Japanischer Felsentümpel-Moskito

Neue Gelsenart in Österreich aufgetaucht

3. Oktober 2011, 14:43
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    foto: archiv

    Aedes japonicus überträgt in Ostasien die Japan-Encephalitis.

Aedes japonicus überträgt in Ostasien die Japan-Encephalitis - Chancen auf weitere Ausbreitung in Österreich "leider sehr gut"

Wien - Die ungewöhnlich hohen Temperaturen Anfang Oktober haben auch den hiesigen Gelsen eine unverhoffte Saisonverlängerung beschert. Sollten sich die Plagegeister demnächst nach wintersicheren Quartieren in Kellern, Scheunen und Kanälen umsehen, könnte sich zu den heimischen Arten auch ein exotischer Gast gesellen: Der Ökologe Bernhard Seidel hat erstmals in Österreich die Japanische Buschmücke, auch Japanischer Felsentümpel-Moskito (Aedes japonicus) genannt, nachgewiesen. Der Fund ist dabei nicht nur von zoologischem Interesse, immerhin überträgt diese Gelsenart in Ostasien die Japan-Encephalitis.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Aedes japonicus war Japan, Korea und Südostchina, inzwischen ist sie jedoch bereits in diversen anderen Regionen der Welt und auch in Europa gefunden worden, erklärte Seidel. Bei der kürzlich in Budapest stattgefundenen Tagung der "European Mosquito Control Association" hat der Wissenschafter seine Ergebnisse vorgestellt.

Klassischer Kulturfolger

Nach den bisherigen Untersuchungen Seidls ist die Art ein klassischer Kulturfolger, die etwa in Regentonnen und anderen länger mit Wasser gefüllten Behältern oder in abgelegten alten Autoreifen brütet. Sie komme aber auch im Freiland in Höhenlagen bis über 600 Meter vor. Bevor sich die zuständigen Bundesstellen nicht mit den Ämtern der betroffenen Landesregierungen über die weitere Vorgangsweise beraten haben, will Seidel nicht sagen, wo er die Buschmücke nachgewiesen hat.

Seidel glaubt nicht, dass die Ausbreitung dieser Art im Zusammenhang mit der Erderwärmung steht. "Die aktuellen Daten belegen eindeutig, dass diese Art eine überaus robuste Form darstellt, die selbst Wintersituationen in Hügel- und Berglandgebieten besser meistern kann als die eingesessenen Gelsentypen", so der Wissenschafter. Ihr Nachweis sei vielmehr im Zusammenhang mit dem globalen Handel und als "Anzeiger der geringen hygienischen und qualitativen Sicherungen im Bereich der Einfuhren und des Transitwesens".

Gute Chance auf Ausbreitung

Die Chancen auf eine weitere Ausbreitung in Österreich bewertet Seidel als "leider sehr gut". Auch bei den heimischen Gelsen gebe es nur punktuell brauchbare Gegenmaßnahmen. Seidel verweist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass "Aedes japonicus" in Ostasien die Tropenkrankheit "Japan-Encephalitis" überträgt. Das tut auch die "Asiatische Tigermücke" (Aedes albopictus), die mit Glücksbambus verstärkt nach Europa und auch Österreich importiert wird, wie die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) vor zwei Jahren gewarnt hatte. (red/APA)

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Posting 1 bis 25 von 51
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Xiongerl
00
Kein Geheimnis wo die sind

Niederösterreich. Häufig und stichfreudig. Habe mir letztes Jahr eine Insektenlampe zugelegt, denn Gelsenstecker wirken nicht so gut wie üblich. Jetzt wird es wieder wärmer, werde mir weitere Insektenlampen zulegen, auch fürs Büro.

LingLom
12
4.10.2011, 13:29
willkommen!

pox vobiscum
11
4.10.2011, 14:31
NEIN!!!

Sogenet
01
4.10.2011, 13:04
"Überträger von Krankheitserregern wie den West-Nil-Virus und von verschiedenen Arten von Enzephalitis-Viren"

http://tinyurl.com/6dr8hp7

Na, das kann ja lustig werden.

Freue mich schon auf die nächsten Pandemiewarnungen in Europa und die entsprechenden Initiativen der Pharmaindustrie...

Emiliano Zapata
 
04
4.10.2011, 10:12
der name ist aber schön poetisch

den muss man sich ja auf der zunge zergehen lassen...
und sie ist in ö, weil sie nach dem reaktorunfall von fukushima mutiert sind und daher weitere strecken fliegen können...

tatzelwurm
08
4.10.2011, 08:50
Und das meinte Bernhard Seidl vor 2 Jahren

"Für die Schweiz und angrenzende Teile Deutschlands meldeten Wissenschafter der Universität Zürich kürzlich die Einwanderung der Asiatischen Buschmücke "Aedes japonicus", die als Überträger mehrerer tropischer Krankheiten gilt. In Österreich ist Seidel der neue Gast noch nicht untergekommen. Der Grund für Seidels Entwarnung ist einfach: Es gibt in Österreich bereits einige Gelsen-Arten, welche die Krankheiten - theoretisch - übertragen könnten. Die Buschmücke würde - so sie kommt - nicht viel an der Situation ändern, sagte Seidel am Montag gegenüber der APA."
siehe auch: http://sciencev1.orf.at/news/156653.html [31.08.2009]

Damals konnte er noch nichts damit verdienen ...

tatzelwurm
02
4.10.2011, 08:21
So, so, der Seidel hat eine neue Gelsenart entdeckt ...

