Umfrage

Österreicher zufrieden mit Gesundheitssystem

2. Oktober 2011, 08:44

45 Prozent vergeben Note 1 - Behandlungsfehler werden vielfach als Gefährdung eingeschätzt

Wien - Die Österreicher sind nach wie vor zufrieden mit dem Gesundheitswesen. In einer Umfrage von Europ Assistance (Gesundheitsbarometer 2011) in der Alpenrepublik, in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Schweden, Spanien, der CSR, Polen und den USA zeigte sich, dass 45 Prozent dem System die Bestnote 1 geben. Insgesamt sind von Mai bis Juni dieses Jahres rund 5.500 Personen in allen beteiligten Staaten befragt worden.

"Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass in keinem anderen Land die Zufriedenheit über das eigene Gesundheitssystem und über die Betreuung pflegebedürftiger älterer Menschen so groß ist, wie in Österreich. Doch die Beurteilung fällt nicht mehr so hervorragend aus wie noch im Vorjahr", sagte Jean-Francois Diet, Geschäftsführer von Europ Assistance, am Freitag bei einer Pressekonferenz in Wien. Der Notfall-Dienstleister im Versicherungswesen gehört zur Generali-Gruppe.

Einige Grunddaten: 45 Prozent der Österreicher bewerten das Gesundheitssystem als exzellent oder sehr gut. Damit liegt Österreich wieder mit Abstand auf Platz 1, gefolgt von Großbritannien mit 32 Prozent. Allerdings hatten im vergangenen Jahr noch 52 Prozent der Österreicher die Bestnoten vergeben, es waren damals in der Vergleichsuntersuchung 34 Prozent der Briten.

Öffentliche Finanzierung

Abgenommen haben die Sorgen der Österreicher bezüglich der staatlichen Finanzierung des Gesundheitswesens. Vergangenes Jahr hatten hier 62 Prozent der 500 in Österreich Befragten Bedenken geäußert, 2011 waren es 50 Prozent. Eine Erhöhung der Kosten für die medizinische Behandlung befürchteten im vergangenen Jahr 49 Prozent, in diesem Jahr waren es 43 Prozent.

Einen ungleichen Zugang zur Gesundheitsvorsorge befürchteten bei der aktuellen Erhebung 49 Prozent der Befragten in Österreich, vergangenes Jahr waren es 43 Prozent. Mehr als verdoppelt hat sich der Anteil der Personen, die Behandlungsfehler als Gefährdung einschätzen (21 Prozent im vergangenen Jahr, 47 Prozent im Jahr 2011).

Die Frage, ob das gegenwärtige Gesundheitssystem den gleichen Zugang zur Versorgung für alle Bürger sicherstellt, beantworteten 2011 exakt 48 Prozent der Österreicher mit "Ja" (2010: 52 Prozent). Noch höher liegt dieser Wert nur in Frankreich mit 49 Prozent und in Großbritannien mit 55 Prozent. In Deutschland glauben das lediglich 29 Prozent der Befragten.

Schließlich die Pflege: 23 Prozent der Österreicher beurteilen die Betreuung pflegebedürftiger älterer Menschen als hervorragend oder sehr gut, 42 Prozent als gut. Mit diesen Werten liegt Österreich ebenfalls auf Platz 1 im Ländervergleich. (APA)

GE
00
2.10.2011, 23:10

Das Schweizer Gesundheitssystem ist auf alle Fälle weit vor Österreich. Da hilft nix dagegen!

pepe123
00
4.10.2011, 07:22

stimmt stimmt

erich1963
00
2.10.2011, 19:42
Was heißt denn das schon in Österreich?

Viele Menschen waren auch zufrieden mit der Politik eines Jörg Haider oder KH Grasser. So what?

Mat Schub
01
2.10.2011, 12:29
Frage wie lange...

momentan kann man die Einsparungen auf Kosten der Angestellten noch kompensieren, aber leider werden auch sicherlich immer mehr Pfleger/innen und Ärzte durch das erhöhte Arbeitspensum krank gemacht. Verdoppelt hat sich die Angst vor Behandlungsfehlern... Woher das wohl kommt??? Warten wir mal welche Einsparungen noch auf uns zukommen.
Viel Spass beim nächsten Ambulanzbesuch... Wenn der Arzt der Sie behandelt bereits 24h im Dienst ist und die Pflegekraft gerade bei einem anderen steht, da man ja eine Arbeitskraft einsparen konnte.
Aber Platz 1 ist super...

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