne. 

derStandard.at: Sie schreiben über Ihre gesundheitlichen Probleme: Übergewicht, drohender Diabetes. Haben Sie das im vergangenen Jahr in den Griff bekommen?

Duve: Nein. Man kann auch als Vegetarier viele Ernährungssünden begehen. Zwar sind die meisten Vegetarier und Veganer deutlich gesünder und schlanker als der Durchschnittskonsument, aber ich gehöre zu den so genannten Pudding-Vegetariern. Allerdings habe ich jetzt einen besseren Cholesterinspiegel.

derStandard.at: Ihnen ging es bei dem Versuch ja nicht um Ihre eigene Gesundheit, das haben Sie immer wieder betont.

Duve: Es ging mir um die Gesundheit der Hühner, Schweine und Rinder, die ich bisher gegessen hatte. Ich habe in der Zeit auch nicht mehr Sport gemacht sondern eher weniger, weil ich so viel am Schreibtisch sitzen musste. 

derStandard.at: Es gibt momentan mehrere Bücher am Markt, die sich dem Thema Tiere essen widmen. Warum gerade jetzt?

Duve: Weil die Diskrepanz zwischen dem, wie Tiere gehalten werden und dem, wie gern die meisten Menschen Tiere eigentlich haben, immer größer wird. Die Zustände in der Massentierhaltung sind von Jahr zu Jahr schlimmer geworden. Jeder hat diese Bilder schon einmal im Fernsehen gesehen. 

derStandard.at: Warum macht es dann nicht bei der breiten Bevölkerung Klick?

Duve: Weil Lösungsmöglichkeiten, die Verzicht erfordern, einfach nicht beliebt sind. Aber wenn wir unseren extrem hohen Fleischverbrauch nicht drosseln, werden auch wir selber die Folgen zu tragen haben. Wir tragen sie bereits. Kein Tag vergeht, an dem im Fernsehen nicht Meldungen über extreme Unwetter auf der ganzen Welt laufen. Klimaerwärmung und Fleischproduktion - das hängt direkt miteinander zusammen.

derStandard.at: Die Bio-Ecken in den Supermärkten werden immer größer. Ist das zumindest ein Anfang?

Duve: Es ist besser als nichts. Ich glaube, dass man sich bei pflanzlichen Bio-Produkten einigermaßen darauf verlassen kann, dass sie schonender hergestellt worden sind. Tierische Bio-Produkte sind meist Augenauswischerei. Die Verbraucher denken, dass Bio-Tiere ein schönes Leben haben, dass die Rinder auf der Weide stehen und die Schweine im Schlamm wühlen können. Tatsächlich geht es dann nur um einen Quadratmeter mehr Platz und einen betonierten Mini-Auslauf. Es gibt schon Bioverbände wie Demeter und Bioland, deren Vorgaben darüber hinausgehen, aber das ist leider nur ein ganz kleiner Teil davon. 

derStandard.at: Sollen wir als Konsumenten generell ungemütlicher sein, viel mehr hinterfragen?

Duve: Eigentlich ist es eine Zumutung, dass der Verbraucher im Supermarkt aufpassen soll, nicht an einem Verbrechen beteiligt zu sein, wenn er bloß fürs Abendbrot einkaufen will. Das ist nicht seine Aufgabe und damit ist er auch überfordert. Es müsste bereits auf politischer Ebene entschieden und kontrolliert werden, dass Produkte, die aus Kinderarbeit stammen oder wofür im großen Stil Tiere gequält werden, gar nicht erst in die Supermarktregale gelangen.

derStandard.at: Sie haben sich vorgenommen, sich dieses Jahr jeden Tag von einem Gegenstand zu trennen. Hat das funktioniert?