Verdient er an den einheimischen Gelsen noch nicht genug?

Kauft, Leute, kauft beim Seidel den Bacillus thuringiensis israelensis. Er ist euch gerne bei der Anwendung behilflich (denn davon lebt er: uneigennütziger Gelsenberater für Gemeiden).

weltfremder
00
4.10.2011, 08:26

wenns was nützt

tatzelwurm
03
4.10.2011, 08:39

"Bevor sich die zuständigen Bundesstellen nicht mit den Ämtern der betroffenen Landesregierungen über die weitere Vorgangsweise beraten haben, will Seidel nicht sagen, wo er die Buschmücke nachgewiesen hat."

Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Eine kleine Erpressung, damit er den Exklusivauftrag bekommt.

Wäre er Universitätsprofessor, so stünden hier 20 Postings "Der will doch nur Forschungsgelder".

weltfremder
00
4.10.2011, 08:42

als unternehmer, der er ja anscheinend ist, steht es ihm aber, zu seine wissen zu schützen und zu verwerten.

fizcaraldo
00
4.10.2011, 10:06

Nicht wenn die Gelse so bedrohlich ist wie er angeblich behauptet. Das ist ja so als wüsste ich, dass irgendwo Minen herumliegen, ich aber erst sage wo genau wenn meine Firma exklusiv mit der Entfernung beauftragt wird.

weltfremder
00
4.10.2011, 10:16

Die zuständige Bundesstellen wisse aber anscheinend, wo die Gelsen sind. Werden sich wie bei den Minen auch nicht einigen können wer zahlt ;-)

tatzelwurm
08
4.10.2011, 09:00
In der Öffentlichkeit tritt er aber als unabhängiger Forscher auf!

Gegen eine bezahlte Anzeige wäre ja nichts einzuwenden. Aber Bernhard Seidel verkündet jedes Jahr via APA eine Gelsenplage (heuer: "200 mal mehr Gelsen als im Vorjahr") und tarnt sich als völlig unabhängiger Wissenschaftler.

weltfremder
01
4.10.2011, 09:07

mit der gelsenplage gebe ich ihnen recht, auf die warte ich auch jedes jahr. (wenn sie allerdings wirklich kommt, dann ist es wirklich heftig dort wo ich herkomme)

tigermuecke
00
4.10.2011, 08:18

2008 war sie schon in der Schweiz:

http://www.nzz.ch/nachricht... 36461.html

geordie
21
4.10.2011, 00:27
oh mein Gott!!

wie werden alle sterben!!!!!

aufgeklärtbisheiter
04
4.10.2011, 01:44

Jo, ich schätze, das werden wir :-)

Er, der über Floridsdorf wacht
04
3.10.2011, 21:54
Das Viecherl auf dem Foto

schaut mehr wie eine Tigermücke aus. Eine solche habe ich in Spanien sanft gekillt und im Mikroskop angeschaut. Sie sind kleiner als unsere und sehen (ohne Mikroskop) mehr wie kleine schwarze Fliegerln aus. Sie oder ihre Schwestern haben mich mehrmals gestochen und die Stiche juckten tagelang.

Das Gemeine bei dieser Gelsenart ist, dass sie tagsüber fliegen und stechen, auch in voller Sonne, wo sich heimische Gelsen dezent zurückhalten. Wenn sie sich vermehren, haben wir also Tag und Nacht Gelsen! Wird lustig beim Sonnenbaden!

Krankheiten übertragen sie bei uns (noch!) nicht, weil passende Kranke fehlen, die übertragbare Viren haben.

Ich hör' jetzt auf, denn es juckt mich schon wieder...

Das scheue Reh
00
4.10.2011, 08:47

Ich kenn nur die großen Tigermücken. Die Vieher sind ca. 3x mal so groß wie die unsrigen, tagaktiv und sehr laut.

foits owi liegts unt a scho
00
3.10.2011, 20:26
sind die gestreiften füße typisch für die art?

kleiner Schelm
02
4.10.2011, 08:20

Es gibt noch eine andere, weitaus größere Art mit gestreiftem Fell ...

ad vocem
05
3.10.2011, 22:25

Nein, die hat sich das eine Viecherl nur als Kriegsbemalung drauf gepinselt, um furcherregender auszusehen ...

pox vobiscum
00
4.10.2011, 14:40

Da auch bei denen nur die Weibchen stechen (glaube ich zumindest) hat sie sich eher hübsch gemacht, die gestreiften Füßchen passen ja gut zum Rest des Körpers und sehen auch sehr elegant aus. :)

tablespace65
05
3.10.2011, 19:50
Der Glücksbambus, der eigentliche in Trojanisches Pferd ist...

weltfremder
01
4.10.2011, 08:34

und babus ist er auch keiner

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