Musik-Apps

Apps, die Smartphones in portable Musik-Studios verwandeln

Eva Zelechowski, 3. Oktober 2011, 16:11
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    Beatmaker 2 kostet zwar 15 Euro, ist aber ein feines Mischpult für Hobby-DJs.

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    Sonarflow verspricht mit dem außergewöhnliches Design optimalen Überblick.

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    Lässt man das Handy an der Musikquelle lauschen, spuckt die App SoundHound Titel samt Interpret aus.

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    Die Musik-App Shazam bringt Integration von sozialen Netzwerken und Song-Tagging mit.

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    Radiosendungen findet man über TuneIn Radio (Pro), das mit der Option zum Aktivieren des Timers ein cooles Extra birgt.

Von unzähligen Radiostationen über Musikerkennungssoftware bis zu Mischpults für Hobby-DJs

Welchen Anforderungen sollen Apps als unsere portablen Musikverwaltungsstationen auf dem Smartphone standhalten? Eine simple Reihung von Alben und Songs ist inzwischen zu wenig geworden. Nutzer wollen Apps, die Songtexte mitausspucken, Titel erkennen, wenn sie den Text als semi-professionelle Gesangstalente ins Mikro trällern und natürlich ein Maximum an Bedienerfreundlichkeit. Ob gratis oder kostenpflichtig, im wachsenden App-Markt wird jeder Musik-Geschmack fündig. Im August fragten wir nach den beliebtesten Musik-Apps für iPhone, iPad und iPod touch. Was Musik-Apps mitbringen und welche Tunings der MP3-Player am Handy derzeit am Markt sind:

Konzerttermine

Praktisch sind da zum Beispiel integrierte Features wie das automatische Mitschicken von geografisch günstig gelegenen Konzertterminen der jeweiligen Künstler. Dies bringt zum Beispiel die bereits etwas ältere Android-App RockOn Music Player mit, die als Update nun kostenlos zum Download bereit steht.

Für Radio-Liebhaber

Genauso reichhaltig wie das Web ist auch das Spektrum von internationalen Radiostationen, die man sich über das Smartphone holen kann. Wer sich also gerne hie und da von neuen Interpreten inspirieren lässt, um frischen Inhalt in die Musik-Sammlung aufzunehmen, wird hier fündig. Von Alternative über Jazz bis hin zu Techno kann hier den jeweiligen Faibles gefrönt werden. Eine schöne Option ist TuneIn Radio, die ein umfassendes Programm an Musik, Talksendungen, geordnet nach Geografie und Sprachen, liefert. Bis zu einer halben Stunde können Radiosendungen oder Lieder aufgenommen werden. Zudem lassen sich sogar Timer für Aufnahmen oder Einschlaf-Timer zum Ausschalten der App einstellen. Genauso kann man sich mit dem Ertönen der Radio-App wecken lassen. Eine Alternative stellt die Radio-App Phonostar dar. 

Sonarflow

Mit "Sonarflow" hat das Wiener Unternehmen Spectralmind einen visuellen Musikplayer für iPhone, iPad und iPod touch entwickelt, der der endlosen Suche durch das portable Musik-Album ein Ende bereiten will. Das Programm stellt die Musik-Kategorien und -Titel in bunten Kreisen auf schwarzem Hintergrund dar. Diese Art der Ansicht von Songs und Interpreten ist zwar gewöhnungsbedürftig, scheint aber bei vielen Nutzern gut anzukommen. Je näher man in die Kreise hineinzoomt, desto konkreter wird der Überblick: Haupt-, und Unterkategorien, Interpreten, Titel und Coverbild.
Zusätzlich zur eigenen Sammlung kann man sich "neu" hinzugekommene und "empfohlene" Songs anzeigen lassen beziehungsweise diese ausblenden. Voraussetzung ist zumindest die Version iOS 3.2. Airplay, das TV-Stream-Programm von Apple, wird ebenfalls unterstützt. Sonarflow gibt es auch als Webversion.

