Palästinenser

Nahost-Beauftragter Blair "nutzlos"

5. Oktober 2011, 19:41

Mitarbeiter von Abbas kritisiert Vermittlungsarbeit von britischem Ex-Premier - Abbas will allerdings weiter kooperieren

Ramallah - Palästinenservertreter haben scharfe Kritik an dem Beauftragten des Nahost-Quartetts, Tony Blair, geübt. Der frühere britische Regierungschef habe sich in politischen Fragen auf die Seite Israels geschlagen, sagte ein enger Mitarbeiter des palästinensischen Präsident Mahmoud Abbas am Samstag. "Seit kurzem redet er [Blair] wie ein israelischer Diplomat und verkauft die politische Linie Israels. Deswegen ist er für uns nutzlos", sagte Nabil Shaath gegenüber Reportern in Ramallah im Westjordanland.

Blair vertritt seit 2007 das aus Vereinten Nationen, Europäischer Union, USA und Russland bestehende Quartett. Die Palästinenserbehörde habe das Quartett noch nicht gebeten, Blair zu ersetzen, sagte Shaath. Es sei aber klar, dass der 58-jährige Blair in Palästinenserkreisen nicht mehr beliebt sei, fügte er hinzu.

Ein vom Quartett in der vergangenen Woche veröffentlichter Vorschlag zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen habe laut Shaath nur "wenige Schwachstellen", lasse aber zu viel Raum für unterschiedliche Interpretationen. Auf diesem Konzept basierende Verhandlungen könnten sich deswegen über viele Jahre hinwegziehen. Das Quartett müsse seine Aussagen präzisieren, Richtlinien akzeptieren und sich auf ein Ende der Gewalt und einen Baustopp für israelische Siedlungen festlegen, forderte der Palästinenservertreter. "Wir brauchen einen Schiedsrichter der eine Rote Karte hochhält wenn jemand die Regeln verletzt", sagte Shaath.

Abbas will weiter kooperieren

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas will ungeachtet der bestehenden Vorbehalte weiter mit dem Sonderkoordinator des aus USA, Russland, UNO und EU bestehenden Nahost-Quartetts, dem britischen Ex-Premier Tony Blair, kooperieren. Abbas, der am Mittwoch in Straßburg mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zusammentraf, erwarte vom Quartett, dass es Israel zu einem Siedlungsstopp auf besetztem Gebiet bewege, erklärte in Ramallah Präsidentenberater Nabil Abu Rudeina. Abbas spricht am Donnerstag vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg. (APA)

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Harald Fasching
00
20.10.2011, 16:23

Im Unterschied zu den Palästinensern steht Israel mit dem Rücken zur Wand (oder dem Mittelmeer, wenn man so will). Solange sich die Arabsiche Liga (oder die arabischen Staaten) nicht zur Anerkennung des Existenzrechts Israels durchringt, wird es keinen Frieden geben. Und den "Räubern" in diesem Forum sei in Erinnerung gerufen, was 1948 passiert ist. "Palästinenser" im heutige Sinn gibt es überhaupt erst durch die Arabisch-Israelischen Kriege.

vberg
59
2.10.2011, 13:27

Der sollte lieber die Israelis 
 zur Einhaltung der Grenzen und zur Rückgabe des geraubten Landes auffordern!

3dGeist
123
2.10.2011, 11:43
Die Pal. suchen immer nach Gründen um nicht verhandeln zu müssen

Haben die jemals eine andere Meinung akzeptiert?
Mehrmals haben sie bereits fast abgeschlossene Friedensverhandlungen platzen lassen.
Was wollen sie damit erreichen?
Sie müssen halt akzeptieren dass verhandeln bedeutet dass man sich auch selbst bewegen muss und endlich von ihren Maximalforderungen abrücken. Nach jahrzehnten Terror und Krieg gegen Israel sollten die Araber einsehen dass sie Israel unterlegen sind und Frieden schließen.
Wieviele Generationen müssen noch leiden nur weil die Pal. keinen Frieden wollen?

Anja Berg
24
2.10.2011, 21:35
Siedlungen seit Oslo-Abkommen verdreifacht...!!!

Sollen etwa die Palästin. verhandeln, um nur verhandeln zu müssen?
Die verhandeln seit 17+ Jahren, und was haben sie erreicht...?
Fakt: Anzahl der Siedlungen (also geraubtes Land von den Palästin.) hat sich verdreifacht.....

http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/n... 6277?track . Die PNA soll sich lieber auslösen und IL soll sich als Besatzungsmacht (Letzte Besatzung auf der Erde) für die Palästin. sorgen.... Was Israel nicht will..

drKannibalFekter
 
34
2.10.2011, 16:43
Haben etwa die Israelis jemals eine andere Meinung akzeptiert?

Die pfeiffen auf sämtlich Kritik, UNO-Resulotion, Recht und Anstand. Und verhandeln wollen sie auch nicht, und wann dann dürfen die anderen keine Vorbedingungen stellen weil man selbst welche hat, nämlich dass die anderen nicht dürfen.

