Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz unterstützt die Proteste - Auch Filmemacher Michael Moore und Schauspielerin Susan Sarandon üben Solidarität
Die sich gegen die Finanzbranche richtende Protestbewegung "Occupy Wall Street" hat prominenten Zulauf. Mit dem Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz gewinnt sie einen führenden US-Ökonomen. "Wir müssen unsere Demokratie demokratisieren", sagte er anlässlich eines Auftritts vor der Graswurzel-Bewegung, wie die „Süddeutsche Zeitung" berichtet.
Ihre Solidarität mit den in Twitter (#OccupyWallStreet) aktiven Menschen haben aber auch die Schauspielerinnen Susan Sarandon, Roseanne Barr und der Filmemacher Michael Moore gezeigt.
Die Demonstranten sorgen seit zwei Wochen in New York mit Aktionen für Aufsehen. Sie machen insbesondere gegen Zwangsversteigerungen von Häusern durch Banken, die hohe Arbeitslosigkeit sowie die Milliarden-Hilfen für Geldhäuser während der Finanzkrise Front.
Am Sonntag hat die Polizei mehr als 700 Anti-Wall-Street-Demonstranten festgenommen, die die New Yorker Brooklyn Bridge blockiert hatten. Nach stundenlanger Unterbrechung wurde die berühmte Hängebrücke zwischen den Stadtteilen Manhattan und Brooklyn erst am Samstagabend wieder für den Verkehr freigegeben. Die meisten Verhafteten sind mittlerweile wieder auf freiem Fuss.
Ähnliche Proteste gab es in anderen Städten wie Boston, Chicago und San Francisco. Solidaritätsbekundungen erhielt die Bewegung bislang aus dem Gewerkschaftslager. (red)