Opposition beginnt einwöchigen Dauer-Protest

30. September 2011, 22:53

Demonstranten fordern vorgezogene Neuwahlen

Eriwan - Mit einem einwöchigen Dauer-Protest begleitet von Aktionen rund um die Uhr will die Opposition in Armenien Neuwahlen erzwingen. Zum Auftakt der Demonstrationswoche versammelten sich am Freitag 6.000 Menschen im Zentrum der Hauptstadt Eriwan. Der Druck auf die Führung des Landes müsse mit Sitz- und Hungerstreiks sowie mit Mahnwachen erhöht werden, sagte der frühere Präsident und heutige Oppositionsführer Lewon Ter-Petrosian auf der Kundgebung. Die Demonstranten forderten vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen noch in diesem Jahr.

In der früheren Sowjetrepublik stehen die nächsten Parlamentswahlen bisher im Jahr 2012 an, ein Jahr später soll eine Präsidentschaftswahl folgen. Staatschef Sersch (Serzh) Sarkissian (Sarksjan) sah sich in den vergangenen Monaten bereits einer Reihe von Demonstrationen gegen Armut, Korruption und für mehr Demokratie ausgesetzt und machte erste Zugeständnisse. Vorgezogene Neuwahlen schließen die Behörden aber bisher aus. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.