SoundHound

"Wie heißt dieses Lied?", fragt man sich manchmal, wenn man einen Song hört, den man nicht kennt, der einem aber sofort gefällt. Schnell heißt es Smartphone zücken, bevor das Lied zu Ende ist. Die App "SoundHound" verspricht dank Musikerkennungssoftware Abhilfe. Dazu kann man das Gerät entweder zur Musikquelle halten oder selbst ins Mikrofon trällern beziehungsweise summen. Rasch schickt die App neben dem Songtitel, Interpret und Album einen Link zum Songtext mit. Durch die "Echtzeit"-Einblende kommt das Feeling einer portablen Karaoke-Maschine auf. Erfahrungsgemäß liegt die Erfolgsquote höher, desto sicherer sich die Sänger in Text und Melodie sind. Voraussetzung für SoundHound ist Internet-Anbindung. Ohne Internet-Zugang wird die Liederkennung zu einem späteren Zeitpunkt fortgeführt. Die App ist kostenlos, für iPhone und iPad sowie für Android erhältlich.

Shazam

Auch die App "Shazam Encore" identifiziert Lieder via Erkennungsprogramm. Gestartet wird die Musikerkennung durch Aktivieren des Shazam Buttons und Hinhalten des Geräts zur Musikquelle. Ebenfalls mitgeliefert werden Rezensionen von Albums und einzelnen Titeln, Künstler-Biografien und -Diskografien. Doch anders als Soundhound unterstützt Shazam nur 25.000 Titel. Einen Vorteil hat Shazam gegenüber Soundhound: Shazam kann auch offline benutzt werden. Ein Mikro ist allerdings auch hier notwendig. Was man noch machen kann, ist Songs taggen, sie dann in eine Tagliste eintragen oder von Freunden in sozialen Netzwerken getaggte Lieder anschauen und je nach Belieben ebenfalls zur Tag-Liste hinzufügen. Shazam Encore ist für 4,99 Euro in neun Sprachen, in iTunes sowie für Android erhältlich.

Beatmaker

Wer sich lieber selbst kreativ betätigen und seinen eigenen Sound kreieren möchte, ist mit dem Beatmaker 2 von Intua gut beraten. Diese App gibt Musikbegeisterten ihr eigenes Aufnahme-Studio, in dem mehrere Instrumente wie Schlagzeug, Keyboard enthalten sind. Hinzu kommen ein Mehrspurproduktionssystem mit zehn verschiedenen Effekten, ein virtuelles Mischpult und über 1.800 freie Samples.

Mobiles Musikstudio

Für den - für eine App - relativ hohen Preis bekommt man eine verbesserte Bedienbarkeit sowie einen aufgestockten Funktionsumfang, der ganz gut mit Apples Garageband Schritt hält. Der überarbeitete Beatmaker 2 ist für 15 Euro (dreimal so teuer wie Garageband) in iTunes zu finden. Verfügbar ist die App zwar für iPhone und iPad, es ist aber wahrscheinlicher, dass sich eher die Richtung "iPad als mobiles Musikstudio" durchsetzt - zumindest im mobilen Mischpult-Bereich. (Eva Zelechowski, derStandard.at, 03.10.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 57
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Isabella Conceicao
12
4.10.2011, 17:33

bei den musik-apps stinkt android im vergleich zum iphone ja voll ab!

Freebird
00
20.10.2011, 18:39

Ja, wie sonst auch, aber gerade hier ist es augenfällig.

Kaffeeschlürfer
21
5.10.2011, 15:49
bei Android hat man immerhin die Wahl ...

und der BeatMaker ist eine Apple App ...
Für´s Android gibts da RD3 und SPC ...
Kosten beide rund 3€ in der Vollversion ...
Nicht blöd reden wenn man sich nicht auskennt ...
Naja ... iTunes is ja die goldene Kuh ^^

Nikolaus Backhuhn // master expert
00
8.11.2011, 14:08
warum soll beatmaker eine apple app sein ?

aber abgesehen davon, die beste app zum musik machen ist mM nicht beatmaker, sondern das original zu beatmaker namens nanostudio

und niemals zu vergessen ist probellerhead rebirth, am ipad wundervoll, am iphone bissl klein

Moist von Lipwig
00
4.10.2011, 12:24
Wenn nur die Bedienung nicht so grauslich wär...

Potis u. Fader per Touchscreen zu bedienen ist nicht so das gelbe vom Ei imo. Rebirth zB könnte ich mir am größeren iPad-Screen zwar ganz gut vorstellen, am phone/pod ist es aber einfach nur ein Graus.

