Spitzenspiel zwischen WAC/St. Andrä und Altach endet Remis - Blau-Weiß Linz auf Platz 4 - Austria Lustenau brettert über Hartberg - Grödig gegen FC Lustenau erfolgreich
Der Sieger der 14. Runde in der zweiten Liga heißt LASK Linz. Die Oberösterreicher siegten vor heimischem Publikum gegen die Vienna mit 4:0 (1:0) und rückten damit auf vier Punkte an die Doppelspitze Altach-WAC/St. Andrä heran. Die nahm sich in Kärnten im direkten Duell bei einem 2:2 (1:1) gegenseitig die Punkte weg und bleibt gleichauf.
LASK entscheidet Spiel spät, dann aber klar
Henrique stellte in Linz schon in der zehnten Minute nach einem schönen
Volleyschuss die Führung für die Trupper von Walter Schachner her.
Danach flachte das Match bis zur Pause ab. Nach Seitenwechsel und zwei
Halbchancen durch die eingewechselten Jelenko und Djokic
standen die Gäste dem Ausgleich schon recht
nahe. Den Oberösterreichern gelang aber noch ein furioses
Finale: Aigner stellte in der 80. Minute nach einem Konter auf 2:0,
Wimmer verlängerte nach Henrique-Freistoß einen Aigner-Kopfball per
Kopf zum 3:0 und schließlich gelang auch Freudenthaler zum Abschluss
noch ein Treffer. Kurz davor musste bei der Vienna Rotter wegen einer
Knöchelverletzung vom Platz getragen werden, die Vienna konnte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wechseln und musste mit zehn Mann das bittere Ende ertragen.
Altach bleibt vorne
Altach hat seine Liga-Führung durch das 2:2 bei Verfolger WAC St. Andrä erfolgreich
verteidigt, die Kärntner liegen nach diesem Remis allerdings nur
aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter den Vorarlbergern auf
Rang zwei. Die Altacher begannen die Partie mit dem Selbstvertrauen des neuen
Tabellenführers, was nach gut einer Viertelstunde in der Führung
resultierte. Nach einem weiten Ausschuss von Goalie Kobras
verlängerte WAC-Verteidiger Jovanovic unfreiwillig per Kopf zu
Schick, dessen Weitschuss aus 25 Metern schön ins linke Eck passte.
Nur sechs Minuten danach legten die Gäste mit einer Doppelchance
nach, Schöpf scheiterte und Seeger traf im Nachsetzen nur die Stange.
Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die kurz davor stärker gewordenen
Wolfsberger zurück ins Spiel, als Topcagic nach einen Freistoß in den
Strafraum zweimal an den Ball kam und diesen wuchtig im Altacher Tor
versenkte. Mit dem aus dem Ausgleich mitgenommenen Elan gab die
WAC-Truppe gleich nach dem Wechsel Gas, und prompt schloss Kerhe ein
schönes Solo zur Führung ab. 14 Minuten später ermöglichte jedoch Putsche durch ein Foul an
Lienhart dem Tabellenführer die Chance auf das 2:2, Tomi nutzte sie
vom Elfmeterpunkt auch mit etwas Glück.
Platz 4 färbt sich Blau-Weiß
Blau-Weiß Linz ist
auf Rang vier vorgestoßen. Der Aufsteiger feierte auswärts gegen SKN
St. Pölten einen 1:0-Sieg, kam damit zum ersten Auswärtserfolg in
dieser Saison und ist bereits seit acht Runden ungeschlagen. Den entscheidenden Treffer erzielte Poljanec in der 28. Minute.
Fallmann verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball, den daraufhin
perfekt vorgetragenen Konter der Gäste schloss der Stürmer aus kurzer
Distanz ab. In der 33. Minute hätte Poljanec fast sein zweites Tor
erzielt, traf mit seinem Distanzschuss jedoch nur die Latte.
Vier Minuten später vergab Zwierschitz die beste Chance von St.
Pölten auf den Ausgleich. Nach einer missglückten Abseitsfalle der
Linzer tauchte der Linksverteidiger allein vor dem gegnerischen
Gehäuse auf, scheiterte aber an Goalie Bartosch. In der zweiten
Hälfte kämpften die Niederösterreicher verbissen um das 1:1, agierten
gegen die tief stehenden Gäste allerdings selbst in numerischer
Überzahl nach Gelb-Rot für Huspek (76.) zu ideenlos und kassierten
dadurch die erste Niederlage nach sechs Runden, auch weil Segovia in
der 91. Minute mit einem Stangenkopfball Pech hatte.
Austria Lustenau schießt sich Frust von er Seele
Austria Lustenau hat den ersten Sieg nach zuletzt acht sieglosen Runden gefeiert. Die
Vorarlberger setzten sich vor eigenem Publikum gegen Hartberg mit 4:0
(0:0) durch und kamen damit erstmals seit Juli wieder zu einem
"Dreipunkter". Schon in der ersten Hälfte hatten die Gastgeber mehr vom Spiel.
Die beste Chance vergab Cetinkaya, als er zunächst die Stange traf
und den Nachschuss im Liegen neben das Tor bugsierte. In der zweiten
Hälfte aber machte Lustenau schnell alles klar: Zunächst stellte der
starke Boller mit einem platzierten Flachschuss auf 1:0 (47.), dann
erhöhten Kampel (55.) und Stückler (66.) jeweils per Kopf, ehe der
eingewechselte Honeck vom Elferpunkt für den Endstand sorgte. Davor
war Boller im Strafraum gelegt worden.
FC Lustenau kann in der Ferne nicht punkten
Schlusslicht FC Lustenau verlor in Grödig mit 0:1 (0:0) und kassierte damit
in allen sieben Saison-Auswärtsspielen Niederlagen. Gegen Grödig hätten sich die Vorarlberger in einer niveauarmen
Partie allerdings einen Punkt verdient. Nach dem Tor der Gastgeber
durch Viana, der in der 53. Minute nach einer Flanke von Salamon im
zweiten Versuch aus kurzer Distanz erfolgreich war, diktierte
Lustenau klar die Partie, scheiterte jedoch am eigenen Unvermögen:
Freitag (66.) und Mimm (92.) ließen hochkarätige Chancen auf das 1:1
aus. (red/APA)