ÖVP-Vorstoß

Ältere Generation soll durch längeres Arbeiten Universitäten finanzieren

Interview | Rosa Winkler-Hermaden, 4. Oktober 2011, 10:37
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    foto: övp wien

    "Wir könnten den internationalen Ruf halten und den jungen Leuten weiterhin die Gelegenheit geben, Studienbedingungen vorzufinden, in denen sie schnell fertig werden", zeigt sich Cortolezis-Schlager von ihrem Konzept überzeugt.

ÖVP-Wissenschaftssprecherin will das faktische Pensionsantrittsalter um ein Jahr anheben

"Investitionen in die Universitäten kommen allen Generationen zu Gute", sagt Katharina Cortolezis-Schlager, Wissenschaftssprecherin der ÖVP. Sie will durch ein Bonus-Malus-System das faktische Pensionsantrittsalter um ein Jahr anheben. "Jedes Jahr, um das wir es anheben, bringt eine Milliarde Euro pro Jahr", sagt sie im Interview mit derStandard.at. Nicht nur die Universitäten sollen von der gewonnen Millarde, die zweckgewidmet werden soll, profitieren, auch das Pensionssystem will Cortolezis-Schlager damit sichern. Zustimmung für ihren Vorstoß erhält die Abgeordnete von der Bundespartei und vom Wissenschaftsminister.

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derStandard.at: Das neue Uni-Jahr hat begonnen. Wie lautet Ihr Konzept, um die Hochschulen zu finanzieren?

Cortolezis-Schlager: Wir haben pro Jahr ein Budget im Umfang von nicht ganz drei Milliarden Euro für die Universitäten. Wenn wir überlegen, dass die Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters an das gesetzliche Alter jedes Jahr, um das wir es anheben, eine Milliarde Euro pro Jahr bringt, sieht man, dass das Uni-Budget durch sinnvolle strukturelle Umschichtungen im Budget so ausfinanzierbar wäre. Wir könnten den internationalen Ruf halten und den jungen Leuten weiterhin die Gelegenheit geben, Studienbedingungen vorzufinden, in denen sie schnell fertig werden.

derStandard.at: Durch das Hinaufsetzen des faktischen Pensionsantrittsalters soll also Geld locker gemacht werden?

Cortolezis-Schlager: Genau, das bringt eine Milliarde pro Jahr, das die Personen später in Pension gehen. Schweden hat in ganz wenigen Jahren auf ein Bonus-Malus-Pensions-System umstellen können. Wir brauchen ein Anreizsystem: Jene, die über das gesetzliche Pensionsalter hinaus arbeiten, sollen per Gesetz einen Vorteil haben und einen Bonus bekommen. Für jene, die vorzeitig in Pension gehen - und zwar nicht aus gesundheitlichen Gründen - ist das mit einem Malus, mit Abschlägen verbunden.

Mit diesem System kann man in kurzer Zeit das Jahresbudget für alle Universitäten kräftig anheben. Wir müssen in Phasen der wirtschaftlichen Krise ganz einfach, rasch und schnell die entsprechenden Freiräume für unsere Universitäten schaffen.

derStandard.at: Angenommen der Plan geht auf und das Pensionsalter wird faktisch angehoben - wer garantiert, dass das Geld den Universitäten zu Gute kommt?

Cortolezis-Schlager: Man muss das natürlich auch in der Bevölkerung so kommunizieren: dass es auf der einen Seite auch um die zukünftige Gestaltung des Pensionssystems als solches geht, das ja auch zusätzliche Mittel braucht, aber auch um unsere Wissenschaft und Forschung und um die Lehre.

Investitionen in die Universitäten kommen allen Generationen zu gute. Die Erkenntnisse, die in der Wissenschaft gemacht werden, wirken sich unmittelbar auf den Alltag jedes einzelnen aus. Durch eine bessere medizinische Leistung, die man erbringen kann oder eine bessere Verkehrssicherheit, oder durch bessere Lebensmitteltechnologie.

