"Keine Einzelmeinung"

Pröll will weiter Solidarbeitrag von Spitzenverdienern

4. Oktober 2011, 12:46
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    foto: apa

    Erwin Pröll: "Wenn einer aus der Hüfte schießt und ein geübter Schütze ist, kann er ins Schwarze treffen."

Niederösterreichischer Landeshauptmann hält an Vorschlag fest, von Topverdienern Solidarbeitrag zu fordern

Während die ÖVP-Spitze versucht, Erwin Prölls Steuer-Vorstoß als "Einzelvorschlag", der in ein "Gesamtkonzept" gehört, darzustellen (derStandard.at berichtete), schert Niederösterreichs Landeshauptmann weiter aus der Parteilinie aus. "Wenn einer aus der Hüfte schießt und ein geübter Schütze ist, kann er ins Schwarze treffen", sagte er bei einer Pressekonferenz in Anlehnung an Finanzministerin Maria Fekter, die Prölls Vorschlag als "Hüftschuss" bezeichnete.

Pröll fühlt sich aufgrund einer "Reihe Reaktionen" seiner Kollegen aus den Bundesländern bestätigt.  Die von ihm ausgelöste Diskussion am Wochenende habe gezeigt, dass es sich um "keine Einzelmeinung" handle, wie Parteichef und Vizekanzler Michael Spindelegger am Montag gemeint hatte. Pröll: "Wir verspüren auf breitester Ebene, dass es keinen Sinn macht, wenn wir uns als Verteidiger der Superverdiener gerieren". Er sei gegen eine Steuer, die Häuslbauer sowie kleine und mittlere Unternehmen belaste, so der Landeshauptmann. "Daher ist es glaub ich recht und billig", eine Steuer anzubieten, bei der befristet Superreiche um einen Beitrag gebeten würden.

Pröll hatte vorgeschlagen, dass Spitzenverdiener einen Solidarbeitrag leisten sollten. Spindelegger selbst hatte sich vor kurzem in der ORF-"Pressestunde" für solch eine Abgabe ausgesprochen. Nunmehr will der Vizekanzler diesen Gedanken nur noch in ein Gesamtkonzept einfließen lassen.

Spindelegger kündigt Ergebnisse der Steuer-Arbeitsgruppe an

Spindelegger hat nach dem Ministerrat erste Ergebnisse der Steuer-Arbeitsgruppe bis Jahresende angekündigt. Bis dahin dürfte es für die Regierung aber noch einiges zu tun geben, sind sich SPÖ und ÖVP doch nach wie vor nicht über neue Steuerpläne einig. So rückt Bundeskanzler Faymann offenbar nicht von den Vorstellungen der SPÖ für vermögensbezogene Steuern ab.

Fekter versus Pröll: Nicht einzelne Personengruppen herauspicken

Finanzministerin Maria Fekter zeigt sich von der Aussage des Niederösterrreichischen Landeshauptmanns Erwin Pröll wenig beeindruckt. Nach dem EU-Finanzministertreffen in Luxemburg sagte Fekter am Dienstag zu Pröll, es gehe nicht darum, sich "einzelne Personengruppen herauszupicken. Ich bin die Finanzministerin aller Österreicherinnen und Österreicher".

Sie arbeite schon seit längerem an einem Strukturkonzept für eine Steuerreform. "Das heißt Veränderung der Steuerstruktur, und da ist uns eine Entlastung des Mittelstandes besonders wichtig. Die Entlastung der Familien. Und das geht ganz klar unter der Prämisse weniger, einfacher und leistungsgerechter", betonte Fekter.

Konkret zu Prölls Aussage, dass die ÖVP keine Partei der Superreichen sein sollte, befragt, sagte Fekter: "Alle Vorschläge, die von irgend jemand an mich herangetragen werden, werden ernsthaft von der Steuerreformgruppe geprüft und diskutiert. Einzelne Personengruppen sich herauszupicken, ob man für die ist oder nicht für die ist", darum gehe es nicht. (red/apa/derStandard.at, 4. Oktober 2011)

Kommentar posten
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Erzpiefke
 
00
18.10.2011, 18:46
Der Erwin will vor allem wiedergewählt werden

und dafür ist ihm alles Recht. Auch so ein populistischer Stuss. Eben Wahlen 2013.

speck -ulatio+ n-c
00
7.10.2011, 18:26

spitzenverdiener ist wer ?
mittelstand ist wer ab wieviel?
pröll ist mittelstand mit wieviel?

