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Wer glaubt, ohne räumliches, strategisches und logistisches Denken effizient fahren zu können, der irrt gewaltig.


Es war 1993, als in Berlin erstmals Fahrradboten aus der ganzen Welt eine WM austrugen. Und zwar mitten im Straßenverkehr. Seither sind ein paar Jahre vergangen: Fahrradboten gehören heute in allen größeren Städten zum Alltag.
Aus Abenteurer-Kollektiven für Idealisten mit Öko-Sendungsbewusstsein wurden professionelle Logistikunternehmen. Und das Fahren selbst dadurch (oft) zum McJob - auch wenn das dem Image und Selbstbild vieler Fahrer widerspricht: Bikemessenger fahren täglich durchschnittlich 100 Kilometer. Der Beruf verlangt und fördert Fitness-, Outdoor- und Survival-Skills - und wer glaubt, ohne räumliches, strategisches und logistisches Denken effizient fahren zu können, der irrt gewaltig.
Das bewiesen vergangenes Wochenende Fahrer (und Fahrerinnen) aus den Bike-Botenstädten Wien, Linz und Graz bei den "Österreichischen Radbotenmeisterschaften" (www.oerm2011.tk) in Linz. Neben Sprint- und Geschicklichkeitsbewerben ging es im "Mainrace" um die Kombination von Speed und Schläue.
Dass da mit Christoph Hammann-Kloss aus Freiburg ausgerechnet der einzige nicht in Österreich fahrende Bote gewann, trug man im ambitioniert, aber doch amikal ausgetragenen Bewerb mit Fassung. Obwohl der Sieg ein Problem aufwarf: Traditionell sollte die nächste Radboten-Staatsmeisterschaft in der Stadt des Siegers stattfinden. So wird es 2012 aber wohl Wien werden - und zwar so, wie man es seit der ersten WM in Berlin überall tut: nicht im "offenen" Straßenverkehr, sondern auf gesperrtem Terrain. (Thomas Rottenberg/DER STANDARD/Automobil/01.10.2011)
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ob das wohl so abläuft wie in London?
http://www.youtube.com/watch?v=HLzGj10fg2g
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