Steuerreform

Pröll für höhere Steuern für Top-Verdiener

1. Oktober 2011, 23:04
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    foto: apa/pfarrhofer

    Erwin Pröll, Landeshauptmann

Wirtschaftsbund lehnt Vorschlag von niederösterreichischem Landeshauptmann ab - Fekter: "Es gibt keine Denkverbote"

Wien - In der ÖVP bahnt sich offenbar ein Konflikt in Sachen Steuerreform an. Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (VP) spricht sich für eine höhere Besteuerung von Bestverdienern aus. Die SPÖ-Forderung nach einer Vermögenssteuer lehnt er in der "Presse" als "kalte Enteignung" zwar ab, stattdessen sollten aber Spitzenverdiener über die Einkommensteuer ihren Anteil leisten. "Ich bin dafür, dass diejenigen, die einen Verdienst ab einer gewissen Einkommenshöhe lukrieren, eine bestimmte Zeit lang einen höheren Steuersatz zahlen", so der Landeshauptmann.

Pröll, der bei der letzten Bundespräsidentenwahl mit einer Kandidatur geliebäugelt hatte, schließt ein Antreten bei den nächsten Präsidentenwahl aus: "Nein, ich schließe das aus. Mein Platz ist in Niederösterreich."

Rauch: "Klar die Linie der Bundespartei"

ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch hat den Vorstoß Prölls begrüßt. Das sei auch klar die Linie der Bundespartei. Die ÖVP sei gegen Vermögenssteuern auf Eigentum und Steuern, die den Mittelstand belasten. Prölls Vorschlag, dass die Bestverdiener eine bestimmte Zeit lang einen höheren Steuersatz zahlen, sei aber diskussionswürdig, sagte Rauch. Entsprechende Überlegungen habe auch schon Parteichef Michael Spindelegger vor drei Wochen in der ORF-Pressestunde angestellt.

Fekter: "Es gibt keine Denkverbote"

Finanzministerin Maria Fekter hat den in ihrer Partei umstrittenen Vorstoß des niederösterreichischen Landeshauptmanns  zurückhaltend kommentiert. Jede Idee sei in der Steuerarbeitsgruppe "willkommen". "Es gibt keine Denkverbote", debattiert werde aber in der Arbeitsgruppe, ließ sie über ihren Sprecher am Sonntag ausrichten.

Wirtschaftsbund lehnt ab

Der Wirtschaftsbund lehnte am Samstag eine Steuererhöhung für Spitzenverdiener ab.  Nach Ansicht des Wirtschaftsbundes kann davon aber keine Rede davon sein, dass Prölls Vorschlag Parteilinie wäre.

Vielmehr sei es erst bei der Klubklausur in Saalfelden "einhellig Thema gewesen, dass man keine neuen Steuern" wolle, sagte Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner am Samstagnachmittag. Das gelte auch für Steuererhöhungen. Der Wirtschaftsbund sei ganz klar gegen neue Steuern und habe das auch in einer Resolution Anfang September festgehalten, so Haubner.

Man sei auch dagegen, in der Öffentlichkeit Einzelmaßnahmen zu diskutieren. Immerhin sei es vereinbart, ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, das ein einfacheres und direkteres Steuersystem bringen soll. Hier sei man auf einer Linie mit Finanzministerin Maria Fekter (VP). Diese ist selbst Wirtschaftsbündlerin. Eine ständige Diskussion über Einzelvorschläge würde den Wirtschaftsstandort gefährden und Verunsicherung schüren, so Haubner.

Zudem müsse gebe es auch auf der Ausgabenseite Einsparungspotenziale. Hier seien die Landeshauptleute in der Verantwortung, so Haubner in Richtung Erwin Pröll. Die Steiermark und Oberösterreich hätten in Sachen Verwaltungsreform gezeigt, wie es gehe. (APA)

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Audimax
00
4.10.2011, 13:10
gleiche Bemessungsgrundlagen schaffen

dann löst sich das Problem. Sämtliche Einkünfte und Wertsteigerungen erfassen, ist aus meiner Sicht fairer als immer nur Arbeit stärker zu besteuern.

Auch Bauern sollen dafür etwas an die Gemeinschaft abliefern, dass ihr Grund und Boden jährlich an Wert gewinnt.

1x1
01
2.10.2011, 21:29
Virale Steuererhöhung

Die Politikerkaste ist nicht blöd.
Die Aussage von Herrn Pröll mag ja sinnfrei erscheinen - dient aber dem "hehren Ziel" jedes Politikers: Die Bürger müssen mehr zahlen, damit die Politiker mehr Geld verteilen können. Und Politiker sind sehr fleissig im Verteilen und schauen drauf, dass alles - wie geschmiert - läuft.

Nr.3645
02
2.10.2011, 20:05
lieber: höhere steuern für top VERMÖGEN!!!

Mister Magister
 
011
2.10.2011, 20:00

Meine Damen und Herren, willkommen, wenn sie bitte alle ihre Plätze einnehmen würden, die Vorstellung beginnt in wenigen Tagen!

Heute im Programm, passend unter ihrem Sitz zu finden, "Entscheidungsfindung in Schwarz" mit einem Preludium aus der Operette "Wie schiesse ich mir selbst in den Fuss".

Es singen in Heldentenor der alternde Meister Josef Pröll, in Altstimme Hannes Rauch im Duett mit Maria Fekter, in Bass der Wirtschaftsbund. Einlage in leisem Verzweiflungssopran: Spindelegger. Im Souffleurskasten natürlich wie immer Wolfgang Schüssel.

