Reaktionen

SPÖ über Pröll-Vorschlag erfreut

2. Oktober 2011, 11:34

Kräuter sieht Bewegung beim Koalitionspartner - Opposition kritisiert ÖVP

Wien - Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hat mit seinem Vorstoß für eine höhere Besteuerung von Bestverdienern beim Wirtschaftsflügel der eigenen Partei für Verärgerung gesorgt, der SPÖ dafür aber eine Freude gemacht. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter begrüßte diesen Vorschlag am Sonntag im Gespräch mit der APA und ortete eine "generelle Bewegung" beim Koalitionspartner was die Besteuerung von Vermögenden betrifft.

Immerhin sei nach dem oberösterreichischen Landeshauptmannes Josef Pühringer und der steirischen Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder mit Erwin Pröll nun auch ein "echtes ÖVP-Schwergewicht in die Gerechtigkeitsdebatte eingestiegen", sagte Kräuter. 

Kräuter: 1.500 betroffen

Kräuter sieht den Vorstoß jedenfalls "positiv". Damit werde der Landeshauptmann "Sympathien bei der SPÖ finden". Er selbst sei schon länger ein Anhänger der Idee, den Steuersatz für Einkommen ab 300.000 Euro um mindestens fünf Prozent anzuheben, so der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. Damit würde man wirklich nur Spitzenverdiener treffen. Laut Kräuter wären rund 1.500 Personen betroffen. Das sei aber nur ein Teil. Ziel der SPÖ "ist und bleibt eine Vermögenssteuer ab einer Million Euro".

Grüne: "Ablenkungsmanöver"

Die Opposition kritisiert den Vorschlag von Pröll. Grünen-Vizechef und Finanzsprecher Werner Kogler sprach in einer Aussendung am Sonntag von "Ablenkungsmanöver". BZÖ-Bündniskoordinator Markus Fauland bezeichnete die ÖVP als "Belastungspartei".

Für Kogler ist eine stärkere Belastung von Spitzenverdienern "grundsätzlich ein diskussionswürdiger Vorschlag". Pröll wolle damit aber nur "die Debatte über die dringende Notwendigkeit eines Beitrags der Superreichen und Millionenerben in den falschen Bereich, nämlich die Einkommenssteuer, verlegen". Kogler fordert erneut, dass Superreiche ihren Beitrag zum Bildungs- und Sozialstaat leisten müssen.

Der Vorschlag Pröll belege "einmal mehr, dass die ÖVP die Steuererhöhungs- und Belastungspartei in Österreich ist", meinte wiederum Fauland. Anstatt Steuererhöhungen brauche es eine "faire Flat-Tax". Steuern und Abgaben müssten gesenkt werden, so der Bündniskoordinator. (APA)

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24 Postings
Super Saubär
00
5.10.2011, 14:20
Völlig unnötige Diskussion:

Vom Rechnungshof in den letzten Jahrzehnten zig mal moniert, immer am Widerstand der Landesfürsten gescheitert:

VERWALTUNGSREFORM JETZT!

Da liegt genug Geld drin, und daher ist es völlig obsolet, eine hirnlose Einkommenssteuerdebatte anzuzetteln, die überdies ohnehin nur dazu dient, die längst fällige Vermögensbesteuerung wieder einmal auf die lange Bank zu schieben, weil sie der Klientel der Gummistiefler nicht schmeckt!

Und wenn schon, dann in dieser Reihenfolge:

1) Verwaltungsreform
2) Anpassung der Einheitswerte (überfällig!)
3) Vermögensbesteuerung (saftig progressiv!)

Von den Einkommen bitte die schwarzen, klebrigen Finger lassen, denn das trifft, um überhaupt budgetwirksam zu sein, ganz sicher die Falschen!

werwolfi
02
3.10.2011, 13:12

sind die roten völlig ang'schüttet?
was gibt es da erfreut zu sein? das ist das Gegenteil von den, was sie fordern (oder offenbar vorgeben zu fordern)!

die grünen sind die einzigen, die das korrekt als Ablenkungsmanöver entlarven - die wirklich vermögenden bleiben erneut ungeschoren, diesmal erwischt es eben die etwas besser verdienenden arbeitenden (und auch das nur auf zeit...)

Helmut Hromadnik21
 
02
2.10.2011, 17:12
........". SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter begrüßte diesen Vorschlag am Sonntag im Gespräch mit der APA und ortete eine "generelle Bewegung" beim Koalitionspartner was die Besteuerung von Vermögenden betrifft."......

Wie wär`s mit einer TEPPENSTEUER für SPÖ- funktionäre ?