Auch die Bewältigung der Krise mit Griechenland ist undenkbar, ohne eine hervorragende wissenschaftliche Leistung in der Volkswirtschaft. Die Lösungen, die wir jetzt in der kommenden Zeit brauchen, hängen ganz eng mit der Wissenschaft und einer guten Bildung und Ausbildung auf den Universitäten zusammen. Wir müssen rasch Maßnahmen setzen.

derStandard.at: Ist die Bereitschaft seitens der älteren Generation da, später in Pension zu gehen, um die Jugend zu fördern?

Cortolezis-Schlager: Ich erlebe unter den SeniorInnen eine extrem hohe Bereitschaft, wenn sie wissen, das Geld kommt auch wirklich der Forschung, der Wissenschaft und der Ausbildung junger Menschen zu Gute.

Aber das Geld soll ja nicht zur Gänze an die Unis gehen: Der eine Teil dient der Sicherung des Pensionssystems, der andere Teil der Jugend und der Forschung. Das muss eine Zweckwidmung bekommen für diese beiden Bereiche. Es funktioniert nur Generationenübergreifend.

derStandard.at: Wären Studiengebühren dann noch notwendig?

Cortolezis-Schlager: Studiengebühren sind für mich auch eine gewisse regulatorische Maßnahme. Es geht ja nicht nur um die österreichischen Studierenden. Wir haben eine Verdoppelung der Studierenden, die aus dem Ausland kommen. Hier muss man unterscheiden zwischen jenen, die aus EU-Staaten kommen und jenen, die aus Drittstaaten kommen. Bei den Drittstaaten ist es mit Ausnahme der ganzen Stipendiaten, die wir dringend international brauchen, sofort möglich, im Qualitätssicherungsgesetz festzuschreiben, dass sie kostendeckende Beiträge zahlen.

Wenn wir beispielsweise einen Interessenten aus Asien an der Wiener Kunstuniversität haben, der aus vermögenden Verhältnissen kommt, ist nicht einzusehen, warum die österreichischen Staatsbürger dafür zur Gänze aufzukommen haben. Wir können nicht automatisch von Österreich aus die ganze Welt finanzieren.

Für die EU-Bürger sind die 500 Euro Studiengebühren pro Semester deshalb notwendig, weil wir damit verhindern, dass alle, die aus der EU kommen, hier in Österreich billiger studieren als in ihrem Heimatland.

derStandard.at: Ist Ihre Forderung, das faktische Pensionsantrittsalter zu heben und im Gegenzug mit dem Erspartem die Universitäten zu finanzieren, mit Wissenschaftsminister Töchterle abgesprochen?

Cortolezis-Schlager: Ich werbe in der gesamten Partei dafür und die Signale gehen in den letzten Tagen in Richtung Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters. Es ist wichtig, dass wir hier jetzt reagieren. Es hat auch den Vorschlag von Sebastian Kurz gegeben, der den Generationencheck gefordert hat. Das geht alles in diese Richtung. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 4.10.2011)

KATHARINA CORTOLEZIS-SCHLAGER (51) ist Wissenschaftssprecherin der ÖVP. Von 2005 bis 2008 war sie nicht amtsführende ÖVP-Stadträtin für Bildung in Wien. Seit 2008 sitzt sie im Nationalrat.

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okami
00
7.10.2011, 17:19
Demografische Qotenregelung

Als Merkmal: Geschlecht, Alter, Ausbildung, Gesundheitszustand, Herkunft (?), ....

So wie in der Gesellschaft verteilt, also auch in den Betrieben - und keinerIn kann maulen.

torch
 
00
6.10.2011, 02:49

Es gilt das enorme Pfuscheinkommen der frühverrenteten Pensionsbezieher wirkungsvoll abzuschöpfen und den Frühverrentenen einen erhöhten Solidarabschlag aufzuerlegen bzw. bis zum Regelantrittsalter nur die Mindestsicherung auszubezahlen.

Da liegt ein enormes Potential brach, das nur konsequent angegangen werden muss, die so beliebte Flucht in den vorzeitigen Ruhensgenuss könnte so effizient und sozial abgefedert erheblich gedämpft werden.