Im Namen der Republik hoffen wir dass sie das Stück trotz unweigerlicher Zwischenrufe geniessen. Wir wünschen einen unterhaltsamen Abend!

gerry_68
00
2.10.2011, 19:33
Aber man sieht...

egal ob spö oder övp...sparen kommt niemanden in den sinn...und wenn wir bei der abgabenquote wenigstens für alle bedürftigen das paradies auf erden hätten...aber nein...bei uns wird nur der verwaltungs und beamtenmoloch gefüttert...

werwolfi
04
2.10.2011, 17:25

ein zentraler Proponent der “Partei der Leistungsträger“ will seine Hauptklientel höher besteuern?
ich glaub kein Wort - er wirds schon so drehen, dass die richtigen ungeschoren davonkommen.

ferdl90
01
2.10.2011, 17:23

seit 2 Tagen ist dieser Clown nun Top-Thema auf standard.at

speck -ulatio+ n-c
11
2.10.2011, 17:01

ein/e landeshauptmann/frau ist kein/e topverdiener/in
nur ab 100 000 , aber unter 200 000-ist das wahr?
ist das wahr : alte- ex 14 000 x 14
darum will pröll ober 200 000 erst anfangen
bei pröll beginnt der reichtum oberhalb 200 000/a.
erzählts diese geldphilosofia dem durchschnitt einmal
unglaubwürdig

Hubert Ungeist
 
01
2.10.2011, 18:33
Damit wäre es analög zu DE dort beginnts auch erst

ab 250K

Ramone
11
2.10.2011, 16:49
eines muss auch klar sein

dass mehr steuern nicht mehr geld bedeutet. durch mehr steuern steht den menschen weniger geld zur verfügung. über dieses geld verfügen dann die parteizentralen. dass die mit geld besser umgehen können als jene menschen, die das geld hart erarbeitet haben, ist wunschdenken. im gegenteil. die öffentlichen geldverschwender beweisen tagtäglich, dass sie mit geld nicht umgehen können.

Pauli Feuerstein
00
2.10.2011, 22:24
so ist es!

Wieviel Demokratie ist es bitte?
02
2.10.2011, 16:46
Der Choleriker

betont auffällig häufig, daß sein Platz in Niederösterreich sei und nirgendwo sonst.

Eine Spur *zu* häufig.

Notgedrungen.

Wie Jörg Haider re Kärnten.

Weil: er, Pröll, muß da die Unmengen von Leichen im Keller bewachen, die er über die Jahre (bald 2 Jahrzehnte) angehäuft hat, den Daumen draufhalten, zusehen, daß sich niemand verplappert, die Lage kontrollieren.

Sobald der da wegginge, könnte einiges auffliegen - insofern versucht er verzweifelt bis zur Demenz durchzuhalten.

(I'm going to go make voodoo dolls with all politicians faces on them and flush them down the toilet)

wg 1980
05
2.10.2011, 16:45
"keine Denkverbote"

Das gilt auch für euch, liebe Politiker!!!

pago1
00
2.10.2011, 16:49
denken setzt verstand voraus

hungrybear
06
2.10.2011, 16:26
onkel erwin bringt ...

.. sich als kandidat in stellung LOL ;-)

ostap_bender
 
01
2.10.2011, 16:25
narodnaja volja vs krawattinger 4:1

pröll is ein hardcore-beidlpracker, ned so a softie wie sein neffe, der deswegen auch frühzeitig zur l.l. stempeln gehen mußte...

niemand will reiche enteignen nur halt outsourcen, leihreiche, reich-light mit einem wort SPAREN. ich würd gern diesen ärmsten beim sparen behilflich sein...
desweiteren muß ein spezialkommandoservice diese zuvielhabenden endlich aus der geiselnahme des terrorkapitals befreien. rettet sie vor villen und yachten...

the cato eater
09
2.10.2011, 16:22
was pröll von sich gibt stinkt grundsätzlich!!

es ist nicht sinnvoll darüber zu diskutieren welche relevanz dieser vorschlag hat. denn in erwins welt ist nur eines wichtig: der erwin.

Poyeur
01
2.10.2011, 16:16
Kann man das Konterfei dieses Herrn bitte an einer etwas weniger auffälligen Stelle anbringen?

Danke sehr.

Ramone
00
2.10.2011, 16:13
ca 44% ist bei uns die abgabenquote

endlich ein bereich in dem wir ganz vorne mit dabei sind. nicht im mittelfeld oder sonst wo, wie in anderen simplen bereichen wie bei der bildung oder der wettbewerbsfähigkeit. nein, bei den abgaben sind wir im spitzenfeld. und unsere politiker spüren, da ist noch mehr drinnen. da geht noch was.

Fantastic Fox
02
2.10.2011, 16:09
Nie. Wieder. ÖVP.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Raiffeisenkonzern zerschlagen werden muss.

gaga
04
2.10.2011, 16:03
Politiker und Banker

Wird wohl gemeint haben, dass die Gehälter der Politiker und Banker ( bezahlt aus Steuergeldern) für null Leistung viiiiiiiiel zu hoch sind!

playdude
02
2.10.2011, 15:58
15.Oktober - Internationaler Aktions-Tag für den Globalen Wandel

-> http://derstandard.at/131701902... -Protesten

MoltoBene
02
2.10.2011, 15:52
Leistung muss sich lohnen...

für den Finanzminister war wahrscheinlich gemeint. Kann man noch irgendwas ernst nehmen, was von diesen Kasperln kommt?

Amdamdesdissemallepress
02
2.10.2011, 15:44

wer 50.000 eur pro monat oder mehr verdient kann ruhig etwas mehr steuern zahlen...

Solnce Ivskie
01
2.10.2011, 17:43
PISA Geschädtigter?

Wer redet hier von 50.000 pro Monat? Die Rede ist von rund 14.300 pro Monat. Eine Summe die Leuten wir Dir unermesslich hoch vorkommt, Leuten wir mir aber durchaus geercht wird.

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