Auch Boten fahren um die Wette

30. September 2011, 17:52
  • Wer glaubt, ohne räumliches, strategisches und logistisches Denken effizient fahren zu können, der irrt gewaltig.
    foto: mathias lauringer / mlfoto.eu

    Wer glaubt, ohne räumliches, strategisches und logistisches Denken effizient fahren zu können, der irrt gewaltig.

  • Artikelbild
    foto: mathias lauringer / mlfoto.eu
  • Artikelbild
    foto: mathias lauringer / mlfoto.eu

Es war 1993, als in Berlin erstmals Fahrradboten aus der ganzen Welt eine WM austrugen - und zwar mitten im Straßenverkehr

Es war 1993, als in Berlin erstmals Fahrradboten aus der ganzen Welt eine WM austrugen. Und zwar mitten im Straßenverkehr. Seither sind ein paar Jahre vergangen: Fahrradboten gehören heute in allen größeren Städten zum Alltag.

Aus Abenteurer-Kollektiven für Idealisten mit Öko-Sendungsbewusstsein wurden professionelle Logistikunternehmen. Und das Fahren selbst dadurch (oft) zum McJob - auch wenn das dem Image und Selbstbild vieler Fahrer widerspricht: Bikemessenger fahren täglich durchschnittlich 100 Kilometer. Der Beruf verlangt und fördert Fitness-, Outdoor- und Survival-Skills - und wer glaubt, ohne räumliches, strategisches und logistisches Denken effizient fahren zu können, der irrt gewaltig.

Das bewiesen vergangenes Wochenende Fahrer (und Fahrerinnen) aus den Bike-Botenstädten Wien, Linz und Graz bei den "Österreichischen Radbotenmeisterschaften" (www.oerm2011.tk) in Linz. Neben Sprint- und Geschicklichkeitsbewerben ging es im "Mainrace" um die Kombination von Speed und Schläue.

Dass da mit Christoph Hammann-Kloss aus Freiburg ausgerechnet der einzige nicht in Österreich fahrende Bote gewann, trug man im ambitioniert, aber doch amikal ausgetragenen Bewerb mit Fassung. Obwohl der Sieg ein Problem aufwarf: Traditionell sollte die nächste Radboten-Staatsmeisterschaft in der Stadt des Siegers stattfinden. So wird es 2012 aber wohl Wien werden - und zwar so, wie man es seit der ersten WM in Berlin überall tut: nicht im "offenen" Straßenverkehr, sondern auf gesperrtem Terrain. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/01.10.2011)

Share if you care
9 Postings

wie immer bleibt die siegerin unerwähnt: Sarah aus Graz. und: Panda, die im vollrausch den frauen-goldsprint gewonnen hat :D :D

übrigens: nächstes jahr in wien? wollten wir nicht Laibach überfallen??

wir sind die guten!

Radfahren ist soooo cool!

!!!!!!!!!!!!

ob das wohl so abläuft wie in London?

http://www.youtube.com/watch?v=HLzGj10fg2g

da sieht man wie vernünftig fahrradfahrer sind: die versuchen wenigstens auf der richtigen (aka rechten) strassen-seite zu fahren, auch wenn es ihnen die anderen verkehrsteilnehmer schwer machen.

einfach ihrer zeit voraus diese radfahrer ;)

die sind ja total crazy!
erst hab ich mir ja gedacht: die fahren eh nur in einbahnen - bis mir die bodenmarkierungen gegen die fahrtrichtung aufgefallen sind. ;-)

...ab in die Heia...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.