Amtsübernahme

Heinz Engl als neuer Rektor der Uni Wien inauguriert

3. Oktober 2011, 15:55
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    foto: apa/schlager

    Mit "nötiger Gelassenheit" tritt Engl sein Amt an.

Amtsübernahme in einer "schwierigen Situation" - Senat und Rat fordern Studienplatzfinanzierung

Wien  - Der Mathematiker Heinz Engl (58) wurde feierlich als "der 639. namentlich bekannte" Rektor der Universität Wien ins Amt eingeführt. Vor zahlreicher Prominenz aus Wissenschaft und Politik übergab ihm sein Amtsvorgänger Georg Winckler bei der Inauguration Rektorszepter und -kette. Engl selbst betonte, er trete sein Amt in einer "schwierigen Situation" an. Die Tatsache, dass die europäischen Unis sich seit Jahrhunderten stets an neue Gegebenheiten angepasst haben, gebe ihm dennoch "die nötige Gelassenheit".

"Anlass zur Hoffnung"

Für die Unis wünschte er sich, dass sie nur jene Plätze anbieten müssen, die auch finanziert werden. Die Vorbereitungen einer Studienplatzfinanzierung gäben immerhin "Anlass zur Hoffnung".

Auch der Uniratsvorsitzende Max Kothbauer forderte in seiner Ansprache eine Studienplatzfinanzierung, um die finanziellen Probleme der Unis zu lösen. Wenn man die Zahl "engagierter Studenten, die das Studium abschließen" steigern wolle, "wird das ohne mehr Mittel nicht gehen".

"Bisher nur Ankündigungen"

Der Senatsvorsitzende Helmut Fuchs sprach sich für einen Maßnahmenmix aus: "Mehr Geld vom Staat verbunden mit moderaten Studienbeiträgen und Zugangsregeln". Von der Politik kämen zur Zukunft der Unis allerdings "bisher nur Ankündigungen, die leider von der Öffentlichkeit für bare Münze genommen werden". Derzeit gebe es nur den Bundesfinanzrahmen von 2012 bis 2015, und der bedeute reale Kürzungen zwischen acht und zehn Prozent - "der Rest ist Hoffnung".

Skepsis bei ÖH

Skeptisch hat sich die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) an der Uni Wien in einer Aussendung über das neue Rektorat geäußert. "Die Einführung von Knock-Out-Studieneingangsphasen und das Schließen ganzer Studienrichtungen widersprechen der Forderung nach einem besseren Standing der Uni Wien im internationalen Vergleich." Die Uni müsse "weg von der Fixierung auf internationale Rankings und wirtschaftliche Verwertungslogik von Studienrichtungen" und solle Studenten aktiv in die Organisation der Uni einbeziehen. (APA)

walter kogler
00
4.10.2011, 11:52

639.! rektor. auch wenn es früher üblich war jährlich den rektor zu wechseln, kommt mir das viel vor bei 646 jahren uni wein. (manche waren ja mehrmals rektor)
aber jedes jahr ein neuer rektor wie früher sollte die lehre aus 12 jahre winckler sein

Thomas Maisel
00
5.10.2011, 10:28

Die hohe Zahl der Rektoren ergibt sich aus der Tatsache, dass von 1385 bis 1628 die Amtsperiode nur ein Semester betrug. Die Rektorswahlen fanden jeweils zu Beginn des Sommer- und des Wintersemesters statt.

Erwin Wolfram
30
3.10.2011, 20:31
...

schade, dass ich mathematik nicht mag wie sie eingesetzt wird, aber die uni wien ist ja bekannt dafuer sich uebergriffe in dieser beziehung gerne zu leisten, das man das erfolgsgeheimnis natuerlich institutionalisieren muss um das ranking nachhaltig abzusenken und sich der lehrleistung so anzupassen hat mir ein student der bwl verraten mit dem ich gesprochen habe...

na habedere
05
4.10.2011, 09:15
entschlüsseln?

könnten Sie Ihr Posting bitte so entschlüsseln, dass es auch für normal deutschsprachige verständlich ist?

Plus Lucis
02
4.10.2011, 11:35

Ich glaube, er will uns sagen, dass auf der BWL irgendwelche Statistiken geschönt werden und macht dafür die Mathematik im allgemeinen und den neuen Rektor im besonderen verantwortlich.

Chr. Hoc.
01
4.10.2011, 14:13
Köstlich!

Ihre Interpretation, v.a. wenn sie wahr sein sollte, hat mich herzlich zum Lachen gebracht! Vielen Dank! :-) Er macht den Rektor der Uni Wien im Besonderen dafür verantwortlich, dass in der BWL Statistiken geschönt werden..

[Weil das hier im Forum nachmal notwendig ist: Ich meine das weder sarkastisch noch zynisch.]

Adolf Ogi
61
3.10.2011, 18:22
was war denn, der Herr Engl

vorher?

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