Analyse

Amazon verkauft Kindle Fire deutlich unter Produktionskosten

Andreas Proschofsky, 3. Oktober 2011, 09:44
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    grafik: amazon

    Geld will Amazon beim Kindle Fire vor allem mit dem Verkauf von Musik, Videos, Büchern und Apps machen.

Hersteller hofft offenbar auf Medienkonsum und Einnahmen aus App-Verkauf

Für die Präsentation seines Android-basierten Tablets hatte sich Amazon bis zuletzt einen echten "Knaller" vorbehalten. Das Kindle Fire soll um 199 US-Dollar erhältlich sein, und ist damit erheblich günstiger als die gesamte vergleichbare Konkurrenz.

Gestützt

Angesichts der trotzdem recht aktuellen Hardwareausstattung waren schnell Spekulationen aufgekommen, dass Amazon den Preis des Tablets subventioniert, ähnlich wie es etwa bei Spielekonsolen häufig der Fall ist. Eine aktuelle Studie von iSuppli scheint dies nun zu bestätigen, demnach liegen alleine die reinen Hardwarekosten bereits über dem Listenpreis.

Kosten

So veranschlagt iSuppli alleine für die Komponenten und deren Zusammenbau in Summe rund 210 US-Dollar, Vertrieb, Werbung, Entwicklung und ähnliche Faktoren sind dabei noch nicht einmal eingerechnet. Alleine das 7-Zoll IPS-Display mit einer Auflösung von 1024x600 Pixel soll mit 87 US-Dollar zu Buche schlagen.

Einnahmequellen

Amazon hofft hier also offenbar auf eine Querfinanzierung, immerhin ist das Tablet ganz auf den Konsum der diversen Services des Herstellers ausgelegt. Nicht nur beim Kauf von Filmen, Musik und Videos, auch bei Spielen und Anwendungen verdient Amazon mit. Immerhin befindet sich auf dem Kindle Fire zwar eine Anbindung an den Amazon-eigenen Android App Store, der offizielle Android Market bleibt dem Unternehmen mit seiner Android-Abspaltung allerdings verwehrt.

Schätzungen

Einschränkend sei erwähnt, dass es sich bei den von iSuppli ermittelten Werten derzeit um Schätzungen handelt, da die Hardware ja offiziell noch gar nicht erhältlich ist. Am Umstand, dass der Kindle Fire quersubventioniert wird, wird aber wohl auch eine eingehendere Analyse kaum etwas ändern.  Ein unter diesem Blickpunkt besonders interessantes Detail am Rande: Bislang betont Amazon, dass man dem Aufspielen von alternativer Firmware keine großen Hürden in den Weg stellen wird.  Damit könnte sich das Fire auch als beliebtes - und vor allem kostengünstiges - Gerät in der Android-Modding-Community etablieren - selbst wenn der Hersteller mit entsprechend geknackten Geräten wohl in vielen Fällen einen Verlust machen wird. (apo, derStandard.at, 03.10.11)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 71
1 2
MacWeißer
00
14.10.2011, 19:10
der staatsbankrott ist ohnehin die einzige zukunftsperspektive

Ghettoblaster
01
13.11.2011, 12:30
Es ist richtig das gestohlene Geld den Bürgern zurückgeben

i binsda heini
00
4.10.2011, 18:05
Solange hielt die

Preisvorgabe; es gibt eigentlich kein posting, das zeigen würde, irgendjemand hätte dies begriffen, oder hätte begriffen, dass ein derartiges Stück auch in der Her-Stellung überhaupt etwas kosten.

derunbestechliche
00
4.10.2011, 16:18

LT. eDataSurce wurden bei Amazon am ersten Vorverkaufstag 95.000 Stück bestellt bzw. abgesetzt.

derunbestechliche
00
5.10.2011, 16:26

Aktuell sind es 250.000 verkaufte Tablets in den ersten fünf Tagen.

4freedom
01
4.10.2011, 11:38
Derweil ist das Fire nur in den USA erhältlich,

Alle neuen Kindles ebenfalls. Man wird sehen, was überhaupt nach Europa oder in das sonstige Ausland kommt und welche Preise dann verlangt werden.

Kindle mit 3G und Tastatur für 189 USD (276 USD mit Lederhülle, Beleuchtung und DHL Versand innerhalb 5 Tagen nach Afrika) wird weltweit verkauft und ist dzt. die beste Alternative wenn man fernab jeder Buchhandlung Literatur braucht. Perfekt auf Reisen - Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Harbachoed - Vize
20
4.10.2011, 11:04
Zu mehr als roten Stricherln

sind richtige bashlinge nie fähig gewesen.

