Wiener WUK

Von der Lokomotivenfabrik zum Kulturhaus

1. Oktober 2011, 16:24
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    foto: der standard/robert newald

    Die Kulturstätte des Wiener Wuk im Wandel der Zeit:einst Lokomativfabrik der k.u.k Monarchie, ist es dank beherzter Bürgerinitiative begrünter Treffpunkt für jung und alt.

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    foto: der standard/robert newald

    Zum Wiegenfest gibt es "Entschleunigungsprogramm" im grünen Innenhof.

Das Wiener Wuk erreicht Erwachsenenalter: Zu seinem 30. Geburtstag lockte es mit einem umfangreichen Kulturprogramm

Wien - Im grünen Innenhof sind die Geburtstagsvorbereitungen im vollen Gange. Das Werkstätten- und Kulturhaus im neunten Bezirk, kurzWuk, wird 30 Jahre alt.

Das Motto "Wuk 30 - und es wächst" verweist einerseits auf die stetig wachsende Gemeinschaft, die im alternativen Kulturzentrum Raum für eine innovatives Zusammensein findet. Andererseits gilt es dem wild wachsenden Wein, liebevoll "Veitschi" genannt, der die Hofwände des 160 Jahre alten Backsteinhauses in der Währingerstraße bedeckt und charakterisiert.

Für seine (fast noch) jugendlichen 30 Jahre hat das Wuk schon einiges erlebt: Bevor der Verein 1979 gegründet wurde, beheimatete es die ehemalige k.u.k Lokomotivenfabrik, später das Technische Gewerbemuseum, das bis in die 1970er Jahre das Haus nützte. Mit der Stadtentwicklung unzufrieden, formierten sich in dieser Zeit Bürgerinitiativen und Gruppen, die die Erhaltung des Naschmarkts, der Arena und des heutigen Wuk forderten, in dem sie die Immobilien besetzten.

In den wilden Siebzigern konnten die Aktivisten ihren Wunsch nach einem für alle freien, kulturellen Leben durchsetzen. Helmut Zilk, damaliger Kuluturstadtrat, subventionierte die Initiative mit 2500 Schilling. 1981 beugte sich auch der damalige Bürgermeister Leopold Gratz (SPÖ) den Forderungen der Besetzer und übergab offiziell die Schlüssel - das Werkstätten- und Kulturhaus war geboren.

Das historische Gebäude erlebte im Laufe der Jahre viele Veränderungen, vor allem seit dem 25. Geburtstag ist viel passiert. Barrierefreiheit lautet das Stichwort, unter dem der grüne Innenhof renoviert wurde. Mit der Finanzkrise hatte auch der auf Autonomie und Basisdemokratie gebaute Verein zu kämpfen, besonders wegen der wachsenden Mitgliederzahl und die damit verknüpften, steigenden Bedürfnisse.

Das Wuk wird jährlich mit sechs Millionen Euro Fördergelder der Stadt Wien, des Bundes sowie Förderungen für Arbeitsmarktprojekte unterstützt, eine Million erwirtschaften die Wukler selbst.

Ab kommenden Montag wird bei freiem Eintritt eine Woche lang mit umfangreichen Programm gefeiert. Der Bereich Bildung und Beratung versorgt Besucher mit Vorträgen und Podiumsdiskussionen, der Bereich Theater und Tanzperformance fährt mit eigenen Angeboten auf. Dazu gewähren die Werkstätten der Kulturproduktion Einblick in die Entstehung gemeinsam geschaffener Kunst. Es gibt spezielle Programme für Kinder, Senioren und Menschen mit Handicap. Eine Videodokumentation führt über die Anfänge des Wuk bis zur Gegenwart.

Das gebotene Musikprogramm begleitet die Fotoausstellung "30 Jahre Wuk Musik" unter anderem mit Bildern von Standard-Fotografen Robert Newald und Christian Fischer.

Nadine Obermüller warf einen Blick in die Wohnung von Vincent Abbrederis, Geschäftsleiter des Wuk. (Anne-Marie Darok/DER STANDARD, Printausgabe, 1./2. Oktober 2011)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
1 2
Nina Gold
00
5.10.2011, 23:37
Alles Gute zum Geburtstag!

