Konservative kommen zu Parteitag in Manchester zusammen

2. Oktober 2011, 08:32

Schwache Wirtschaft und Sparmaßnahmen als Hauptthema

Manchester - Im nordwestenglischen Manchester beginnt am heutigen Sonntag der Parteitag der Konservativen von Premierminister David Cameron. Dabei dürften die Tories insbesondere über die schwächelnde Wirtschaft und die in der Bevölkerung unbeliebten harten Sparmaßnahmen der Regierung diskutieren. Mit großer Spannung werden daher die Reden von Finanzminister George Osborne am Montag und von Cameron am Mittwoch erwartet.

Ein weiteres sich abzeichnendes Thema ist die von Europaskeptikern in der Partei geforderte Rückführung von Kompetenzen von Brüssel nach London. Rund 16 Monate nach ihrem Wahlsieg bei den Parlamentswahlen haben die Tories ihre Umfragewerte stabil halten können, anders als die mitregierenden Liberaldemokraten.

Cameron entschuldigte sich für Äußerungen zu Frauen

David Cameron hat sich derweil für seine Äußerungen zu zwei Parlamentarierinnen entschuldigt. Er habe einen "schrecklichen Fehler" gemacht, sagte der Premierminister der Sonntagszeitung "Sunday Times". Cameron hatte zuvor vor laufenden Kameras im Parlament die Abgeordnete Nadine Dorries von seiner eigenen Konservativen Partei als "total frustriert" beschimpft. Zu der sich während einer Debatte aufregenden oppositionellen Parlamentarierin Angela Eagle bemerkte er herablassend: "Komm erstmal runter, Liebes".

"Es ist ganz allein mein Fehler", sagte Cameron nun, nachdem seine Äußerungen zu teilweise heftigen Diskussionen geführt hatten. "Was ich besonders frustrierend finde ist, dass ich ja nicht so ein Typ bin, der sagt 'Okay Schatz, ich bin heute Abend im Pub'. So bin ich nicht. Aber offenbar bin ich genau so rübergekommen." Mit seiner Entschuldigung wollte Cameron das Thema offenbar noch vor dem am Sonntag startenden Parteitag der Konservativen im nordwestenglischen Manchester beenden. (APA/AFP)

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00
2.10.2011, 14:32
"Komm mal runter Liebes" lol

Da hat das Kätzchen aber dann ganz schön die Krallen gezeigt ;)

Welcome to the machine
32
2.10.2011, 10:32

Liebe Briten, holt euch alle Kompetenzen von Brüssel zurück und tretet aus der EU aus. Dann löst die Taue, zieht den Anker ein und treibt über den Atlantik. Damit wäre dann allen geholfen. Danke, und tschüss.

Chien de Pique
00
2.10.2011, 14:54
Es gibt viele mehr oder minder, ganz oder in Teilbereichen euroskeptische Staaten (und wenn der kroatische und wundersamerweise der isländische Beitritt klappen sollten

-was ich mir wünsche, nicht wegen der Euroskepsis der BürgerInnen allerdings, sondern aus dem Rest meiner Europabegeisterung - gibt es gleich zwei mehr), mitnichten bräche ohne die Briten in Europa die EUphorie aus.
Was genau haben die tatsächlich verhindert, wo würde ihr Austritt uns helfen?
Umgekehrt haben wir jetzt einige Probleme durch zu viel Europa zu früh; da hätten wir einige Bremserländer mehr gebraucht, jetzt steht leider das gesamte Projekt relativ nahe am Abgrund, und ob man sich durch einen beherzten Sprung nach vorne retten will und vor allem könnte, scheint zweifelhaft.
Wir brauchen den Mut zum Europa der Vielfalt, der mehr Geschwindigkeiten - es muss nicht jeder alles mitragen und weniger wäre auch beim Euro mehr gewesen.

DuesselDoofer
21
2.10.2011, 12:32
seit seinem konsequenten Durchgreifen....

gegen die Vorstadtchaoten ist mir Cameron noch sympathischer geworden.

schön, dass diese harte Line anscheinend auch vom anständigen Teil der englichen Bevölkerung goutiert wird.

lg

Warentester
00
3.10.2011, 02:03

"seit seinem konsequenten Durchgreifen....
gegen die Vorstadtchaoten ist mir Cameron noch sympathischer geworden."

Was meinen Sie damit genau? Das er erst seelenruhig in seine gesponserten Luxusurlaub verbleib? Dann die Polizei beflegelte? Den Regen beschworen hat, der wesentlich dazu beigetragen hat die Ausschreitungen zu beenden? Das er Chaoten und Krimenellen jeglicher Art faktisch den roten Teppich ausrollt, indem er die Anzahl der Polizisten deutlich reduziert?

Und so goutiert wird es wohl nicht, weil er bleibt stabil und legt nicht zu. Stabil bei einen Wahlergebnis das alles andere als berauschend war, was sich schon daran ablesen lässt, das er trotz des Wahlrechts eine Koalition eingehen musste.

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