Nikolaus Backhuhn // master expert
00
8.11.2011, 14:09
aber nur

weils extrem lausig portiert wurde, ohne multitouch, zoomfunktion und grab is furchtbar, am ipad is rebirth super, ims20 würd mich noch interessieren

t 3
 
00
5.10.2011, 10:11
die noch spannenderen

musik-apps (inkl. rebirth) gibts deswegen auch auf dem ipad. die ganzen korg-sachen z.b., uvam...

Tapabble
00
4.10.2011, 11:27
Toll auch die WIST-Technik bei iOS-Synths

Etwa Korg IMS-20 auf dem einen iPad und ReBirth auf dem zweiten: Drahtloser Sync mit Auto-Beatmatching auf beiden Geräten via Bluetooth. Läuft perfekt, kinderleicht einzurichten und stabil über Stunden.

Beeindruckend ebenfalls: Inzwischen gibt es über 60 Apps, die mit der übergreifenden Copy&Paste-Technik AudioCopy ausgestattet sind.

Nikolaus Backhuhn // master expert
00
8.11.2011, 14:10
yes

auch zweimal rebirth is super :)

DaHauns
07
3.10.2011, 19:25

So, liebe Google-Leute, jetzts schaut euch die hier genannten Apps an, stellt euch kurz die Frage, warums auf Android so mager ausschaut mit Audio-Apps - und repariert endlich mal den katastrophalen Audiostack!
Schon ein bissl lächerlich, daß der 3434er-Bug schon seit 2 Jahren im Bugtracker ist und noch nicht mal reviewed...

woswoasios
11
4.10.2011, 14:03
Natürlich weiss jeder das Android

da weit hinten ist.
Sehe aber kein Problem, da ca. 98% das Handy für etwas anderes benutzen.
Aber freuen sie sich, dass sie zu einem überlegenen Gerät gegriffen haben - und locker bleiben.

Fuzzface
01
4.10.2011, 06:56

Das ist leider symptomatisch für Android: An der Oberfläche wird rumgebastelt, ständig werden neue Features gebracht, die das System angeblich iOS "überlegen" machen, und das Basissystem hat in einigen Bereichen nach wie vor gravierende Schwachstellen.

Ist natürlich auch eine Frage der konkreten Anwendung. Für alles was (abgesehen von MP3's hören) mit Musik zu tun hat, ist Android jedenfalls tatsächlich ein NoGo.

DaHauns
00
3.10.2011, 19:28

Äh...sollte eigentlich unter das Posting von t3.

Kräuterpfarrer Escobar
01
3.10.2011, 18:41
Suche für Android die Supersimpelmusikapp

Kennt jemand eine App, die wie der Winamp auf dem PC den Sound rein auf Ordner-Ebene abspielen kann? Gerade, dass er die Songtitel noch aus den MP3-Metainformationen lesen darf, der Rest wird vom Dateisystem bestimmt.

Leider macht das Winamp für Android auch nicht. Alles irgendwie so iTunes-Klone - mit dem kann ich nix anfangen.

Und wenig Strom solls auch brauchen, nicht wie der Winamp für Android.

Eigentlich wär der "Poweramp" gar nicht schlecht, aber das Ding ist absolut unbedienbar.

Laughing Magician
00
4.10.2011, 12:49

ich glaube (bin mir nicht 100% sicher) meridian müsste das können...

Kräuterpfarrer Escobar
00
4.10.2011, 20:30

DANKE!! Du bist mein heutiger Held!

Nachdem ich noch die Option mit der Sortierung nach Dateinamen anstatt alphabetisch gefunden habe, hat es sich tatsächlich als das perfekte Programm herausgestellt.

JamesMoriartie
11
3.10.2011, 19:23

Hab mich früher auch dagegen gesträubt ein Musikprogramm mit "Bibliothek-Funktion" zu verwenden und wollte am liebsten meine Musik per drag & drop auf den mp3 Player ziehen...

Irgendwann bin ich aber dann doch auf iTunes umgestiegen und kann mir heute ehrlich gesagt nicht mehr erklären warum man es anders haben will.. drag & drop ist nur auf den ersten Blick "einfacher" iPad, iPod und Windows Phone einfach anstecken, kurz warten und schon sind meine mp3s und alle Playlisten genau so auf den mobilen Geräten wie auf meinem Laptop.