Duve: Leider nicht. Ich habe das nur die ersten vier Tage geschafft, weil ich ständig aufgrund des Buches auf Reisen war. Es sieht so aus als müsste ich mich am Ende des Jahres noch von 361 Dingen trennen, wenn ich mein Soll schaffen will (lacht). Aber es hat geklappt, dass ich deutlich weniger kaufe. (derStandard.at, 5.10.2011)

KAREN DUVE, geboren 1961 in Hamburg, ist eine vielfach ausgezeichnete deutsche Schriftstellerin. Mit ihrem ersten Buch "Regenroman" feierte sie einen großen Erfolg. Romane wie "Dies ist kein Liebeslied" und "Taxi" wurden Besteller. Anfang 2011 erschien ihr Sachbuch "Anständig essen", dem sich dieses Interview widmet.

Weiterlesen

Interviewnachlese: "Ja, klar sind wir Tiere!" (Interview gemeinsam mit dem Schriftsteller Jonathan Safran Foer, der das Sachbuch "Tiere essen" geschrieben hat)

Buchbesprechung: "Soll ich das Hack jetzt wieder herausnehmen?"

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eben, deswegen

wollen wir uns an feinen Braten u. rahmengenaehten Schuhen erfreuen

Auch so ein Hedonist der Poldi ;-). Sie werden schon sehen, wenn Sie dann selbst wie ein Braten in der Hölle schmoren - nur die Braven kommen in den Himmel.

...aber wir dafür überall hin...

???????

weil in europa nur brust keule und fluegel....

wo haben sie ihre komischen Weisheiten her ? Hier in IT (Ligurien) o. Fr kaufst das Hendl als Ganzes, mit Fueszen u. Schaedl. Ueberigens auch die Enten. Huehner- u. Entenklein sowieso. Dafuer steht mein Fleischhauer jeden Mo um 3 Uhr in der Frueh auf und faehrt zu "seinem" Bauern, um sich das richtige Vieh auszusuchen. LEBEND (!), das Tier, ok, der Fleischer auch

Auch gestern Plastic Planet geschaut?
Zum Glück gibt es schon erste Bemühungen, diesen Plastik-Wahn einzudämmen. Die Entwicklung neuer Kunststoffe, die möglichst abbaubar sind, wie Plastiksackerl und so weiter.
Wer kein Tierleder will, kann mittlerweile auch auf viele ökologisch vertretbare Alternativen zurückgreifen.
Naturkatuschuk z.B. oder recycelte Autoreifen.

Ironischerweise sogar zu bezahlbahren Preisen:
http://shop.fairtradecenter.info/?ref=fairdeal&kat=2

FairTrade, faire Arbeitsbedingungen, öko und vegan, alle Fliegen mit einer Klappe. Und das zu Preisen in 60€-Region.

danke für den Link

aber warum gibts das Zeug immer nur in Online- Shops?

dass das noch nicht angesprochen wurde:

(exzessiver) Fleischkonsum und der Hunger in vielen Ländern des Südens hängt eng zusammen. All den Kukuruz, Hirse, Soja etc..., das was Tieren als Kraftfutter verabreicht wird, hätte man nämlich auch Menschen geben können. PS: die Tiere müssen nicht verhungern, wenn man das ändert. Die meisten können Gras verdauen, im Gegensatz zu unsereins.

Nein, also DAS wurde wirklich noch niiiieeeee angesprochen.

Das Argument, dass man all das Kraftfutter auch Menschen geben könnte greift aber nicht, weil es gar nicht erst angebaut werden würde, wenn es dafür nicht zahlende Kunden gäbe.

nun, die gäbs dann ja

Wenn es jetzt für mehr Nahrung zahlende Kunden gäbe, dann würde einfach mehr produziert werden, die Kapazitäten sind ja nicht einmal annähernd an der Grenze. Im gegenteil, zahlt doch z.B. die EU Förderungen fürs Nichtproduzieren.

so schoen wie falsch

ich eine intressante documentation gesehen food inc. sollten sie sich ansehen dann wird ihnen mal so richtig schlecht. sie haben recht mais ist nicht gut fuer rinder, schweine, fische etc. die werden dadurch krank. und zwar ALLE. wie kommen sie dann auf die idee das es beim menschen anders waehre?
dazu kommt noch das menschen allesfresser sind, wenn ihnen das nicht gefaellt, beim schoepfer oder darwin beschweren.
aber wie bei allen dingen auf die menge kommt es an. in der ersten welt essen menschen sich zu tode, und in der 3ten verhungern sie. aber das gab es im kleineren umkreis frueher sogar in europa.