3dGeist
33
2.10.2011, 19:59

Israel hat bereits einmal den Siedlungsbau monatelang gestoppt, die Pal. sind aber nicht an den Verhandlungstisch gekommen.
Israel hat es geschafft mit Jordanien und Ägypten Frieden zu schließen und dabei rießige Gebiete zurückgegeben und alle Siedlungen aufgelöst.
Der Siedlungsbau ist nur ein Problem dieses Konflikt, wenn jeder Vorbedinungen stellt wird es nie zu verhanlungen kommen.

Was würde geschehen wenn Israel ein Ende des Raketenterror als Vorbedinung fordert? Dann würde es nie zu Verhandlungen kommen, denn die Hamas ist offensichtlich nicht bereit Israel zu akzeptieren.

Daher muss es Verhadlungen ohne Vorbedinungen geben, alles andere ist eine Illusion.

Hubert Ungeist
 
00
9.10.2011, 11:28
Israel hat NIE zum bauen aufgehört

der Siedlungsstopp war nur für neue zu planenden gedacht, d.h. man hat versprochen nicht zu planen (ob man dieses Versprechen eingehalten hat, lässt sich nicht sol leicht nachprüfen, planen kann man im HInterzimmer auch). Gebaut hat man jedenfalls weiter.

drKannibalFekter
 
41
2.10.2011, 22:33
Meinen Sie unter riesigen Gebieten den Gaza-Streifen?

dort wurden relativ wenige Siedlungen mit relativ wenigen Siedlern die tw. zu unrecht Land nahmen, aufgegeben weil ihre "Bewachung" Israel zu teuer kam. Das hat Sharon geschickt als Opfer verkauft.
Isarel hat schon des öfteren betont dass ihrerseits Verhandlungen erst nach Einstellung der Raketenschüssen aufgenommen werden.
Vorbedingungen ist hier auch relativ. Wenn Sie von mir etwas wegnehmen und ich es zurück haben will ist meine Vorbedingung, dass ich es zurück haben will. Wenn ich es nicht will brauche ich auch nicht zu verhandeln. Ausser Sie wollen mich mit etwas abspeisen, damit Ihr Gewisen beruhigt wird und niemand Sie als Dieb sieht.

Timagoras
 
12
3.10.2011, 22:57
"Meinen Sie unter riesigen Gebieten den Gaza-Streifen?"

.
schon mal was von Sinai gehört?

http://de.wikipedia.org/wiki/Isra... ensvertrag

drKannibalFekter
 
11
3.10.2011, 23:22
Meiner Meinung nach hat Israel nur im Gaza-Streifen

Siedlungen aufgelöst - auf das hat sich nämlich 3DGeist berufen.

3dGeist
00
5.10.2011, 18:42

Nein, ich habe auch die Siedlungen am Sinai gemeint.

drKannibalFekter
 
00
5.10.2011, 21:25
Was bitte hat das Auflassen der Sinai-Siedlungen mit ...

... dem WJL und den Verhandlungen mit den Palästinensern zu tun? Sinai war Ägypten und um das geht es hier nicht. Äpfel mit Birnen - das hat System.

3dGeist
00
6.10.2011, 18:01

Es ging mir darum zu zeigen dass Israel bereit ist Siedlungen aufzulösen um Frieden zu erlangen. Das hat mit Ägypten funktioniert und wird auch mit den Pal. funktionieren.
Allerdings erst nach VERHANDLUNGEN.
Dazu müssen die Pal. allerdings an den Verhadlungstisch zurückkehren.
Das Problem mit den Siedlungen existiert also nicht in der Form wie es die Pal. sehen und und weiss machen wollen.

Dani B.
00
4.10.2011, 11:56

nein, auch im sinai. einfach mal googlen, das hilft.

grumbleduke
 
15
2.10.2011, 11:13
Toll! Die Winterkirsche der amerikanischen Außenpolitik wird Palästina-Beauftragter.

Also da verstehe ich wirklich nicht, was die Palästinenser gegen Blair haben könnten.

ironie: OFF ;)

Gobi Todic
25
2.10.2011, 08:39
Kriegsverbrecher und Paradechrist

http://www.youtube.com/watch?v=SG77Jhr28BI

passt auch zu bush und co. auf nach den haag

drKannibalFekter
 
13
2.10.2011, 08:22
Blair ist das Quietschentchen der USA!

Wenn sich Abbas über den aufregt ist verständlich!
Wieso der überhaupt da eingesetzt wurde ist auch unverständlich - oder doch nicht - siehe oben!

kurt haenel
 
248
2.10.2011, 01:45
was soll ein Siedlungsstop ?

Die Araber haben drei Millionen km² Land und den Israelis streitet man 5000 km² ab.
Was sollen die Polen sagen, denen man ungefähr um die gleiche Zeit ca 200 000 km² abnahm. Wo sind die hin ?
Oder die Griechen in Kleinasien ? Wo sind die hin ?
Oder die Schwarzen in Darfur ? Wo sind die hin ?
Ganz zu schweigen von den aus arab. Landen rausgeschmissenen Juden....

