Dorf von Banditen überfallen: 19 Tote

3. Oktober 2011, 06:34

Angriffe auf Zivilisten in mehreren Teilen des Landes

Abuja - Nigeria wird von immer neuen Gewalttaten erschüttert. So hätten im Norden des Landes etwa 150 bewaffnete Angreifer ein Dorf überfallen und mindestens 19 Menschen getötet, teilte die Polizei mit. Staatspräsident Goodluck Jonathan hatte erst am 51. Jahrestag der Unabhängigkeit des seit Monaten von einer Anschlagswelle erschütterten westafrikanischen Land versprochen, wieder für Sicherheit zu sorgen.

Das abgelegene Bauerndorf Lingyado sei am Samstag von etwa 150 mutmaßlichen Banditen überfallen worden, teilte die Polizei mit. Es habe mindestens 19 Tote und sechs Schwerverletzte gegeben. Bei den Angreifern habe es sich vermutlich um "bewaffnete Räuber" gehandelt, "die die Tötung von Kameraden durch eine verfeindete Bande rächen wollten". Ein Polizist, der anonym bleiben wollte, berichtete, die Angreifer seien von Tür zu Tür gezogen und hätten ihre Opfer erschossen oder erschlagen. Mehrere Häuser seien in Brand gesetzt worden.

Zivilisten getötet

Bei einem Angriff auf eine Militärpatrouille nahe einer Hochzeitsfeier im Nordosten Nigerias wurden am Samstag zwei Zivilisten getötet. Wie ein Armeesprecher am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Vorfall in der Stadt Maiduguri. Demnach explodierte eine Bombe und es wurden Schüsse auf die Patrouille abgefeuert. Bei einem anderen Vorfall erschossen bewaffnete Männer am Samstag in Maiduguri einen Fleischer und seinen Gesellen.

Staatschef Jonathan sagte in seiner Ansprache zum 51. Jahrestag der Unabhängigkeit: "Meine Regierung wird keine Mühen scheuen im Kampf gegen Kriminalität, beim Aufbau von Frieden und bei der Sicherung unserer Heimat vor innerer Bedrohung und der Infiltrierung gewalttätiger Gruppen von außerhalb unserer Grenzen." Es sei bereits eine neue nationale Sicherheitsstrategie in Kraft gesetzt worden, sagte Jonathan, ohne Details zu nennen. "Akte sinnloser Wildheit sollen nicht unser Land definieren." (APA)

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