Der Hunger in den Ländern des Südens hat nur eine Ursache: Mangelnde Bildung und daraus resultierend unter anderem die ungezügelte Vermehrung der Bevölkerung.

so einfach kann man sichs also machen

schuld sind immer die Verhungernden, niemals die, die ihenn was wegnehmen. Verhütung ist wichtig, stimmt. Es ist aber naiv, zu glauben, damit allein wärs schon getan.

Ich habe nicht den Hungernden die Schuld zugeschoben. Sondern deren Eltern.
Es ist einfach unverantwortlich, Kinder in die Welt zu setzten, wenn man nicht weiß, ob man sie ernähren kann.
Da braucht es Bildung. Man sollte Bildung nicht auf Verhütung reduzieren. Bildung bringt vor allem Wohlstand, weil sich die Menschen besser helfen können. Und Wohlstand drängt den schädlichen Einfluss der Religionen zurück.

sprach ein sexuell hoffentlich aufgeklärter Salz Burger

wie bitte sollen sie verhüten, wenn sie nicht mal wissen, wie es geht? Oder weil ihnen der Papst einredet, dass es Sünde sei? Eben: da muss man anfangen, mit dem Aufklärungsunterricht. Die bereits Gezeugten oder Geborenen verhungern zu lassen, bleibt tortzdem Mord.

Deshalb habe ich ja von Bildung geschrieben.
Wer allerdings für diese wichtigen Dinge des Lebens auch noch zu blöd ist, dem bleibt eh nichts anderes übrig, als zu hungern.

das was

in der Volksschule nicht aufgepasst

Kathastrophürchterlich, hab ich glatt den Beistrich nach dem "das" vergessen

die Welt wird nicht mehr lange stehen ;-)

nein, kein

Beistrich u. vor allem, kein "das".
All den Kukuruz, Hirse, Soja etc..., WAS (reicht, wenn auch nicht rasend schoen) Tieren als Kraftfutter verabreicht wird, hätte......
Eigentlich: All DER Kukeruz...welcher..
Sonst habens kein Subjekt. Also doch ein VS Problem

ein VS- Problem, ja, aber bei Ihnen

sonst wüssten Sie, dass beides geht. "das, was" ist ungefähr so falsch wie "non si sposa mai" statt "non si sposerà mai".

Das ist mein letztes Wort dazu, so eine blödsinnige Debatte können Sie gern im Rechtschreibforum für Volksschullehrerinnen und -lehrer führen, aber nicht hier.

nein, geht

ganz ganz sicher nicht. "Das was" ist uebelster wr. Dialekt. Im Halbmond von Simmering ueber Favoriten nach Meidling gebraeuchlich.
Vom Subjekt im Akkusativ ganz zu schweigen

Nur weil Sie vom eigentlichen Thema keine Ahnung haben...

...brauchen Sie hier nicht klugscheißen, denn offensichtlich haben Sie auch von Grammatik keine Ahnung. "Das, was Tieren als Kraftfutter verabreicht wird" ist völlig korrekt. Einzig die Zeichensetzung war vielleicht irreführend: "All den Kukuruz, die Hirse, das Soja etc.- das, was Tieren als Kraftfutter verabreicht wird- hätte man nämlich auch Menschen geben können." Ihre Korrektur "All den Kukuruz, Hirse, Soja etc., WAS Tieren verabreicht wird..." ist absoluter Schwachsinn. Das ist übelster Dialekt. Lesen Sie mal das Thema Relativsätze nach.