Was die sog. Palis betrifft, so können sie sich bei ihren arab. Freunden bedanken. Libyen, Ägypten, Syrien, Jordanien, Saudiarabien, Irak usw...

Diese "Freunde" benutzen nämlich die Palis nur als mediales Kanonenfutter um Israel wieder zu zerstören.

Man sollte endlich einmal die Geschichte der ersten Hälfte des 20sten JH besser untersuchen.

drKannibalFekter
 
11
3.10.2011, 16:51
Heute schon Standard gelesen? Wenn nicht ...

... dann lesen Sie diesen Artikel:
http://derstandard.at/131701882... er-Israeli

drKannibalFekter
 
22
2.10.2011, 16:40
Ich will sofort, mit Waffengewalt, Ihren Wohnzimmer, die Küche und das Bad!

Und Gott werde ich auch verklagen weil er uns aus dem Paradies vertrieben hat! Sie Clown!

kurt haenel
 
41
2.10.2011, 21:30
@ drKannibalFekter

wenn Sie schon die sog. Palis beweinen und dabei aber vergessen, den Rausschmiss der Juden aus arabischen Landen zu beweinen, dann kann ich Sie nicht ernst nehmen.
Siehe dazu : http://en.wikipedia.org/wiki/Jewi... Arab_lands

Sie könnten auch die Schwarzen in Darfur beweinen, die vor ein paar Jahren von arab. Reitscharen von dort mittels Massenermordungen und andern Hilfsmitteln verjagt wurden taten Sie aber nicht. Haben Sie nie wahrscheinlich nie getan.
Wenn Sie sich also so krampfhaft an das Schicksal der Palis klamern, dann ist das, so glaube ich, nur aus einem Grunde Dann sind Sie nämlich nicht aufrichtig und spielen falsch oder Sie haben von Geschichte keine Ahnung und brüllen nur das nach was andere vorbrüllen.

drKannibalFekter
 
22
2.10.2011, 22:24
Sie berufen sich auf die Geschichte wie es Ihnen gerade passt ...

der Exodus der Juden aus den arabischen Ländern ist u.U. auch freiwillig erfolgt um in das gelobte Land zu kommen, als Folge der Gründung des Staates Israel. Exodus kann aktiv oder passiv erfolgen. Sie vergessen auch wie Israel gegründet wurde - als ein willkürlicher Akt der Engländer in Zusammenarbeit mit den Juden.
Wie sagte schon Ephraim Kishon:
Wenn uns schon die Engländer ein Land schenken mußten das ihnen nicht gehörte warum dann nicht gleich die Schweiz?

kurt haenel
 
12
2.10.2011, 23:49
@ Fekter: ohne wieder eine ganze Abhandlung über die Entstehung von Israel schreiben, nur soviel: Bis 1920 gab es dort überhaupt keinen arabischen und auch keinen jüdischen Staat, Es gab kein Syrien, Jordanien, Irak oder Saudirabien

Es war dort das Osmanische Reich. Alle arab.Staaten wurden erst in den 20 er Jahren nach dem Zusammenbruch des Osmanische Reiches ausgerufen. Damals wurde aber auch den Juden ein Staat versprochen mit dem Einverständnis von Faisal (Balfour-Deklaration und Abkommen zwischen Faisal und Weizman...)
Als Faisal dann aber seinen Staat hatte, wollte er von einem Judenstaat nichts mehr wissen und es waren genau die Engländer die auf ihn einmal darin unterstützten.
Wahrscheinlich wegen dem Erdöl und der Absicherung des Weges nach Indien.
Das Erbe vom Verrat der Engländer in ihrem Grossmachtwahn spüren die Leute noch heute in der Gegend.
Dass die Juden ihren eigenen Staat wollten ist auch verständlich. Sie hatten vom Dhimmi-Status die Nase voll.

drKannibalFekter
 
12
3.10.2011, 09:33
Sandkastenpläne von Faisal und Weizmann:

Das Abkommen betonte die gemeinsame Abstammung der Juden und Araber Palästinas und legte darüber hinaus die Religionsfreiheit und den freien Zugang der Moslems zu den heiligen islamischen Stätten in Palästina fest. Großbritannien war als Schiedsstelle bei Konflikten vorgesehen.

Im Schlusswort machte Feisal jedoch klar: "Ich werde die Klauseln dieses Vertrages wirksam machen, sobald die Araber ihre Unabhängigkeit unter den Bedingungen erlangt haben, welche in meinem Memorandum verzeichnet sind, das ich am 4. Januar 1919 an den britischen Staatssekretär im Außenministerium sandte. Wenn jedoch (die Bedingungen meines Memorandums) auch nur der leichtesten Veränderung unterzogen würden, wäre ich mit keinem Wort mehr an die Zusage gebunden.

René Herndl
22
2.10.2011, 10:05
Ihren letzten Satz ...

... das Geschichtsstudium betreffend, sollten vor allem Sie sich zu Herzen nehmen, denn ganz offensichtlich haben Sie da den Unterricht versäumt. Und von orientalischer Mentalität haben Sie absolut keine Ahnung.

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