Verlage setzen große Hoffnung in iPad-Rivalen Kindle Fire

2. Oktober 2011, 16:20
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    Amazon-Chef Jeff Bezos stellt "fire" vor

Inhalteanbieter hoffen auf größeren Wettbewerb

Der neue iPad-Rivale von Amazon hat in der deutschen Verlagsbranche die Hoffnung auf größeren Wettbewerb auf dem Tablet-Computer-Markt geweckt. Insbesondere die beherrschende Stellung von Platzhirsch Apple ist den Verlegern ein Dorn im Auge. "Was uns stört, ist, dass Apple die Geschäftsbedingungen diktiert", sagte Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der Geschäftsführung beim Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV), der "Welt am Sonntag".

Starker Mitspieler

Amazon hatte seinen Tablet-Computer Kindle Fire am Mittwoch vorgestellt. Das Gerät kommt am 15. November zunächst nur in den USA auf den Markt. Einen Zeitplan für den internationalen Start nannte Amazon nicht. Nun gebe es nicht nur einen Anbieter mobiler Infrastruktur, "sondern einen zweiten starken Mitspieler", sagte Wolfgang Fürstner, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), der Zeitung. Das verbessere die Situation der Inhalteanbieter und mache sie wieder zu echten statt zu Juniorpartnern.

Großzügiger

Apple verlangt dem Bericht zufolge von den Zeitungs- und Zeitschriftenverlagen eine Beteiligung von 30 Prozent für alle Titel, die im AppStore verkauft werden. Ähnlich sehe das Geschäftsmodell auch bei Amazon aus. Allerdings bekommen die Verlage von Apple nur sehr eingeschränkt Informationen über ihre Abonnenten, wie das Blatt weiter schreibt. Nur wenn die iPad-Nutzer beim Kauf der Weitergabe ihrer Daten zustimmten, erhielten die Verlage diese Informationen, die für sie und für die Werbetreibenden wichtig sind. Der "Welt am Sonntag" zufolge ist Amazon bei der Weitergabe der Daten großzügiger. (APA)

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10 Postings
Gunar Gunarson
00
4.10.2011, 07:49
musikbranche jetzt verlage....

wenn die auch immer nur hoffen (vor 2 jahren haben sie auf das ipad gehofft) wird´s ihnen genau wie der musikbranche gehen.

finde ja heute schon fast jedes magazin als pdf zum kostelosen -wenn auch illegalen - download.

NoComment
00
3.10.2011, 10:28
nur damit ich das richtig verstehe?

auf ein system, dass noch viel geschlossener ist als apples ökosystem, freuen sich die verlage also?

auf ios läuft doch schon die kindle.app - warum stürzen sich die verlage da noch nicht drauf? da braucht man apple keinen cent abzudrücken für diese ebooks!

am kindle fire dagegen kann man ohne amazons kontrolle nicht mal was aus dem web laden, selbst wenn es gratis wäre!

undalleswirdgut
00
3.10.2011, 21:06
... weil dort apple auch indirekt mitschneiden wollte?

alla 30% an apple + 30% an amazon = 40% Verlag/Künstler wenn es über einen InApp-Verkauf gelaufen wäre ... aber ja, kindle oder zinio etc. Plattform-übergreifend wäre für uns alle irgendwie gescheiter ...

NoComment
00
4.10.2011, 08:10

amazon kindle unter ios hat keinen in-app-purchase, daher kriegt apple genau $0 pro kindle download und pro verkauftem buch.

noldman
00
2.10.2011, 22:53
Die sollten sich nicht zu früh freuen.

Erstens die Preispolitik von Amazon ist noch ärger als die von Apple.

Zweitens warum soll Apple weiterhin einen Zwischenhändler = die Verlage akzeptieren?!? Warum nicht direkt Verträge mit den Autoren!

Klar wird es in Spezialsachen auch weiterhin Verlage geben, aber falls Amazon oder Apple ins Verlagswesen einsteigt, dann sind morgen mind. die Hälfte der Verlage Geschichte.

Aber wo ich es überhaupt nicht verstehe ist, wieso Apple oder Amazon nicht Musikgruppen direkt Verträge anbietet. Einfacher als zu Zeiten des digitalen Downloads kann eine Abrechnung gar nicht mehr sein.

CouchDB
02
2.10.2011, 20:41
Ist das ein Hühnerhaufen ?

Vor nicht all zu langer wurde das iPad von der Branche hoch gejubelt - jetzt ist Katerstimmung angesagt.
Na liebe Verlagsbranche wie wäre es die eBooks einfach selber zum Download anzubieten, vielleicht sogar ohne lästige DRM. Und die Preisersparniss gegenüber Apple und Amazon einfach an die Kunden weitergeben (also rund 30 % günstiger) - der Erfolg wäre Euch sicher. Aber Courage kann man Euch wirklich nicht vorwerfen.....

1010001010001010010
00
3.10.2011, 09:39

geht zumindest im deutschsprachigen raum nicht aufgrund der buchpreisbindung.
aber eins ist klar: ich kaufe sicher kein buch mit DRM.

Plugman
00
3.10.2011, 10:07

da kann man aber darauf hinweisen, dass die buchpreisbindung nur dank der verlage auch für ebooks gilt. wenn sie also diese aufgeben, dann wären bessere preise und damit mehr umsätze mit ebooks machbar. der kindle ist als lesegerät unschlagbar, da kann auch kein ipad oder anderes tablet mithalten.

Neid Rider
01
3.10.2011, 11:33
Preisbindung / DRM

Preisbindung gilt auch für eBooks, das ist keine Errungenschaft der Verlage, sondern der Buchhändler: Link: http://www.boersenverein.de/sixcms/me... stands.pdf

Die Buchpreisbindung besagt allerdings nicht, dass eBooks gleich viel kosten müssen wie die gedruckten Bücher, sondern dass jedes eBook nur zu einem Preis angeboten werden darf.
Die Verlage dürfeten die eBooks also ohne weiteres viel billiger machen...

Wem eBooks zu teuer sind bzw. wer sich keine DRM-geschützten eBooks kaufen will, sei auf eine der eBook-Bibliotheken verwiesen, z.B. die AK Bibliothek digital. Hier kann man sich gratis und legal viele eBooks ausleihen.
Link: http://ak.ciando.com

Wowbagger
00
2.10.2011, 19:46

Aber nicht vergessen, liebe Verleger, "Konkurrenz" ist das Zauberwort, wenn Amazon den Platzhirsch gibt, sind sie mitunter schlimmer als Apple:

"In a December 5, 2009 interview with The New York Times, CEO Jeff Bezos revealed that Amazon.com keeps 65% of the revenue from all ebook sales for the Kindle. The remaining 35% is split between the book author and publisher. After numerous commentators observed that Apple's popular App Store offers 70% of royalties to the publisher, Amazon began a program that offers 70% royalties to Kindle publishers who agree to certain conditions."

http://en.wikipedia.org/wiki/Amaz... ness_model

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