Und bevor Sie mir jetzt ein VS-Problem unterstellen: ich unterrichte Deutsch.

a propos

http://deutsch.lingo4u.de/grammatik... ativsaetze

Beispiel: Ich habe vergessen, was ich kaufen wollte

Das Kraftfutter, WELCHES..
Das "WAS" hab ich ihnen geschenkt um sie nicht zu kraenken. Ich glaube ihnen sogar, dasz sie Deutsch unterrichten. Da kommen dir die eigenartigsten Argumente unter.

nein, "das, was"

wird nie korrekt

Ok, ich muss das für Sie noch klarer ausdrücken: Lesen Sie das Thema Relativsätze an einer Stelle nach, die das Thema v o l l s t ä n d i g erörtert:

http://www.mein-deutschbuch.de/lernen.ph... menu_id=81

Ich mache es noch einfacher. Gehen Sie zur Überschrift "Relativsätze, die sich auf ein Pronomen beziehen"

Dort finden Sie das Bsp.:
"Das, was du gesagt hast, entspricht nicht der Wahrheit."

Und jetzt lassen Sie uns dieses Thema bitte beenden, denn es hat hier nichts zu suchen. Posten Sie einfach zu Themen, von denen Sie eine Ahnung haben.

??? Piefkesprech ??

Einige Kollegen machen eine viel zu lange Pause, was unseren Chef sehr ärgert.
soviele "wellen " haetten keine Platz gehabt. "Was" ist zunaechsteinmal zu meiden.
Aber sie sind sicher auch der Meinung "wegen dem" waere korrekt, ned wahr

Ihre Ausreden werden immer seltsamer.

Es wird Ihnen nicht passen, aber Grammatikregeln werden nicht von Ihnen festgelegt. "Was" kann da eingesetzt werden, wo es korrekt ist. Sie können das in jedem Grammatikbuch nachlesen.

Es ist generell niveaulos, Leute auf ihre vermeintlichen Grammatikfehler hinzuweisen, wenn es eigentlich um ein ganz anders Thema geht. So richtig peinlich wird es aber, wenn man dann auch noch keine Ahnung hat. Dass Sie sogar meinen, dass Sie die Grammatikregeln festlegen können, zeigt noch einmal, wie sehr Sie sich selbst überschätzen. Sie müssen wirklich nicht überall Ihren Senf dazugeben.

das was

ist Meidlingerisch und was ganz allgm ist zu vermeiden, auch fast immer moeglich. Da kann die neudeutsche Grammatik hupfen was sie will. Da koennte ich ja gleich hergehen und nach der Proloneuschreibe schreiben

Wir sind bei Ausrede Nr. 3: Das ist neudeutsch.

Ist es nicht.

Sie meinen Sätze wie: "Das Grammatikthema, das was Sie nicht verstehen, ist eigentlich nicht so schwer." Hier ist "das was" falsch.

Dieser Satz ist aber korrekt: "Das, was Sie nicht verstehen, ist eigentlich nicht so schwer."

Wie gesagt: niveaulos, peinlich, ahnunglos...

klingt ja auch

furchtbar

ohne

"das"

Ich habe auch kein Problem mit dem Verzicht, da komtm mir gewiss entgegen, dass ich bspw. jeden guten Topfenstrudel mit Vanillesauce im Vergleich zu Fleischgericht weit mehr liebe. Ich kaufe Fleisch für meine Kinder, okay, nur wegen mir müsste niemals ein Tier sterben und wenn man es richtig machen würde, würden auch die Kids gut ernährt sein nur die lasse ich lieber, wie eben alle rund herum auch essen aber eher aus sozialen Gründen. Aber innerlich verabscheue ich eigentlich das Ganze