Dadurch wäre auch ein Dämpfungseffekt der noch immer enormen Bevorzugung durch das frühere Antrittalter der Frauen bei deutlich höherer Lebenserwartung zu erwarten, der enormen stillen Umverteilung zu Gunsten eines Personenkreises mit zum Teil erwerbslosen Lebensverlauf ohne Eigenpensionsbezug.

Kritzl
00
5.10.2011, 15:31
noch was: € 8,163 Mrd. geben wir für Pensionen aus

2010 gab der Bund (also die SteuerzahlerInnen) netto (= Auszahlungen des Bundes an Pensionsversicherungen abzüglich Einnahmen aus Beiträgen) € 8,163 Mrd. (+14,9% gegenüber 2009) für Pensionen aus, das sind rund 12,1% der Gesamtausgaben des Bundes 2010

http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin... Band_1.pdf Seite 43f

Absurdio
00
6.10.2011, 14:09
Bundeszzuschuss

Von der Pension zahlt der Staat bei

ArbeitnehmerInnen 17,25 %
Gewerbetreibende 51,63 %
Bauern 81,03 %
Quelle: BVA 2009/2010

Übrigens: Die Lohnsteuern der ASVG-PensionistInnen und der Bundeszuschuss sind etwa gleich hoch.
Eigentlich zahlt der Bund zu AN-Pensionen gar nichts dazu.

Im Kern geht es aber um die Frage, ob es den oberen 10 Prozent der Bevölkerung eine Vermögenssteuer auf EU-Niveau zumutbar ist.

Kritzl
10
6.10.2011, 14:46
nur steigt die Lebenserwartung

Heute stehen 35 Arbeitsjahren 48 Nichtarbeitsjahre gegenüber (1970 43 Arbeitsjahre: 34 Nichtarbeitsjahre)

http://www.iv-mitgliederservice.at/iv-all/pu... le_563.pdf

D.h. wenn nicht endlich mal das tatsächliche Pensionsantrittsalter gehoben wird (sinkt seit 2005 sogar laut RH Bericht wieder), werden wir nur noch für die PensionistInnen arbeiten. Die Bildung für unsere Kinder können wir dann selber zahlen.

Kritzl
00
5.10.2011, 14:11
ein paar Fakten zur Pension in Österreich

Heute stehen 35 Arbeitsjahren 48 Nichtarbeitsjahre gegenüber (1970 43 Arbeitsjahre: 34 Nichtarbeitsjahre)

Auf eine über 65jährige Person kommen vier Personen im erwerbsfähigen Alter (15 - 64 Jahre)

2060: werden auf eine über 65jährige Person nur noch 2 Personen im erwerbsfähigen Alter kommen
= Mehraufwand von knapp 27 Mrd. Euro (zu heutigen Preisen), der mit Steuererhöhungen finanziert werden muss

Erhöhung des tatsächlichen Antrittsalters um ein Jahr: Einsparungen von jährlich 1,2 Mrd. Euro

Anhebung des tatsächlichen Antrittsalters auf den OECD-Schnitt (ca. plus 4 Jahre) Einsparungspotenzial von etwa 5 Mrd. Euro

aus: http://www.iv-mitgliederservice.at/iv-all/pu... le_563.pdf

Warnboje
 
00
5.10.2011, 22:30

Warum wird bei solchen Prognosen nie der Produktivitätszuwachs (gegengerechnet mit der Bevölkerungsentwicklung) berücksichtigt?

torch
 
00
6.10.2011, 04:00

Weil der Produktivitätszuwachs kaum bei den Werktätigen ankommt ...

okami
00
7.10.2011, 17:07
Und daran kann man nichts ändern?

Natürlich könnte man!

ingeniosus
01
5.10.2011, 14:10
Akademiker sind derzeit persionsmässig armselig ausgestattet

Man hat die Studienzeiten von Akademikern einfach als Privatvergnügen eingestuft. Sie werden nicht angerechnet, wenn ein Akademiker in Pension geht.

Das hat zur Folge, dass es sich nicht mehr lohnt zu studieren. Das müssen dannn alle Akademiker bei Pensionsantritt zur Kenntnis nehmen.

