Rauchen begünstigt die Volkswirtschaft durch Tabaksteuer und "gesparte"
Pensionen
Das niederländische Gesundheitsministerium wollte ein für alle mal Gewissheit: Eine Kostenkalkulation sollte Auskunft geben, ob dem Staat schlanke, übergewichtige, rauchende oder nichtrauchende Menschen am teuersten kämen. Das Ergebnis: Schlanke Nichtraucher verursachen der Volkswirtschaft die größten Kosten. Sie leben im Schnitt sieben Jahre länger als Raucher und vier Jahre länger als Menschen mit einem Body Mass Index, der über 30 liegt. Dementsprechend belasten die längeren Behandlungskosten und die an Nichtraucher auszuzahlenden Pensionen die Volkswirtschaft, rechneten die Niederländer vor.
Die Krux an der Sache: Wie bei fast jeder Studie zum Thema Rauchen gibt es eine andere Studie, die das genaue Gegenteil behauptet.
Das Institut für höhere Studien berechnete für Österreich einen jährlichen Produktivitätsausfall von 1,85 Milliarden Euro durch das Rauchen. Selbst wenn "positive" Effekte, wie nichtauszuzahlende Pensionen oder Tabaksteuer berücksichtigt würden, reiße der Tabak jedes Jahr ein 659 Millionen Euro großes Loch in den Staatssäckel, so das IHS.