Zeitung berichtet von Krankheitsfällen wegen dünner Uniformen
Moskau - Vermutlich wegen zu dünner Uniformen liegen
russischen Medien zufolge Hunderte Soldaten mit Lungenentzündung im
Krankenhaus. Mitte September soll sogar ein Rekrut gestorben sein.
Allein in einer Einheit im Gebiet Woronesch - rund 450 Kilometer
südlich von Moskau - seien etwa 500 Soldaten an Lungenentzündung
erkrankt, berichtete die Zeitung "Iswestija" am Montag. Darüber
hinaus gebe es zahlreiche Fälle von Bronchitis, Mandelentzündung und
anderen Atemwegserkrankungen. Die verteilten Uniformen seien von
schlechter Qualität und in China hergestellt, sagte Galina Schatunowa
vom regionalen Komitee der Soldatenmütter der "Iswestija".
Bereits im vergangenen Winter hatten Berichte über mehrere schwere
Krankheits- und sogar Todesfälle in der russischen Armee wegen zu
dünner Uniformen die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Daraufhin waren
die von Modezar Valentin Judashkin entworfenen Kleidungsstücke gegen
die Kälte "nachgerüstet" worden. Die Soldaten in Woronesch trügen
allerdings noch nicht die wärmeren Uniformen, behauptete Shatunowa. (APA)