Zeit Geist1
00
7.10.2011, 13:19
Ablenkungsversuch von John (Erwin) Whayne!

watchdog26
 
00
5.10.2011, 23:39
Ich versteh das nicht ...

... Thema verfehlt! Das ist wie bei den Frauenrechten, wo es immer heißt, die Bedingungen müssen so gestaltet we4rden, dass den Frauen die Berufstätigkeit ermöglicht wird. Vom zu leistenden Beitrag der Männer redet niemand, nicht mal die Feministinnen. Und hier heißt es, die Besserverdiener - man merke, Verdiener! - müssen geschröpft werden, aber wer redet von den Vermögenden, von den Grundbesitzern, von den Erben?! Das gibt´s ja nicht!!

Politiker sind Gauner!!
02
5.10.2011, 13:19
wer die 2 steuergauner

...mal 1 minute arbeiten gesehen hat, soll mir bitte mail schicken... schlucken bei weinverkostung ist nicht gültig !!

david crutton
02
5.10.2011, 12:10
ich habe es noch immer nicht verstanden!

Solidarbeitrag klingt super politisch korrekt, aber mit wem sollen die vielzitierten "superreichen" Spitzenverdiener solidarisch sein?

Buckladahund
08
5.10.2011, 17:26
Es wird sicher ein Schlupfloch geben, dem Solidarbeitrag zu entkommen!

Alias > STIFTUNG!

mml1
02
5.10.2011, 11:22
...und wenn ER aus der Hüfte schießt trifft er immer ins Schwarze.

Chuck Norris ist ein Milchbubi gegen ihn. Ist ER doch die ÖVP, blickt und zeigt nach oben gen Himmel, weil es ja Dank IHM so aufwärtsgeht. Megalomanie pur; nur leider keine Gigantomanie.

Ohr O Pax
03
5.10.2011, 10:01
Was bekommt Pröll für diesen Vorstoss?

Daß niemand darüber redet, wie heruntergewirtschaftet das Land Niederösterreich inzwischen ist? Eine Phalanx für seine Wiederwahl, damit man ihn als LH noch ins Grab trägt?

peter schmidt
 
02
5.10.2011, 11:17
Ich finde den Pröll auch zum kot...

aber wo sehen Sie eigentlich ein heruntergewirtschaftetes Land NÖ?

LeMik
01
5.10.2011, 11:50

nach kärnten ist nö das höchst verschuldete bundesland..

peter schmidt
 
00
5.10.2011, 12:27
dafür fährt die autobahn in jedes kaff

und jede noch so kleine burg ist erreichbar beworben und renoviert.

mir scheint es wurde auch was getan mit dem geld.

links kritik
 
02
5.10.2011, 11:09
die stärke von pröll in niederösterreich

resultiert zu einem überwiegenden teil aus der schwäche der anderen parteien.

in nö gibts zu pröll und seiner partei leider keine richtige alternative. also wird das geringere übel gewählt.

Post-vom-Poster
 
00
5.10.2011, 09:56
Solidarbeitrag von Spitzenverdienern

und natürlich auch von Spitzenpensionen,
zB die meisten Alt-Politiker und Vielfachfunktionäre ...

verleih nix
00
5.10.2011, 09:52
zuwenige 'spenden' für niederösterreich?

da ich ja nicht so recht an die plötzlich erwachte soziale ader beim erwin glaube wird es wohl eher um eine neuverteilung der 'parteispenden' zwischen bundes- und landesparteien gehen.

francis79
 
00
5.10.2011, 09:43
die alternativen.

Pröll hält sich in NÖ so lange weil:
Die Alternativen zu ihm noch trauriger sind.
Er einen guten Riecher dafür hat wann er auch gegen die eigene Partei (scheinbar) Position bezieht.
Er es als Landesfürst trotzdem irgendwie schafft, als bürgernah zu erscheinen.
Er Mißstände nach OBEN abzuleiten versteht (siehe EU, Bund und die "Zentralismuskeule").
und ein Vorteil aller Landeshauptleute:
Er Geld verteilen kann, daß er nicht selbst einkassieren muß.

