Parlamentsparteien

Grundsatzeinigung auf U-Ausschuss

30. September 2011, 18:47

Inseratentätigkeit der Ministerien und staatsnaher Unternehmen werden unter die Lupe genommen - Vorsitzfrage noch offen

Wien - Das Parlament wird sich demnächst mit den jüngsten Korruptionsaffären im staatsnahen Bereich in einem Untersuchungsausschuss beschäftigen. Die fünf Parlamentsparteien haben sich Freitagabend grundsätzlich auf die Themen der Untersuchung geeinigt. Betrachtet werden die Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (Buwog), der Verdacht von Geldflüssen seitens der Telekom zu ehemaligen Ministern, der Verdacht von Staatsbürgerschafts-Käufen, die ebenfalls unter Bestechungsverdacht stehende Vergabe des Blaulichtfunks, die Lockerung des Glücksspielmonopols sowie die Inseratenschaltungen von Ministerien und staatsnahen Unternehmen.

Letzterer Punkt bezieht sich vornehmlich auf ÖBB und Asfinag, wo man die Einflussnahme des damaligen Infrastrukturministers und heutigen Kanzlers Werner Faymann (SPÖ) auf die Inseratenvergabe der Unternehmen vermutet. Geprüft werden hier die Schaltungen ab dem Jahr 2006, bei den Ministerien werden die medialen Werbeaktivitäten sogar bis ins Jahr 2000 zurückverfolgt, ebenso die Staatsbürgerschaftsvergaben.

Vorsitz unklar

Noch nicht festgelegt wurde die Frage, wer dem Ausschuss vorsitzen soll. Die FPÖ hat sich mit Peter Fichtenbauer in Stellung gebracht, favorisiert sind allerdings die Grünen, die Gabriela Moser ins Rennen schicken, da sie die einzige Fraktion sind, gegen die keine Vorwürfe in den Ausschussangelegenheiten vorliegen. Ebenfalls offen ist, wer die Position des Verfahrensanwalts einnehmen wird und wie der Zeitplan genau aussieht. Beschlossen werden soll der U-Ausschuss in der nächsten Plenarwoche, also am 19. oder 20. Oktober. Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, den genauen Antrag zu formulieren. Es wird der 19. U-Ausschuss in der Zweiten Republik sein.

Dem Beschluss waren heftige Diskussionen über den Untersuchungsgegenstand vorausgegangen. Zu Beginn wollte die ÖVP die Vergabe des Blaulichtfunks nicht untersuchen und dann die SPÖ die Inserentenvergabe nicht. Letztlich lenkten beide Regierungsparteien ein, die SPÖ unter der Bedingung, nicht nur die Inseratentätigkeit des früher von Faymann geleiteten Infrastrukturministeriums, sondern die aller Ressorts zu untersuchen.

Telekom, Blaulicht, Einbürgerungen

Beschleunigt wurde die Debatte über einen U-Ausschuss zuletzt durch die Telekom-Affäre. Betroffen sind hier vor allem die Ex-Infrastrukturminister Hubert Gorbach (zuerst FPÖ, dann BZÖ) sowie Matthias Reichhold (FPÖ). Beide Minister sollen für Telekom-freundliche Amtsführung im Nachhinein finanzielle Zuwendungen erhalten haben. Beide weisen das zurück. Im Zentrum des Interesses steht auch die mögliche Kursmanipulation durch Telekom-Manager, die in Summe rund 9 Mio. Euro an Boni erhalten haben.

Beim Blaulichtfunk geht es um die umstrittene Neuvergabe des Auftrags durch den damaligen Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) im Jahr 2004. Auch hier gibt es den Verdacht der Bestechung, ebenso wie bei der Privatisierung der früher staatlichen Bundeswohnbaugesellschaften unter Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP) und dem angeblichen "Versuch der Lockerung des Glücksspielmonopols" durch ebendiesen. Beim Thema Einbürgerungen geht es vor allem um angebliche Staatsbürgerschaften-Käufe in Kärnten unter dem mittlerweile verstorbenen LH Jörg Haider (BZÖ). (APA)

Kommentar posten
23 Postings
johannes mayer1
02
1.10.2011, 17:32
Dieser Untersuchungsschuss wird zur "Kläranlage" des Parlaments

Wenn der Untersuchungsausschuss ordentlich arbeitet, werden einige Parlamentarier sich um einen neuen Job umschauen können!

speck -ulatio+ n-c
00
1.10.2011, 17:23

ich will unbedingt einen u-ausschuss
mit ergebnissen dann(sonst war der wieder für die würscht)

Lichtenfelsgasse
21
1.10.2011, 13:09
Warum spielt die ÖVP immer noch mit dem Waffen Korruptionisten und Bauern Ali? Nur wegen der Wirtshaustochter Rauch Kallat?