Harbachoed - Vize
20
4.10.2011, 11:02
Mehr als zu roten Stricherln

sind die bashlinge wieder einmal nicht fähig - waren sie noch nie.

gomaxgo
 
22
3.10.2011, 20:35
was mich immer wieder wundert und hier

hartnaeckig unter den tisch faellt ist, all dies hat zu etwa 80% mit den Stueckzahlen zu tun und sonst gar nichts. Hier reden immer Leute die nachweislich von der Sache keine Ahnung haben. Beispiel, dieses Ding kostet in der Fertigung vielleicht $ 200,- wenn 5000 Stueck gefertigt werden. Wenn vielleicht eine million stueck gefertigt werden (wahrscheinlich sind es mehr) kostet dies pro stueck nicht mehr als etwa $ 40,- , wenns vielleicht 5 millionen stueck sind, (realistisch) sinds etwa nur noch 20,- und da pendelt sich das ein. der verlauf ist in etwa wie eine e-funktion, was das ist weiss ein jeder der in der schule nicht geschlafen hat.

Harbachoed - Vize
10
4.10.2011, 10:21

wie kommst du darauf?

was ist mit Herstellungskosten,

was ist mit Forschung,

was ist mit Entwicklung?

Harbachoed - Vize
00
4.10.2011, 10:32

sicher tragen FE, Lizenzen etc am meisten zur Kostendegression bei, aber auch spezielle Fertigungsanlagen.

Für mich ist entscheidend, dass die meisten nur das Gehäuse sehen, am liebsten aus Kunststoff, weil sie das als billig wähnen.

Etwas klügere sehen noch die Innereien, dann ist es aber auch schon aus mit der Vorstellungskraft.

Übrigens muß ein reply nicht immer ein totales Kontra sein ;)

M.Honeybee
00
4.10.2011, 10:12

Kleine Korrektur: Die Preiskurve ist schon weit flacher (gehen´s von ca. 30% bis 1 Mio. aus). Gleiches glauben Leute z.b. bei Batterien für E-Autos (sollen dann bei hohen Stückzahlen 1/4 kosten...das ist halt leider schon noch falsch ;-)

plebs et principes
00
4.10.2011, 10:00

richtig! die gehen wahrscheinlich von einer best. aber eher nieder geschätzten stückzahl aus. apple hat sicher 30% nettogewinn bei den tablets, werden ja billig in china prodzuiert - so does amazon.
ich finde das eher als gag, um als 'robin hood' der tablets-anbieter zu gelten und damit spotbillig. also gibt es einen verkaufsanzreiz und die leute kaufen es.
wer verkauft etwas ohne gewinn? amerikanische firmen? sichhher!

Majakowski
00
3.10.2011, 22:02
Keine Ahnung... 2

Apple steigt beim iTunes Musicstore mit Null aus. Macht weder Gewinn noch Verlust dort. Das Geld machen die mit den Geräten.
Amazon versucht, wie die Spielkonsolenhersteller den anderen Weg - billiges Gerät, und Gewinn über die verkauften Inhalte.
Rein rechnerisch stimmt es zwar, dass höher Stückzahlen niedrigere Kosten verursachen, trifft aber auf diesem Sektor nicht wirklich zu, wie man aus dem Spielkonsolen Beispiel lernt. Die Playstation 2 wurde um 50 $ unter ihrem Wert verkauft, es wurden am ersten Tag 1 Mio. PS verkauft, diese 50 Mio. muss man erst wieder einmal reinbringen.
Deshalb verkauft Amazon sein Fire auch nicht vom ersten Tag an weltweit, sondern führt es erst nach und nach auf anderen Märkten ein, wenn dort genug Verkaufbares

Wolfgang Ullram
01
8.10.2011, 11:54
muahahahaha

istore nullsummenspiel?
muahahahahaha

allein bei den ezines schneiden die ohne irgendeiner leistung 30% mit.

bei der musik ähnlich

und in europa die doppelten deppen:

song in usa 99 us $ cents
derselbe in europa 119 € cents

nullsummenspiel istore
selten so gelacht

Dr.Michi
00
25.10.2011, 10:39

30% ist ganz OK finde ich, die machen Abrechnung, Bereithaltung, Speicher, das Gedächtnis (man kann Jahre später das Buch nochmal runterlasen ohne etwas zu bezahlen), das Verteilen auf alle Geräte mit gleichem account, software (iTunes), stellen das DevKit Kostenfrei zur Verfügung, etc. Eigentlich ein guter Deal.
Zu den Musikkosten: Es gibt eben auch unterschiedliche Rahmenbedingungen in unterschiedlichen Ländern (MWSt, Verwertungsabgaben, Infrastrukturkosten) - Telefonate kosten auch verschieden viel in unterschiedliche Länder.