Wenn man iTunes nicht mag: zumindest unter Linux hab ich schon ganz nette Programme gesehen die ähnlich einfach funktionieren, denke für Windows sollts da auch was geben.

Kräuterpfarrer Escobar
06
3.10.2011, 20:17

Nur mal ein Grund auf die Schnelle:

Eine einzige Compliation, und das ganze System versagt kläglich. Aus einem Ordner werden 25 Interpreten. 10 Compilations, und die Übersicht über die Interpreten explodiert.

iTunes war der Grund, warum ich mein iPhone und Apple so zu hassen begann, dass ich es dankend der Firma zurückgegeben habe und mir damals um Hunderte Euros eines der ersten Nexus S besorgt. Mir ist echt eine Last von der Seele gefallen, als ich endlich iTunes deinstallieren konnte. (Was bei dem aufgeblähten Dinosaurier von Programm ungefähr 30 min gedauert hat, bis ich ein unerwünschtes Service nach dem anderen aus der Liste geklickt hatte.)

JamesMoriartie
00
4.10.2011, 15:57

Versteh das Problem nicht - ich hab zig Compilations / Alben - zum teil vom Amazon mp3 store / iTunes und auch gerippt von CDs - kein Problem mit Compilations die werden schön brav so angezeigt wie man sich das vorstellt?!

Ehrlich gesagt seh ich als einzigen Punkt der gegen Musikprogramme mit Bibliothek spricht, wenn man seine mp3s nicht ordentlich getaggt hat *hust* was bei legal erworbenen nicht der fall sein dürfte *hust* dann ists aber klar, dass das ned hinhaun kann und da kann iTunes bzw. Programm X nix dafür ;)

(°)(°)
40
3.10.2011, 20:46

Die tags von deiner compilation zu bearbeiten ist dir nicht eingefallen, oder?

°°__°°
02
4.10.2011, 07:11

Hab ich mir auch gedacht aber 2007 hab ich mich dazu durchgerungen und es ist einfach perfekt.

Musik aus ordnern zu hören ist 1999

Kaffeeschlürfer
10
5.10.2011, 16:16
iTunes der Genickbruch für Musiksammlungen!

du darfst gerne meine 200Gb Musiksammlung aufarbeiten und für iTunes tauglich machen ...
Ich finde dieses Programm nur zum kotzen ... wenn man schön brav alles im Store kauft mag es vielleicht funktionieren, ich hab aber rund 100Gb gerippte Vinyls auf Festplatte wo ich bestimmt nicht jede Datei einzeln bearbeiten werde ...

Kräuterpfarrer Escobar
08
3.10.2011, 21:44

Wozu, wenn ich's fix und fertig in Ordnern vorliegen habe? Und diese Ablageform auf dem PC 100%ig perfekt und störungsfrei seit Jahren funktioniert?

Ich bin kein Musik-Buchhalter, der seine Freizeit damit verbringt, die ID3-Tags zu korrigieren. Da hab ich echt besseres zu tun. Ich hör die Musik lieber, anstatt sie zu taggen.

Martin Hiltmann
00
4.10.2011, 16:52
nur als Tipp

Ich verstehe Ihren Standpunkt schon, sauberes Tagging macht aber vieles leichter.
Nur so als Tipp:
Unter Windows kann mp3tag das mit ein paar Mausclicks automatisch (tags aus Verzeichnis- oder Dateinamen erstellen) - auch über viele Verzeichnisse und Dateien auf einmal hinweg.

Kräuterpfarrer Escobar
00
4.10.2011, 20:29

Auch das will ich nicht. Der MP3-ID3-Tag soll erhalten bleiben, wie er ist. Bei einer Compliation sollen da 20 Unterschiedliche Interpreten drin stehen, weil es nun mal auch 20 verschiedene Interpreten sind.

Der ID3-Tag macht auch für mich voll Sinn - ich will am Player natürlich Interpret und Songtitel in voller Länge stehen ohne irgendeinen Durchnummerierung davor oä.

Aber nichts desto trotz bleibt die Gliederung nach Tonträger selbst in Ordnern im Filesystem. Das System funktioniert zu 100% perfekt, fehlerfrei und ohne, dass ich irgendwas dabei vermisse.

Das Umtaggen zwecks brauchbarer Darstellung in iTunes & Co ist eigentlich eine Verfälschung der Daten.

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