Erkennt dieser blödmann und seine claqueure nicht, dass dies genau die strategie der ÖVP ist, DIE ECHTEN KAPITALISTEN von jedem beitrag (vermögenssteuer, erbschaftssteuer) zur staatsfinanzierung herauszuhalten ?

Nichts, gegen eine dem einkommen angepasste steuer, ABER NICHT SO !!!

didi111
01
2.10.2011, 16:54
Man könnte ja das Ausbuchsen Prölls aus der VP-Linie ja dahingehend nutzen,

um öffentllichkeitswirksam das Denken der ÖVP zu outen.

Da wird seitens der ÖVP immer von Lesitungsträgern gefaselt, und dann forcieren sie klammheilich LEISTUNGSFREIE Einkommen wie Erbschaften, Schenkungen, Stiftungen,..

Meischberger würde sagen:

Wo ist hier die Lesitung...?

Diese semantischen Antagonismen gehören ohne WENN UND ABER in/an die Öffentlichkeit...

Ph Gudenus
10
2.10.2011, 13:17
Kräuter schreibt, spricht eine 0 zuviel

Post(er)
00
2.10.2011, 13:12

Die Einnahmen dadurch kingen aber wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Mit 1500 Personen kann man doch keine nennenswerten Einnahmen generieren.

RS69
 
00
4.10.2011, 13:44

Das ist eine Täuschung: das oberste 1% der Einkommensbezieher trägt jetzt schon 15% der gesamten Einkommenssteuern bei.

Fantastic Fox
03
2.10.2011, 13:06
Ich bin ein Betroffener.

Mein lohnsteuerpflichtiges Einkommen liegt irgedwo bei knapp unter einer halben Million Euro pro Jahr.

Dafür muss ich hart arbeiten und auf vieles verzichten, sitze auf einem Schleuderstuhl bzw. stehe für einen Weltkonzern in der Auslage.

Der überwiegende Teil meines Lohnes wird bereits mit 50% Steuern belegt.

-

Freunde von mir haben Zinshäuser, Bauland und ähnliches geerbt, arbeiten nichts und leben vom (sehr guenstig besteuerten) Kapitalertrag deutlich besser als ich. Warum sollen die weiterhin sehr wenig Steuern zahlen, wir Nicht-Erben und Viel-Verdiener aber noch mehr Abgaben leisten?

bildungsferneschicht
02
2.10.2011, 14:25
steuern sollen steuern,

die kluft zwischen arm und reich wird immer größer und es muss ein regulativ gefunden werden diese kluft zu verkleinern.im interesse aller.an ein kippen des systems kann niemand interesse haben.(die reichen schon gar nicht).
die erhöhung des höchststeuersatzes ist mm nach der falsche weg.1.gibt es zu wenig fantastic fox um daraus auch geld zu lukriieren. 2.erkenne ich daraus keinen steuerungseffekt.
-erbschaftssteuer
-härtere bestimmungen bei firmenfusionen (kartellwächter)
es muss eben gelingen die kapitalkonzentration und machtkonzentration zu verringern.gegebenenfalls sogar konzerne wie vielleicht auch ihren arbeitgeber zerschlagen.
alles andere führt zur diktatur des kapitals mit wenigen fantastic foxs und vielen working poor.

Helmut Hromadnik21
 
01
2.10.2011, 17:18
Danke, genau so seh ich`s auch !

Fantastic Fox
00
2.10.2011, 16:19
Ich denke, dass es eher

zu einer Abwanderung der wenigen verbliebenen Fantastix Foxs führen wird. Stichwort Brain Drain.

bildungsferneschicht
00
2.10.2011, 20:32
brain drain?no.

wenn ihr arbeitgeber,ein multinationaler konzern,in österreich eine niederlassung oder division betreibt,dann nicht aus liebe zu österreich sonder wegen eigenen monetären interessen.
ist auch nicht verwerflich.
und ein höherer spitzensteuersatz wird die firma sicher nicht aust österr. vertreiben.den eigentümergewinne oder dividenden sind davon ja nicht betroffen.
was aber nichts daran ändert dass ich einen noch höheren spitzensteuersatz als unüberlegten nonsens finde.
es sollte eher die vorraussetzung geschaffen werden,mehr leute in höhere steuerklassen zu führen.
dies gelingt jedoch nur wenn die kapitalkonzentration
gestoppt wird.

Buzz Lightyear
02
2.10.2011, 14:01

Weil's die ÖVP so will.

Fantastic Fox
00
2.10.2011, 16:08
Führt letztendlich dazu,

dass man Spitzenkräfte und gescheite Köpfe ins Ausland vertreibt, und reiche, verwöhnte Unternehmenserben und Stifter anlockt.
Damit sinkt das Niveau in Österreich langsam aber sicher ins Bodenlose.

Nie wieder ÖVP!