Mohl
 
00
24.10.2011, 15:43
Naja...

... Ganz ohne Leistung ist es nicht. Apple stellt ja die Infrastruktur, Server, Leitungen, eine Mannschaft die das alles wartet,....
Aber Nullsummenspiel ist das ganze sicher nicht, da haben Die wohl recht. Um Apple muss man sich finanziell sicher keine Sorgen machen...

Majakowski
00
3.10.2011, 21:55
Keine Ahnung...

Nun ja, ganz so stimmt das nicht.
Ein guter Vergleich dazu sind Spielkonsolen, welche, bis auf Nintendo, auch alle unter dem verkauft werden, was sie eigentlich in der Produktion kosten. Deshalb sind die Teile auch so lange am Markt, da sich die Kosten erst über die verkauften Spiele rechnen. Dann kommt der technische Fortschritt und aus einer PlayStation wird dann eine Playstation Slim oder was auch immer, mit wesentlich weniger Chips drinnen und dann erst rechnen sich die Dinger irgendwann.
Gleich hier, Amazon muss mächtig über das Fire in seinen Stores verkaufen, damit es sich rentiert.
Ansonsten würde die Dinger so viel kosten wie die Apple iPads, da wird die Hardware verkauft, über die Stores macht Apple wenig bis keinen Gewinn.

Sarang He
10
3.10.2011, 23:45
dass z.B. Spielekonsolehersteller

ihre Geräte unter Produktionskosten abgeben, ist nur Teil einer uralten eigentlich simplen Marketingsstrategie. Der Käufer soll das Gefühl haben, einen guten Kauf gemacht zu haben.

Ansonsten machen die Unternehmen mit den Konsolen genauso ihren Gewinn, auch wenn er vielleicht etwas geringer als üblich kalkuliert wird, da mit den Spielen und Zubehör das Hauptgeschäft gemacht werden soll.

Harbachoed - Vize
00
4.10.2011, 16:29

da hast aber schon ein loch in der Logik

Sarang He
00
4.10.2011, 17:30
Danke, es sollte heissen

Der moderne Mythos, dass z.B. Spielekonsolehersteller
ihre Geräte unter Produktionskosten abgeben , ist nur Teil einer uralten eigentlich simplen Marketingsstrategie. Der Käufer soll das Gefühl haben, einen guten Kauf gemacht zu haben.

Dr.Michi
10
25.10.2011, 10:43

Erste Xbox wurde unter Wert verkauft. Deshalb auch mit riesigem Aufwand gesperrt (der Aufwand alleine wird den Preis um 20% vergrößert haben).
Subventionierte Konsolen (oder Tablets) sind Fortschrittsbremser, da es ja um verkaufte Inhalte geht. Während Apple Interesse hat bald ein besseres Tablett herauszubringen, hat Amazon das nicht.

irata
01
4.10.2011, 09:31

Kling beinahe nach einer Verschwörungstheorie:
Der Hersteller denkt sich eine haarsträubende Geschichte aus, um den Käufer ein gutes Gefühl zu geben - wobei es anfangs aber eher abschreckend klingt.
Wenn das so gut funktioniert ist es ein Rätsel, warum das nicht alle so machen.

Argumentationslinie: Autovergleich
00
3.10.2011, 21:25
Die e-Funktion ist streng monoton _________.

Und jetzt bitte nicht irgendwo ein Minus einbauen, weil sonst produzier ich halt unendlich viele, weil dann ist eh gratis.

gomaxgo
 
10
3.10.2011, 22:36
sie sind einer von denen die tief geschlafen haben

wenn sie eine e-funktion als monoton bezeichnen, dies ist gerade das gegenteil, monoton wirds erst nach der saettigung, ihr leute seid mit ein raetsel, ihr seid doch zur schule gegangen, oder ? ok, wenn sies selbst nich begreifen negieren sie es, d.h am anfang gehts steil nach oben und ab der saettigung wirds linear gleichbleibend.

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