Das Mindeste wäre, diese Regelung ab etwa 1500 € garantierter Pension wirken zu lassen, aber nicht darunter. Wir verblöden uns so selbst.

torch
 
10
6.10.2011, 08:46

Etwas, was wir z.T. dem Vertreter des Feindes der arbeitenden Menschen, der ÖVP durch den Herrn Schüssel verdanken zu haben, da einst 40 Jahre (480 Beitragsmonate) und nunmehr 45 Jahre (540 Beitragsmonate) für die volle Quote erforderlich sind.

Bei ununterbrochenem Versicherungsverlauf bedeutet dies, ab dem 20. Geburtstag Beiträge zu zahlen. Bei einer Mindeststudiendauer von 5 Jahren fehlen dann bereits so um die 3 Jahre (36 Beitragsmonate).

Wem haben wir das zu verdanken, der Erzreaktion und dem Klassenfeind, der ÖVP.

ingeniosus
00
5.10.2011, 14:03
äusserst problematisch....

Da hat sich die Wissenschaftssprecherin der ÖVP aber gar nicht gut präsentiert.

Sie verbindet das eher unbeliebte Thema Persionanstrittsalter mit dem Studiengeld.

Das ist politisch sehr ungeschickt. Sie wird damit von beiden Betroffenengruppen als inkompetent abgelehnt. Das allerdings gararntiert!

Helmut Hromadnik21
 
05
5.10.2011, 09:33
DER ARTIKEL VERSCHWAND ÜBERRASCHEND SCHNELL AUS DEN AKTUELLEN MELDUNGEN !

Ein beitrag von mir wurde weg-zensiert, obwohl er nur aufzeigte wie inhuman es sei, alten menschen ein jahr ihres lebens, wo sie vom zwang des lohnerwerbs berfreit, noch bei halbwegs intakter gesundheit ihren interessen nachgehen können und ihren lebensabend genießen, einfach zu streichen .

Ein TYPISCHER ÖVP-VORSCHLAG !

STATT VEMÖGENSSTEUER UND ERBSCHAFTSSTEUER, MENSCHEN DIE GEZWUNGEN WAREN IHR LEBEN DURCH ARBEIT ZU BESTREITEN, NOCH MEHR AUSZUBEUTEN !!!

kater bruno
03
5.10.2011, 08:27

Viele werden ab den 50. Geburtstag entlassen, viele Frühpensionierungen
werden beim Sozialgericht abgelehnt und mit der ASVG und Arbeitslose rasseln langsam in die Armut und die Jungen bekommen keine Arbeit, weil die älteren Menschen länger arbeiten müßten und es auch tun

Franz Schwingenschrot
01
5.10.2011, 05:44

..und auf dem Grabstein ist dann zu lesen: Er war ein großzügiger Sponsor der Universitäten.
http://gedaunknsplitta.blog.de

franz tabei
01
5.10.2011, 04:11
im gegenteil!!! es würde allen generationen zugute kommen, das pensionsalter für politikerINNEN großzügigst zu SENKEN!

Fresno
03
5.10.2011, 01:38
Ein Versuch, eine Gruppe gegen eine andere auszuspielen

Ich bin für Änderungen im Pensionssystem, weil ich glaube, dass es hier Ungerechtigkeiten zwischen den Generationen gibt.

Aber die Interessen der einen gegen die der anderen Gruppe zu stellen halte ich für falsch.

Ebenso halte ich es für falsch, bei den Pensionen zu beginnen und somit wieder einmal bei den Leistungsträgern und nicht bei den Beziehern leistungsloser Einkommen (z.B. Vermögenszuwächse, Dividenden u. andere Kapitalerträge, Erbschaften, Schenkungen), die steuerlich sehr begünstigt sind in Österreich (z.B. lediglich 25% Vermögenszuwachssteuer oder sogar 0% Erbschaftssteuer gegenüber Pflichtversicherungsbeiträgen + Einkommensteuer bei den durch Leistung erwirtschafteten Einkommen).