Schade! Ich weiß nicht, wie alt Ihre Kinder sind, aber ich habe selbst erlebt, wie tolerant Kinder hier eigentlich sind. Ich habe Volksschüler unterrichtet, darunter waren muslimische Kinder, die kein Schweinefleisch essen durften und kein einziges Kind hat das kommentiert. Alle haben es so hingenommen, nicht einmal nachgefragt, warum. Ein anderes Kind hat erzählt, dass es nicht naschen darf. Haben alle akzeptiert. Ein anderes Kind hat erzählt, dass es keine Milch verträgt. Auch kein Problem.
Abgesehen davon finde ich nicht, dass man einem Kind mitgeben muss, dass es immer mit dem Strom schwimmen muss: Alle haben ein I-Phone? Na dann bekommst du auch eins. Alle im Umfeld rauchen? Na dann mach's doch auch!

sie haben recht

wir schwimmen aber ohnehin schon so derartig außerhalb allem anderen und das ist nicht die motivation, die ich meinte, sondern auch, weil ich und die mädchen alle klein und zart sind udn ich kämpfe, dass wir nicht magersüchtig aussehen bei all den fetten mobbenden querulanten

Das mag jetzt kleinlich erscheinen, aber für deinen Topfenstrudel sterben Tiere.

Machen Sie sich nicht lächerlich!

Wirklich?
Also, bei mir am Schreibtisch ist gerade eine Stechmücke gestorben. Ich habe sie eiskalt mit der flachen Hand auf die Tischplatte geknallt.

Hätte ich ihr was zu essen anbieten sollen?

Ich hab' mir schon den Poldi gegeben, mit dir fang' ich auf dem Niveau nicht auch noch (schon wieder) an. Mahlzeit :P

wieso,

bist ueberfordert, in deinem lichten Trancenebel ?

Um Milch zu produzierten, braucht man Milchkühe.

Damit du Milchkühe hast, musst du sie logischerweise züchten, nur sind schon mal 50% der geborenen Rinder männlich, die werden also der Fleischgewinnung zugeführt. Dann muss die Milchkuh auch regelmäßig kalben, damit sie die gewünschte Milchleistung bringt - die Kälber werden wiederum der Fleischgewinnung zugeführt.

Die Milchwirtschaft erzeugt also als "Nebenprodukt" auch Rindfleisch.

Was mir noch problematischer erscheint, ist, dass auch die Haltung und Lebensbedingungen von Milchkühen eine Schande sind und dass diese Kühe jahrelang unter diesen Bedingungen leben, bevor sie letztendlich selbst geschlachtet werden. Die Milchkühe scheinen also ein noch viel traurigeres Los gezogen zu haben.

sehen Sie bitte mal an sich herab, tragen Sie Jeans?

und wenn ja, sind diese im modischen "Vintage- Style" (künstlich abgewetzt obwohl eigentlich noch ganz neu)? Falls Sie auch diese Frage mit "ja" beantworten können, seien Sie informiert, dass für diese Jeans als "Nebenprodukt" junge Türken an Silikose sterben. Warum? Um den "Look" zu erzeugen, kommt der Sandstrahler zum Einsatz. Innerhalb kürzester Zeit haben die Leute die Lunge voll mit Quarz und ersticken.

Was ist also Ihre Schlussfolgerung? Natürlich gibt es viele Missstände, aber ein Übel relativiert ein anderes nicht.

sag ich nicht

ich meine nur, dass man immer aufpassen muss wie ein Haftelmacher, wenn man "anständig" leben will. Und täglich misslingt es.

Das ist leider wahr!

das Pfroblem ist allerdings die "gewünschte Milchleistung"

es wird eh zuviel produziert. Kann mir vorstellen, dass dann auch noch genug fürs Kalb übrig bleiben würde. Bei Ziegen und schafen ist es möglicherweise anders. Weiß jemand etwas mehr?

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