Observatorium bereits jetzt das leistungsfähigste seiner Art

3. Oktober 2011, 19:38
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Ein Drittel der geplanten Antennen fertig - Bau am Verbundteleskop soll voraussichtlich binnen zwei Jahren beendet sein

Garching - Obwohl sich die Anlage eigentlich noch im Bau befindet hat das Alma-Observatorium (Atacama Large Millimeter/Submillimeter Array) in der Atacama-Wüste im Norden Chiles bereits seinen wissenschaftlichen Betrieb aufgenommen. Noch unfertig ist das Observatorium schon jetzt das leistungsfähigste Teleskop seiner Art, wie die Europäische Südsternwarte (Eso) am Montag in Garching bei München mitteilte. In der Atacama-Wüste, einer der trockensten Gebiete der Erde, finden die Forscher den Angaben zufolge unübertroffene Beobachtungsbedingungen vor.

Ein Drittel der geplanten Antennen fertig

Bisher seien etwa ein Drittel der 66 geplanten Antennen auf dem 5.000 Meter hoch gelegenen Chajnantor-Plateau errichtet. "Bereits in dieser frühen Phase ist Alma leistungsfähiger als alle anderen Submillimeter-Teleskope", erläuterte die Eso als europäischer Partner des Projekts. Das erste veröffentlichte Bild eröffnet nach Angaben der Forscher den Blick auf ein Universum, das für Teleskope, die im sichtbaren und infraroten Licht arbeiten, vollkommen unsichtbar ist.

Alma beobachtet mit Hilfe der Antennen das Universum bei Wellenlängen im Millimeter- und Submillimeterbereich. Die Astronomen können auf diese Weise sowohl extrem kalte Objekte - wie beispielsweise die dichten Wolken von interstellarem Gas und Staub, in denen sich neue Sterne bilden - als auch sehr weit entfernte Objekte im frühen Universum erforschen.

Das Projekt wird gemeinsam von Europa, Nordamerika und Ostasien in Zusammenarbeit mit Chile getragen. Das Verbundteleskop wird voraussichtlich in etwa zwei Jahren fertiggestellt sein. (red/APA)

  • Die Antennen-Galaxien (NGC 4038 and 4039) in rund 70 Millionen Lichtjahren Entfernung. Das Foto kombiniert Aufnahmen des Alma-Observatoriums zweier unterschiedlicher Wellenlängen mit einem Bild des Hubble Weltraumteleskops.
    foto: alma (eso/naoj/nrao) hubble space telescope

    Die Antennen-Galaxien (NGC 4038 and 4039) in rund 70 Millionen Lichtjahren Entfernung. Das Foto kombiniert Aufnahmen des Alma-Observatoriums zweier unterschiedlicher Wellenlängen mit einem Bild des Hubble Weltraumteleskops.

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