Schlafrhythmus

Früh aufstehen hält Teenager schlank

1. Oktober 2011, 08:19

Schuld ist die unsportlich verbrachte Abendzeit

Adelaide - Früh zu Bett gehen und früh wieder aufstehen hält Jugendliche schlank. Der tägliche Rhythmus wiegt schwerer als die reine Schlafzeit. Schuld daran sei die recht "unsportlich" verbrachte Abendzeit, berichten australische Forscher in der Zeitschrift "Sleep" der amerikanischen Akademie für Schlafmedizin.

Carol Maher von der Universität South Australia in Adelaide hatte 2.200 Kinder und Jugendliche von neun bis 16 Jahren nach ihrem Tagesrhythmus befragt und diesen in Verbindung mit ihrem Gewicht gesetzt. Dabei fand sie, dass Jugendliche, die zum späten Aufstehen neigten und den Abend bis spät in die Nacht ausdehnten mit eineinhalbfach größerer Wahrscheinlichkeit Übergewicht hatten. Sie waren nur halb so lange im Tagesablauf körperlich aktiv und saßen fast dreimal so lange vor einem Bildschirm wie die Gruppe der früh aktiven Jugendlichen.

Rhythmus vor Länge

"Wissenschafter hatten in den vergangenen Jahren festgestellt, dass Jugendliche mit weniger Schlaf eine Reihe von gesundheitlichen Problemen bekommen", sagte Maher. "Wir haben dagegen festgestellt, dass beide Gruppen praktisch die gleiche Menge an Schlaf bekommen. Das bedeutet, dass der Tagesablauf noch wichtiger ist als die Schlaflänge."

Entscheidend ist, wie die Zeit verbracht wird, berichtet die Wissenschafterin. Grob gesehen hatten die Jugendlichen der späten Gruppe im Schnitt eine halbe Stunde körperlicher Aktivität pro Tag eingetauscht durch Sitzen sowie die Bewegung der Finger an Maus und Tastatur. "Es ist bekannt, dass der natürliche Tagesrhythmus von Jugendlichen anders ist als der von Kindern und Erwachsenen. Es ist normal für sie, lange aufzubleiben", sagt Maher. "Ungünstig ist nur, dass dieser Rhythmus heute oft zu ungesundem Verhalten führt." (APA)

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13 Postings
Der Anton aus Tirol
01
3.10.2011, 15:07

Bin seit Kind an ein Frühaufsteher und hab trotzdem einen Schwimmreifen. Bei mir hat die Studie versagt. :)

Spucks
00
3.10.2011, 10:57

Der Titel ist Schwachsinn, was die Studie aussagt ist "Wer sich mehr bewegt, bleibt eher schlank" ... welch eine Überraschung.

Ulrike Reiter
29
1.10.2011, 16:37
Wissenschaftler im Dienste der Kontrolle

Das ist das Gegenteil von all dem, was meiner persönlichen Erfahrung entspricht und ich je dazu gelesen habe. Durch die Hormonumstellung der Pubertierenden verändert sich ihr Schlafrhythmus und das Schlafmuster von Erwachsenen stellt sich erst am Ende dieser Phase ein. Jugendliche schlafen erst spät ein und ruhen sehr lange. Das erweckt den Eindruck von Faulheit und Desinteresse, aber ihr Körper gibt nur dieses Programm her.

Diese australische Untersuchung stinkt nach „bringen sie ihr pubertäres Kind mal ordentlich auf Trab, dann behalten sie die Kontrolle“ (hier geht es um die Kontrolle über das Gewicht). Wann wird der Nutzen von kalten Duschen für Jugendliche wiederentdeckt?

O5
21
3.10.2011, 14:42

Diese Leute analysieren DATEN. Sie schwadronieren über Ideologien. Fällt Ihnen was auf?

Ulrike Reiter
10
3.10.2011, 19:49

Nur weil man auf etwas DATEN und WISSENSCHAFT schreibt, werden die Erkenntnisse nicht richtiger. Hier ein Überblick über wissenschaftliche Resultate zu diesem Komplex: http://lmgtfy.com/?q=Schlaf... ert%C3%A4t

Mein Sohn, sein Vater und ich haben die Pubertät als Strudel in Sachen Zeit erlebt. Der Tag changierte zwischen höchster Aktivität und totaler Müdigkeit. Die Nacht hingegen war kein Garant für Schlaf. Bei allen Freunden (zu meinen Tagen oder später als Eltern) habe ich es nie anders erlebt.

Die später erlebte Normalität im Sinne der körperlich gemeinsam erlebten Tageseinteilung war ein Geschenk. Allerdings mag ich das jugendliche „ich knutsche mit Georg dem Sonnenaufgang entgegen“ auch nicht missen.

A ndreas Bogeschdorfer
11
3.10.2011, 16:03

Glauben sie allen Ernstes, dass Erstellung und Analysen von Daten ohne Einfluss von Standpunkten der durchführenden Personen stattfinden?

Dann dürfen Sie sich auch was vom Christkind wünschen, von wissenschaftlicher Arbeit sollten Sie aber besser die Finger lassen.

Lichtfreak
00
3.10.2011, 13:35
Kann ich bestätigen!

Kindheit: 6 Uhr raus
Teen: na so bis 8 halte ich es aus, aber dann...
Ab Pubertät: Vor 11 Uhr musst du gar nicht erst...

Erisian Liberation Front
10
3.10.2011, 10:04
Blödsinn

Die Kids sind eher mit dem Problem versehen, daß sie zu wenig Bewegung machen also sucht man nach einer Methode, dies auszugleichen.
Wenn ich an meine Unterstufenzeit zurückdenke, dann sind wir nicht wegen der frühen Aufstehzeit schlank geblieben, sondern weil wir teilweise schon um 6.30 im Schwimmtraining waren.
Wogegen Klassenkollegen, die halt erst um 8 Uhr in der Schule waren nicht gerade die Schlanksten waren.
Mit Kontrolle hat das nichts zu tun.

h 90
07
2.10.2011, 18:58

Nah es stimmt schon wenn man die Jugendlichen um 6 aufweckt und den Vormittag maschieren laesst, dann bleiben sie schlank.
Weiss man schon seit den 30er Jahren.

chrilly donninger1
00
1.10.2011, 19:01
Mit dem Alter war ich weder dem Anschein nach

noch tatsächlich faul.
Im Gegenteil, man hat - für die Umwelt - eher zuviel Energie.

Vera Rschung
 
03
1.10.2011, 10:05
Wer jede Nacht stundenlang Laufen geht

und tagsüber sich vom Nachtsport erholt, wird wohl auch schlank und rank bleiben. Egal welchen Alters er ist.

Nick31
00
3.10.2011, 14:00

Interessant, dass Sie das vermuten - ich erinnere mich an eine Studie, wo in einem Großkonzern (Fließbandherstellung, schwere körperliche Arbeit) die Nachtschichtler mit den Frühschichtlern verglichen wurden.
Die Nachschichtler hatten einiges mehr auf den Rippen.

pox vobiscum
01
2.10.2011, 18:22

Ja, ja, im Dauerlauf von einem Lokal zum anderen dann und wann ein kleiner Sprint an die Bar, und die Umwege, die man für einen guten Ausblick auf ansprechende Kurven in Kauf nimmt, nicht zu vergessen...

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