Charlie Brown
10
3.10.2011, 13:41

Ich mag' das WUK, auch wenn ich es nur von gelegentlichen Konzertbesuchen kenne, und es soll es noch 30 Jahre geben und sie sollen die Förderungen auch erhalten. Interessieren würde mich trotzdem, wo da 6 Mio. Euro hinfließen - ist ja doch nicht wenig Geld. oO

lupus816
00
3.10.2011, 10:21
bei diesem Gebäude

muss ich immer an die dort gedrehte Kottanfolge denken. ;-)

Kiki Novak
00
2.10.2011, 12:15
WUK 1986

Dead Nittels-Konzert. Blunzenhagelfett. Legendär.

disco stu
00
2.10.2011, 16:29

ihre fettn oder das konzert?

Kiki Novak
00
3.10.2011, 20:37

Impressionistischer Mix aus beidem.

Verdammt Coole Schreckschrauwe
51
2.10.2011, 09:24
und dem autonomfeministischen Kommunikationszentrum für FrauenLesbenMädchen

das seit ebenfalls 30 Jahren in der Stiege 6 existiert, trotz aller Versuche des WUK, die Feministinnen auszuhebeln, bleibt nur, die "werte Journalistin" zum großen Frauenfest am 15. Oktober einzuladen, damit sie sieht, was alles in diesem Zentrum für Frauen Lesben und Mädchen passiert ist.

Lassen Sie sich gesagt sein, dass die Frauen die allerersten bei dieser Besetzung waren, die auch was auf die Beine gestellt haben.

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
12
2.10.2011, 18:00

Wem außer mir wird noch schlecht bei dem Kunstwort "FrauenLesbenMädchen"?

Over View
00
4.10.2011, 11:44

mir nicht. bin ein mann und stolz darauf, dass wien eine lokalität wie diese hat. dass ich als mann da nicht erwünscht bin, ist mir klar; ich schätze es jedoch sehr, in einer pluralistischen gesellschaft zu leben, die institutionen wie dieser raum gewährt.

chezgarando
01
3.10.2011, 05:37
der erste gedanke ist

diesen film schau ich mir an :]

der zweite, dass hier 3 wörter komischerweise zusammengelegt wurden...aus welchem grund auch immer

schlecht wird mir aber nicht...warum auch???

nur einem mann der den ersten gedanken hat, aber das selbe lieber mit männern sehen würd wird da vielleicht schlecht :]
denken sie mal drüber nach

vergangene ereignisse belegen dass es meist heimlich homosexuelle männer der christlichen rechten sind, die so heftig auf lesbische frauen und mädchen reagieren...

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
01
3.10.2011, 10:02

Lesbische Frauen sind mir eigentlich wurscht, ich finde nur dieses Wort unerträglich, abgesehen davon, dass Lesben damit offensichtlich keine Frauen oder Mädchen sind.

Die Begriffe "Frau" und "Mädchen" machen keine Aussage über ihre sexuelle Orientierung, warum muss dann unbedingt der Begriff Lesbe, bei dem es rein um die sexuelle Orientierung geht, mit ins Spiel gebracht werden? Warum nicht gleich HeteraLesbeBi-Trans-Cis-A-undMultisexuelle?

chezgarando
11
3.10.2011, 15:12
noch nie in der schule gewesen?

da lernt man so sachen wie einfache logik

nicht alle frauen und mädchen sind lesben
aber jede lesbe ist eine frau/ein mädchen

somit passt FrauenLesbenMädchen zusammen

ZeitungLesbenEistee...das wär ein beispiel für eine unlogische verkettung

aber danken sie nicht mir, sondern meinen lehrern :]

black jack
62
2.10.2011, 08:32

Mir wär 'ne österreichische Lokomotivfabrik lieber ...

Gummibam aus Surinam
04
2.10.2011, 10:34

Genaugenommen ist das WUK nicht "die ehemalige k.u.k Lokomotivenfabrik", denn es gab in dieser Zeit ja deren mehrere. Es war die Lokomotivfabrik des Georg Sigl, die bemerkenswerterweise nichteinmal einen Gleisanschluss hatte.