IMA
44
2.10.2011, 12:10
Vermögenssteuer

Wer von Vermögenssteuer spricht muss auch die Thematik der Berwertung von Vermögen lösen. Wieviel ist z.b. einie Wohnung wert ?
In Wien jedenfalls mehr als in Eisenkappel. Welchen Wert hat eine Motoryacht. Wie stelle ich fest wer eine hat ? Wie beweget man gewillkürtes Begriffsvermögen ? Nur einige Beispiele.
So wie Faymann über die Vermögenssteuer spricht erkennt man sofort den Populisten. Nachgedacht hat er keine 2 Minuten. Die Kosten der Wiedereinführung der Vermögenssteuer und deren Adminastration fressen wohl den Mehrerlös. Da ist die Erhöhung des Spitzensteuersatzes wohl der pragmatischere Ansatz. Keine Kosten bei der Einhebung und kann nach der Sanierung der Staatsfinanzen wieder angepasst werden (zumindest rein theoretisch)

RS69
 
00
4.10.2011, 13:47

Für Unternehmen ist klar geregelt, wie bewertet werden muss. Das wäre einfach zu übernehmen, und nache einer Übergangsphase auch kaum Zusatzaufwand.

Helmut Hromadnik21
 
01
2.10.2011, 17:33

Bankgeheimnis aufheben, nur vermögen ab einem gewissen minimalbetrag besteuern, dh. eigentumswohnungen, einfamilienhäuser, ein gewisses maß an grundbesitz sollte vermögenssteuerfrei sein.

Einkommen aus arbeit sollte von der vermögenssteuer ausgenommen sein.

Man komme mir nicht mit dem argument der kapitalflucht, die EU hätte es in der hand diese zu verhindern.

Tut sie das nicht, dann austritt.

Buzz Lightyear
01
2.10.2011, 14:04
Finger weg von meinem Gehalt!

Steuererhebung kann sich doch nicht danach richten, wo man am einfachsten zulangen kann.

Wie man die Vermögenswerte berechnet ist nicht mein Problem.

DieWahrheit die niemandwissenwill
10
2.10.2011, 13:37

Was machen z.B. Einheimische Kitzbühler oder Veldener, die seit ewig ein Familiendomizil bewohnen? Müssen die dann an Grasser und Konsorten verkaufen und sich eine billigerer Bleibe irgendwo anders suchen?

Buzz Lightyear
02
2.10.2011, 14:05

Sie müssten einfach nur hackeln, dann können sie die Steuer schon bezahlen.

Mac, il principe
00
2.10.2011, 12:36
alles schon gelöst, kein problem

Informier dich halt wie es die Schweiz, Liechtenstein, England, USA etcetc machen.

Der Busfahrer
12
2.10.2011, 11:56
liebe sozialisten,

das freut mich jetzt unheimlich, dass ihr euch mit pröll einig seid das arbeitende volk weiter zu belasten, statt argarsubventionsmillionäre, erben, oder großgrundbesitzer (z.B. kirche, nachfahren alten adels, etc.) anzutasten.
altes geld möchte einfach unter sich bleiben. diese emporkömmlinge, die sich 60 stunden pro woche für 6tsd brutto im im monat abrackern, sollte es generell per gesetz verboten werden vermögen zu bilden. als politiker leidet man ja nicht so dramatisch, weil man erstens sein gehalt ja selbst bestimmt und jederzeit erhöhen kann, oder aber auch auf anderen wegen sein salär ein bissl aufpeppt. so ein untersuchungsausschuss ist zwar manchmal unangenehm...aber er geht auch wieder vorbei, oder?

rubinek
21
2.10.2011, 12:42
Haben sie den Artikel überhaupt gelesen ?

Von 200 und 300.000 EUR ist die Rede, von 1500 Personen die davon betroffen wären.

Also Menschen die 14x 16000-21000 EUR im Monat brutto verdienen. Das sich diese Menschen abrackern bezweifel ich. Abrackern tun sich die Einkommensschichten, die mit 2000 EUR und weniger brutto im Monat eine Familie ernähren müssen und bei jedem Urlaub und Weihnachten jeden Euro zweimal umdrehen müssen.

Der Busfahrer
01
2.10.2011, 13:24
geh bitte,

das ist doch a schmäh.
1500 personen mal...sagen wir ruhig 20.000 euro mehrbelastung / per anno durch steuern sind 30 millionen.
peanuts!
und das bei 20tsd euro mehr steuern!
bei so einem kleinen personenkreis bringts nicht mal etwas, wenn sie sie komplett enteignen.
im endeffekt läuft es darauf hinaus, dass man an der 50% grenze ansetzt, sonst kann man sich das gleich sparen....

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