Avicenna
 
01
5.10.2011, 09:37
Verteilungskämpfe

Das ist leider eine der unseligen Prinzipien der heutigen Politik: Entsolidarisierung und Auspielen der einen Gruppe gegen eine andere. Der Sinn der sozialen Marktwirtschaft ist es soziale Gegensätze abzufedern und auszugleichen. Da es aber immer enger wird, beginnen die Verteilungskämpfe. In einem Land, in dem Klientelismus derart stark verankert ist, führt dies zur gegenseitigen Blockade, statt konstruktiver Vorschläge und deren Umsetzung.

lanz1
 
10
5.10.2011, 04:10
pensionen sichern--ganz einfach!!

zuerst einmal das frauenpensionsalter sofort erhoehen. einheitlich mit maennern auf 60 jahre. da werden viele milliarden euro gespart.
45 jahre arbeiten, kinder duerfen angerechnet werden.

die herren studenten muessen ebenfalls 45 jahre arbeiten. akademiker, welche dann in die wirtschaft oder in den beamtenstand gehen muessen dann die schulzeit nachkaufen.

doppelpensionen, sowie witwenpensionen(wenn eigene pension vorhanden ist. auf beide durchschnittspensionen kuerzen.

da wuerde haufenweise geld gespart.

ich jedenfalls denke nicht laenger als 62 zu arbeiten.

Zitronenbaum
00
5.10.2011, 13:24

... ich dachte, das Pensionsantrittsalter sei bei uns 60 für Frauen und 65 bei Männern? Oder ist das jetzt nur bei Beamten so? Ich bin völlig verwirrt!

Springender Jakob
01
5.10.2011, 01:24
divide et impere

dritter.mann
 
06
4.10.2011, 23:52
Entzückend, Baby!

Blöd nur, dass noch nie jemand, der solche Vorschläge machte, die nötigen Jobs anzubieten hatte. Noch blöder, dass jemand derartige Äußerungen so offensichtlich unbeleckt vom Faktischen von sich gibt. Ich denke, hier fänden sich viele, die gerne mit C.-Sch. tauschen würden: Ihren Arbeitsplatz gegen unsere unfreiwillige "Ausmusterung" vor dem 65. Lebensjahr.
Ist das jetzt eigentlich eine neue ÖVP-Klausel, dass nur noch die Törichsten zu Wort kommen dürfen?

LGM
02
5.10.2011, 04:27

Den Eindruck hat man wirklich, dass die Dame keine Ahnung hat. Aber scheinbar kann man nur so "offen" für derartige Schnapsideen sein

Barney Gumble1
15
4.10.2011, 23:34
Welche Jobs Stellt sich die Frau Cortolesis Schlager für die Alten vor?

Ich wohne in eine Siedlung mit etwa 70 Häusern. Von den Bewohnern sind etwa 50 % in Pension und davon wiederum etwa die Hälfte früher pensioniert worden, als die wollten.
Fakt ist, dass die Leute vom Unternehmen einfach in Pension geschickt wurden.
Gründe dafür sind. Die Altgedienten sind teuer und nicht so belastbar, als Junge.
Wie will die Frau Cortolesis-Schlager, das jetzt umsetzen und den Firmen und Institutionen beibringen gerade die teuren und in der Effizienz schon etwas nachhinkenden Mitarbeiter weiter zu beschäftigen und zu bezahlen? Die gängige Praxis schaut anders aus.
All das in Zeiten von Finanzkrise, wo alle auf´s Geld schauen?

siliconvalley
10
5.10.2011, 01:36
ja aber ...

alle jene, die nicht aus Altersgründen entlassen wurden, sind ja offenbar auch in Pension gegangen. Wieviele von denen waren denn wirklich zu krank, um noch ein paar Jahre anzuhängen?

Das ist schon auch die österreichische Einstellung, dass man sich erst in der Schule keinen Haxen ausreisst, dann eine lockere Hacke sucht und dann ab 40 schaut wie man sich (krankheitshalber) in die Fruehpension verabschiedet um dann Zeit zum Schifahren und Tennis spielen zu haben.

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