Tapabble
00
2.10.2011, 12:04
Interessant!

Obwohl es in der unmittelbaren Nähe mehrere "Normalspurstrecken" gibt samt einem nicht ganz kleinen Betriebshof (Michelbeuern) der ehem. Stadtbahn, jetzt eine Art Insel-U-Bahn mit mehr O als U, die auch sonst rein technisch mit den übrigen U-Bahnlinien Wiens wenig zu tun hat (eher mit einer "Vollbahn").

Weiters befindet sich gleich um die Ecke der Betriebsbahnhof Währinger Gürtel. Trotzdem "kein Gleisanschluss" für die Lokmanufaktur? Immerhin recht hügelig die Umgebung, – etwas, das schienengebundene Bahnen allgemein nicht besonders mögen (außer Zahnradbahnen).

Erzähl uns bitte mehr davon, Dank im Voraus. Oder gibt es Quellen im I-net über den ehemaligen Verwendungszweck, den man den Gebäuden auch heute noch deutlich ansieht?

BraS
 
00
3.10.2011, 10:44

jede U-Bahn ist eine "Insel-U-Bahn" - das ist ja gerade das wesentliche der U-Bahn, dass sie von anderen Verkehrsträgern unabhängig ist.

die U6 hat BTW mit den übrigen U-Bahnlinien deutlich mehr zu tun, als mit der Vollbahn. Auf erstere können Fahrzeuge übergehen, auf letztere nicht.

Gummibam aus Surinam
00
3.10.2011, 07:32

Die Stadtbahn kam erst später und auf Straßenbahngleisen (damals noch Pferdetramway) kann man, trotz gleicher Spurweite, nicht mit normalen Eisenbahnlokomotiven fahren. Also mussten die Loks bis zu den nächsten Gleisen (müsste die Franz-Josefs-Bahn gewesen sein) mit Fuhrwerken befördert werden.

Hier etwas mehr zu Georg Sigl:
http://www.bahn-austria.at/report_ge... 20sigl.htm

Jose Marcovaldo
00
2.10.2011, 18:31
Gummibam aus Surinam
00
3.10.2011, 07:24

"Beim Aufruf der Seite ist ein Fehler aufgetreten."

Thomas Haslinger1
06
1.10.2011, 21:36
TGM - Seit 30 Jahren WUK

Als Absolvent, und einer der letzten Jahrgänge die noch in den Ehrwürdigen Hallen begonnen haben - vielleicht ein paar Ergänzungen:
1.) Technologisches Gewerbe Museum (TGM) nicht Technisches Gewerbemuseum
2.) Hat nichts mit einem Museum zu tuen. Das TGM war und ist (seit 1980 im XX. Bezirk) die erste HTL in Öserreich und ist bis heute die führende technische Schule in Östereich (http://www.tgm.ac.at). Zu meiner Zeit mit mehr als 2000 Schüler.
3.) Die Schule wurde 1881 gegründdet und war dan fast 100 Jahre (bis 1980) im Provorim der ehemaligen Lokomotivenfabrik untergebracht. Sprich die Gebäude waren wesentlich länger Schule als Fabrik!
4.) nachdem ich schon einge Veranstaltungen im WUK besucht habe freut mich die positive Verwendunen

Top Quark
00
2.10.2011, 03:13
Tja, wenn der Lehnstuhljournalismus wieder zugeschlagen hat...

Danke für diese Richtigstellung!
Ein - nur mehr im "neuen" - TGMler :-)

USV
115
1.10.2011, 18:38
Förderung heute:

6 Mille im Jahr = 16,438 EUR täglich!! (sechzehntausend....)

miasan afcag
01
2.10.2011, 09:05
na ja, ein kurzgutachten für haider halt...

chezgarando
21
2.10.2011, 05:45
die rechten arbeiten aber echt immer

ohne quellen

ist euch beim rummotzen die realität im weg?

Ulrich Nagel
02
2.10.2011, 10:06

Nicht einmal in der Lage den Artikel oben zu lesen?

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