ES gilt die „Schuldvermutung“ zumindest beim Bauern Waffen Ali, der seine Wirtshaustochter Rauch Kallat zur Ministerin machte. So kam er endlich an das echt große Geld. Und wie der ÖVP Korruptionist so arbeitet ist spätestens seit 1995 bekannt. Im Parlament wurde ein Gespräch zwischen den Abgeordneten Hermann Kraft (ÖVP) und Peter Marizzi (SPÖ) mitgeschnitten, bei dem Kraft Marizzi zur Zustimmung einer Hubschrauberbeschaffung überreden wollte – und dabei den Vorschlag machte, die „Provision“ von 70 Mio. Schilling unter den Parteien zu teilen. Die Provision wäre von BAE gekommen. Auf die Frage Marizzis, wie das Geld nach Österreich komme, sagte Kraft damals, das würden BAE und „unser Graf“ schon erledigen. Der ist doch Häfn Überreif !!!

Befreier von Butter und Eier
00
1.10.2011, 13:05

Untersuchungsausschuss - ja genau, dass wird eine Vertuschungsaktion vom feinsten werden. Wetten, da kommt nix besonders raus.

Österreichische Verbrecher Partei!
24
1.10.2011, 12:40
Ich frage mich, wann endlich der Verfassungs - Schutz eingeschalten wird? 278 a !!!

Das komplette Kabinett Schüssel I und II waren offensichtlich Ziel der Mafia und DIE haben sich kaufen lassen!! Drahtzieher sind Mensdorff- Pouilly, Maischi, Hochegger und Grassers Freunde. Es glaubt ja wohl keiner, dass man in der Privatwirtschaft 100 Euro ohne Gegenleistung erhält? Hier wurde gezielt bestochen, korrumpiert und danach die Früchte des Verbrechens eingefahren. Opfer ist die Demokratie und das Vertrauen in die Politik. In Österreich ist die Demokratie und somit die Verfassung in ernster Gefahr!! Und wenn es ein verblödeter Parteiapparatschik noch immer nicht kapiert: Österreich wurde unter Schüssel I + II zur Mafia Republik die nun wie eine Zitrone ausgepresst wird. Folge: Diesen Virus wird man fast nicht los - siehe ITALIEN

daNico
00
1.10.2011, 12:01
Was erwartet ihr Euch blos von dem komischen U-Ausschuß?

Es hat keinerlei Konsequenzen, was immer da raus kommt. Es dient blos dazu, das Thema reinzuwaschen, auch für eine große Koalition.

Weil bei einem U-Ausschuss KANN nichts rauskommen, es ist schließlich kein Mißtrauensantrag.

edurkheim
23
1.10.2011, 11:33
Unglaublich wie die SPÖ in der Ära Faymann wieder zur Korruptions-Verdachts und Vertuscher Partei nummer eins aufgestiegen ist

Vranitzky hat nach dem späten Kreisky-Jahren und den Club 45 in der Partei aufgeräumt, Gusenbauer hat in Folge des BAWAG-Skandals die Reissleine gezogen.

Aber Faymann wurde dann sein Nachfolger weil er die Maßnahmen von Gusenbauer hin zu einer saubereren Partei (Trennung von Lobbiesten und Parlament, Transparenz-Forderung bei Parteispenden etc) wieder zurückgenommen hat und im Gegenteil zB mit der Einsetzung von Blecha wieder eindeutige Signale gesetzt hat.

Und jetzt versucht er das System Wien auf ganz Österreich auszudehen.

Schwarz/Blau war nicht ohne aber dass der Regierungs-Chef selber unter Korruptions-Verdacht steht das hat es noch nicht gegeben.

Österreichische Verbrecher Partei!
31
1.10.2011, 13:19
sie wissen aber schon, dass sie im STANDARD posten und nicht mails an bsoffene CV Brüder schicken ?

VI SHU
12
1.10.2011, 12:59
hier die wirkliche hit parade

1.) raifaissen + övp

2.) blau/orange mitkassierer

3.) sozen

Karl Krieger
22
1.10.2011, 10:27

Und die nächste rote Blockade.

Ferdinand Lachinger
01
1.10.2011, 07:55

Alles nur a guate Show, hoffentlich fallen die Wähler drauf nicht wieder rein! Wenn wircklich was rauskommt dabei wäre das ein WUNDER für mich. Na wart ma mal ab ....

Peter Kanalgitter
43
1.10.2011, 06:55
Die Blauen spinnen wohl

Die wollen sich schon wieder selber untersuchen. Frechheit. Ich plädiere neben Moser für Franz Fiedler.

Orjares
00
30.9.2011, 23:34
Vom Standard erwarte ich,

dass er Zeitnah mit dabei sein wird und alle Ergebnisse (oder die Abwesenheit davon) in einem eigenen Blog kundtut.

Medienpräsenz hat die Parteien zum Ausschuss getrieben. Sie dürfen sich nicht darin verstecken!

Wolfgang Lederbauer1
11
30.9.2011, 20:55
...grundsätzlich auf die Themen der Untersuchung geeinigt...Betrachtet werden die Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (Buwog)... Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, den genauen Antrag zu formulieren...