Die wahre Alternative wäre mal über den Sinn der Bundesländer nachzudenken und die Bürger darüber aufzuklären, was sie ihre Landes-Robin-Hoods (NÖ, Kärnten, ...) pro Kopf kosten! Dann hätt ma Ruck-Zuck eine Mehrheit für einen ersten Schritt in einer wirklichen Verwaltungsreform.

Post-vom-Poster
 
00
5.10.2011, 09:59
Er Geld verteilen kann, daß er nicht selbst einkassieren muß.

ja, richtig.

Daher: entweder die Bundesdländer heben selber Steuern ein, die sie sich aber zuerst vom Volk genehmigen lassen müssen (so wie in der Schweiz)

oder alle Ausgaben werden zentral verwaltet und getätigt.

á propos NÖ und Hypo:
Hat nun der Musiklehrer die verspekulierten Wohnbaugelder zurückgezahlt ...???

francis79
 
01
5.10.2011, 11:22
verspekuliert?

das hat doch satte Gewinne abgeworfen!
Sie halten doch nur den Chart falsch herum :-)

Der Chronist
00
5.10.2011, 09:43

Heute beim Frühstück gesehen:

Im Kurier steht in der Überschrift "Reichensteuer" - im Artikel selber, sozusagen nebenbei, steht "befristete Solidarabgabe".

Wenn man nicht wüßte, wem der Kurier untertan ist, man wüßte es spätestens jetzt.

Allen, die sich freuen, wenn Pröll sen. sich gegen Fekter und Co. stellt: Eine befristete Solidarabgabe wäre ein grober Fehler, denn wir brauchen eine Almosen von den Reichen, wir brauchen gerechtere Verhältnisse.

Anton J. Helmreich
00
5.10.2011, 09:37
keine einzelmeinung

ist auch, dass sich der herr p. um seine angelegenheiten kümmern soll - NÖ !!

didi111
00
5.10.2011, 09:35
Aber da sieht man wieder schön,

wie unberechnenbar schön langsam Pröll wird.

Erst freitags wurde im ÖVP-Vorstand vereinbart, hinkünftgi keine Einzelmeinung zum Thema Steuern abzugeben. Und am Samstag haut die Landesglatzen beim Presseinterview fest drauf los.

Und dieses unkoordnierte Stimmenwirrwar und diese Illoyalität von Pröll sind ja das Problem.

Ich schrieb es schon des öfteren:

Erwin Pröll ist der Sargnagel der ÖVP. Je stärker er innerparteilich wird, umsomehr fällt die BundesÖVP in der Wählergunst.

Es ist ja direkt wahnsinnig zu glauben, daß Österreich diese politisch dumpfen Politikansätze Marke Niederösterreich wünscht.

NUR:

Es wäre wahrlich "Weihnachten und Ostern" in Einem, hätten wir einen intellektuelleren Bundeskanzler.

José Atento
00
5.10.2011, 09:20
Ein zeitlich begrenzter Solidarbeitrag für Spitzenverdiener ist generell okay,

falls dieser Betrag nicht wieder von Politikern sinnlos verbraten wird.

Politiker sollten jedoch JEDENFALLS, unabhängig von der Höhe ihrer Bezüge, einen Solidaritätsbeitrag leisten. Dann was die verzapfen, ist nicht mehr auszuhalten. Da muss einfach Schmerzensgeld bezahlt werden.

Wilhelm Guschlbauer
00
5.10.2011, 15:16
Keinen begrenzten Solidaritätsbeitrag!

Eine Steuerquote von 60% für alle Einnahmen über - sagen wir - 500 000 euro. In GB in der 50-er Jahren war die Quote 95%! Doch damm kam Margie Thatcher.

Wolfgang56
01
5.10.2011, 09:18
Ich finde das lächerlich!

Bankenprobleme, Haftungen für Pleitstaaten, EU-Krise, etc. und da kommt der "Radlbrunner" mit seinen unausgegorenen Ideen daher.
Ich denke Niederösterreich hat genug "Baustellen", es wäre gescheiter wenn er sich damit beschäftigen würde.
Wenn er große Politik machen möchte, dann soll er den Spindelegger ablösen oder getreu dem ÖVP Motto: "Handerl falten...," und eine Ruhe geben!

pu-muckl
 
02
5.10.2011, 08:53

wörter, die ich nie mehr hören möchte: scheues reh, häuslbauer, mittelstand, leistung ;-)

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