Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien führt die Impfaktion gegen saisonale Influenza ab sofort bis 7. Dezember durch
Wien - Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien, MA 15, bietet auch heuer wieder eine Impfaktion gegen die saisonale Influenza an.
Wienerinnen und Wiener können sich ab sofort bis 7. Dezember 2011 in allen Bezirksgesundheitsämtern und im Impfservice der MA 15 zu einem Preis von Euro 8,80 gegen die Grippe impfen lassen.
Drei Virussubtypen erwartet
In Europa tritt die saisonale Influenza jährlich in den Wintermonaten in Form von mehr oder weniger ausgeprägten Epidemien auf. Fast in jeder Grippesaison wird ein klassischer Anstieg der Erkrankungen registriert. "Letztes Jahr trat die saisonale Grippewelle - so wie üblich - von Mitte Jänner bis Anfang März auf", teilt Ursula Karnthaler, Leiterin der Infektionsvorsorge der MA 15, mit und verweist auf die Daten des Grippeinformationsdienstes der Stadt Wien.
Dieser meldete für die letzte "Grippesaison" hochgerechnet rund 128.000 an Influenza und grippalen Infekten erkrankte Personen in Wien. Für die kommende Grippesaison werden drei Virussubtypen der Influenza erwartet: der A/H1N1-Virus ("Pandemievirus"), der A/H3N2-Virus sowie der B-Virus.
Influenzaimpfstoff jedes Jahr neu
Die echte Grippe äußert sich in der Regel durch
klassische Symptome. Sie beginnt meist plötzlich mit hohem Fieber und
ausgeprägtem Krankheitsgefühl sowie starken Kopf- und Gliederschmerzen.
Es können auch Komplikationen wie Lungenentzündung oder
Herzmuskelentzündung auftreten und im schlimmsten Fall kann die
Erkrankung zum Tod führen.
Die Influenza wird durch Tröpfcheninfektion (durch Niesen, Husten,
Sprechen) sowie direkten Kontakt, wie Hände geben oder Küssen,
übertragen. In der Regel erkrankt man innerhalb von ein bis drei Tagen
nach der Ansteckung.
Da sich die Influenza-Viren ständig verändern, wird die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffes jedes Jahr neu festgelegt. Deshalb muss die Impfung auch jährlich durchgeführt werden. Zum Zeitpunkt der Impfung sollte man gesund sein. Bei bekannten Allergien gegen Bestandteile des jeweiligen Impfstoffes, wie Hühnereiweiß, kann nicht geimpft werden. Durch die Impfung wird der Körper zur Produktion von Antikörpern angeregt. Bei Kontakt mit den Viren kann die körpereigene Abwehr rasch gegen die "Eindringlinge" mobilisiert werden.
Wer sich impfen lassen soll
Besonders empfohlen wird die Impfung für Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Krankheiten der Atemwege, chronischen Nierenerkrankungen, mit Immundefekten, für Personen, die einem erhöhten Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind sowie für Diabetiker. Grundsätzlich ist die Impfung frühestens ab dem siebenten Lebensmonat möglich. (red,derStandard.at)
Auskünfte zu den aktuellen Impfzeiten und Adressen der Impfstellen gibt
die MA 15 unter
www.influenza.wien.at und unter der Telefonnummer 4000-87250.