Teil 3:

Bei diesem Untersuchungsausschuß sollte vor allem die Prüfungstätigkeit des Rechnungshofs und die Interaktion mit dem Parlament hinterfragt werden.

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5004&page=

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5005&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5007&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5008&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5009&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at

Wolfgang Lederbauer1
11
30.9.2011, 20:54
...grundsätzlich auf die Themen der Untersuchung geeinigt...Betrachtet werden die Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (Buwog)... Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, den genauen Antrag zu formulieren...

Teil 2:

Die Fraktionen haben also noch etwas Zeit, den genauen Antrag zu formulieren.

Bei diesem Untersuchungsausschuß sollte vor allem die Prüfungstätigkeit des Rechnungshofs und die Interaktion mit dem Parlament hinterfragt werden.

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5000&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 4999&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5001&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5002&page=
.
http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 5003&page=
.

http://so-for-humanity.com2000.at

Wolfgang Lederbauer1
11
30.9.2011, 20:51
...grundsätzlich auf die Themen der Untersuchung geeinigt...Betrachtet werden die Privatisierung der Bundeswohnbaugesellschaften (Buwog)... Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, den genauen Antrag zu formulieren...

Teil 1:

Das war eine wahrhaft schwierige Situation.

Wennn nun die beschrieneben Causen alle in einem einzigen Untersuchungsausschuß behandelt werden, so muß von Anfang an klar sein, dass die Materien sehr komplex sind.

Dies gilt insbesondere für die Causa " Verkauf der BUWOG " bzw " Verkauf der Bundeswohnbaugesellschaften ".

Um diese hochkomplexe Causa in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuß umfassend und effektiv zu behandeln wird ein besonderes Geschick und ein umfassender Ansatz notwendig sein.

Wir geben dazu einige Hinweise...

http://so-for-humanity.com2000.at

flugsi
00
30.9.2011, 20:42
eine krähe hackt der anderen kein aug aus

daher fordere ich als bürger ausschüsse mit qualifizierten beobachtern: z.b. transparency international, olaf, medienvertreter, finanzexperten der unis und der polizei

Österreichische Verbrecher Partei!
03
30.9.2011, 20:05
Nicht AFFÄREN in staatsnahen Betrieben sondern DIE MAFIA in ALLEN PARTEIEN !!

Wie es aussieht haben die ehrlichen Parteienvertreter verstanden, dass mit den korrupten Amtskollegen ein für alle Mal aufgeräumt gehört. Es geht nicht um rot - schwarz - blau - orange, Es geht ausschließlich um unsere Form der Demokratie. Wenn ein paar mafiosi nur einige korrupte Abgeordnete kaufen müssen um Gesetze nach Lust und Laune anzupassen, wenn diese Mafiosi ihre Informanten wo auch immer platzieren können (siehe Frau Strasser im Bundeskrriminalamt ) Wenn Postenbesetzungen und Ausgeben von Steuermilliarden nur im Einklang mit den Wünschen der Paten abläuft, dann haben wir ein DEMOKRATIE PROBLEM, und zwar ein ganz Großes. Ich hoffe die ehrlichen Parteienverteter könnern sich von dieser Krake befreien. Sonst macht das ein...

hans wurst
 
01
30.9.2011, 19:31
die Mutter aller Untersuchungsausschüsse

untersuchen wir alles was es gibt, sodass schlussendlich nichts tiefgehend untersucht werden kann.
Nach einem Jahr wird alles von Schwarzrot abgewürgt, vielleicht im Zuge einer Neuwahl, um danach ein Argument zu haben "wurde eh alles untersucht, ist nix rausgekommen".
Was sollen diese Alibiaktionen? Halten sie uns wirklich für so dämlich?

Toeris
00
30.9.2011, 19:31

Was war das Resultat der vorangehenden Untersuchungsausschüssen?
Nichts!
Was wird bei diesem passieren?
Genau so viel.

Wolfgang Lederbauer1
20
30.9.2011, 21:05
...Was wird bei diesem passieren?...

Ihre Bedenken sind an sich berechtigt.

Bei diesem parlamentarischen Untersuchungsausschuss könnte man ein Exempel statuieren:

Bürgerinnen und Bürger wenden sich an die Mitglieder des parlamentarischen Untersuchungsausschusses mit Anregungen und Fragen.

All das könnte im Internet veröffentlicht werden.

Wir werden dies auf jeden Fall so praktizieren.

http://so-for-humanity.com2000.at/index.php... 426&page=7

Wenn Sie Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an uns:

http://so-for-humanity.com2000.at

Lousy World
 
00
30.9.2011, 19:12
Selbstkontrolle "?" wer glaubt wird selig !

Vorsitz + Verfahrensanwalts + Kommisonsmitglieder
bestehend aus rotschwarzblau
der richter richtet sich selbst.

don't follow me
21
30.9.2011, 18:57

+++Kommentar folgt+++

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