Terres des Femmes ist 30

4. Oktober 2011, 12:34
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Arbeit für Gleichberechtigung und Freiheit: Die größte Frauenrechtsorganisation Deutschlands zieht Bilanz und fordert "Mädchenrechte stärken! Weltweit"

Berlin - Die größte Frauenrechtsorganisation Deutschlands Terres des Femmes (TDF) existiert seit 30 Jahren. Anlässlich des Vereinsjubiläums zog frau Bilanz und forderte "Mädchenrechte stärken! Weltweit".

Arbeit für Gleichberechtigung und Freiheit

Immer wieder hat sich TDF für die ungehörten und unterdrückten Frauenstimmen weltweit eingesetzt und als eine der ersten Organisationen die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung auf die politische Agenda gesetzt. Schwerpunkte der Frauenrechtsorganisation sind die Themen weibliche Genitalverstümmelung, Häusliche Gewalt, Gewalt im Namen der Ehre sowie Zwangsverheiratung und Frauenhandel. "30 Jahre Terres des Femmes - Das bedeutet 30 Jahre erfolgreiche Arbeit für die Gleichberechtigung und Freiheit von Mädchen und Frauen in Deutschland und weltweit", betonte Geschäftsführerin Christa Stolle. 

"Wir haben viel bewirkt, doch dürfen wir uns nun nicht auf dem Erreichten ausruhen. Erst wenn Mädchen und Frauen in allen Kulturen frei und ohne Benachteiligung leben und selbst über ihr Leben und ihren Körper bestimmen können, ist das Ziel von TDF erreicht", betonte die Vorstandsvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk. Unermüdlich erinnert die Frauenrechtsorganisation PolitikerInnen an ihre Verantwortung, sensibilisiert die Öffentlichkeit für Gewalt an Mädchen und Frauen, setzt sich mit Aktionen und Kampagnen wie "KEIN Schnitt ins Leben" für Frauenrechte ein und berät Betroffene, Angehörige aber auch professionelle Institutionen. 

Viele Gesichter der Gewalt

Durch die internationale Vernetzung von TDF mit Frauenrechtsorganisationen und die Kooperation mit Schutzeinrichtungen und Frauenhäusern weltweit, können unterdrückte Mädchen und Frauen wirksam unterstützt werden. "In der täglichen Arbeit wird immer wieder deutlich, wie viele Gesichter Gewalt gegen Frauen besitzt und welch gravierende Auswirkungen diese Gewalt auf kommende Generationen hat", erklärte Christa Stolle.

Aktionismen

TDF hat besondere Aktionsformen entwickelt, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen: Die Fahnenaktion am 25. November, dem Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen", findet 2011 zum 11. Mal statt. 2010 wurden mehr als 6.000 Fahnen und Banner mit der Aufschrift "frei leben - ohne Gewalt" von Institutionen, Organisationen und Einzelpersonen gehisst. Die 3.613 Mitglieder und FörderInnen und die ehrenamtlich Aktiven in den 24 TDF-Städtegruppen sind die Basis der Organisation. 

Öffentlichkeit

Prominente UnterstützerInnen wie der Publizist und Fernsehmoderator Roger Willemsen, die Schauspielerinnen Sibel Kekilli, Ulrike Folkerts und Nina Hoss oder die Schriftstellerin Tanja Kinkel stellen TDF ein erstklassiges Zeugnis aus. "Um die Rechte der Frauen wäre es ohne Terre des Femmes heute schlechter bestellt, schon weil ihre Durchsetzung weniger genau beobachtet würde", so Willemsen. (red)

  • Terre des Femmes wurde am 2. Oktober 1981 in Hamburg 
gegründet. Die
 offizielle Feier des Jubiläums findet am 29. Oktober mit einem Symposium "Mädchenrechte 
stärken - weltweit" in Berlin statt.
Gruppenbild 1990 mit Regina Kalthegener, Frau Schröder, Ute Kreckel, Christa Stolle u.a.
    foto: terre des femmes

    Terre des Femmes wurde am 2. Oktober 1981 in Hamburg gegründet. Die offizielle Feier des Jubiläums findet am 29. Oktober mit einem Symposium "Mädchenrechte stärken - weltweit" in Berlin statt.

    Gruppenbild 1990 mit Regina Kalthegener, Frau Schröder, Ute Kreckel, Christa Stolle u.a.

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