Inserate

"Österreich", "Krone", "Heute" erfüllen VP-Bedingung nicht

29. September 2011, 18:13

Inserate nur für Mitglieder im Presserat - SP winkt ab

Setzte sich ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf mit seiner Bedingung für Regierungsinserate durch, bekämen fünf heute besonders stark gebuchte Blätter keine öffentlichen Werbeaufträge mehr. Krone, Österreich und Heute traten dem Presserat bisher nicht bei, auch Presse und die Kärntner Tageszeitung fehlen noch. Kopf verlangt, Regierungsinserate nur in Titeln zu schalten, die "sich dem Ehrenkodex des Presserats unterwerfen".

Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SP) klingt davon nicht begeistert: Der Staat müsse wirtschaftlich und zweckmäßig handeln, also schalten, "wo man die jeweilige Zielgruppe am effektivsten erreicht". Kriterien dafür solle der geplante Beirat festlegen.

Zeitungen: Eigner offenlegen

Eine weitere Bedingung für öffentliches Werbegeld unterstützt der Zeitungsverband VÖZ: Besitzverhältnisse der gebuchten Zeitungen seien offenzulegen. "Erst die Kenntnis der wahren wirtschaftlichen Eigentümer lässt eine abschließende Beurteilung von Vertragsverhältnissen zwischen Medienunternehmen und Auftraggebern aus der staatlichen Einflusssphäre zu. Hierbei ist unerlässlich, gerade auch aus dem Firmenbuch nicht ersichtliche Informationen wie stille Beteiligungen, Treuhandkonstruktionen und Stiftungskonstruktionen offenzulegen", ließ der Verband verlauten und betonte bei der Gelegenheit: Mehr TV-Werbezeit für den ORF komme nicht infrage.

Presserat berät Reform

Mit Medien, die ihm nicht beitreten, hat der Presserat noch ein anderes Problem: Er kann Beschwerden über solche Medien zwar behandeln und ihnen Verletzungen des Ehrenkodex attestieren. Doch bisher darf er solche Entscheidungen gegen Nichtmitglieder nur deren Verleger mitteilen, nicht aber dem Beschwerdeführer oder diese veröffentlichen. Die Veröffentlichung der Entscheidungen ist aber das wichtigste Sanktionsinstrument des Presserats. Kommende Woche beraten die Trägervereine nach Infos des Standard über neue Statuten, die dem Rat die Veröffentlichung erlauben. (fid, APA, DER STANDARD; Printausgbe, 30.9.2011)

Stefano Rosetti1
00
30.9.2011, 15:04
...und noch einmal

Kalvarienberg
00
30.9.2011, 15:00
"Besitzverhältnisse der gebuchten Zeitungen seien offenzulegen."

Hmm: Bin ich jetzt deppert? Und trotzdem kriegen die Millionen an Presseförderungen? Ich glaub das alles echt nicht !!!!!

CTRL+ALT+DEL
02
30.9.2011, 10:53
Ostermayers Krokodilstränen

Mir gefällt der Vorschlag, ist besser als nichts.

Jedenfalls ist es bezeichnend, wenn Ostermayer Krokodilstränen darüber vergießt, dass er in seinen Revolverblättchen nicht inserieren kann. Wäre schön blöd für die SPÖ, wenn "Heute" das Geschäftsmodell verliert, oder?

Auch die Revolverblättchen sollten sich den Spielregeln unterwerfen müssen, wenn ihnen schon unnötigerweise Steuergelder in den Rachen geworfen werden.

saunaecho
01
30.9.2011, 19:10
Verschwendetes Steuergeld !

Der Staat, die ÖBB, die ASFINAK etc haben als Monopolisten keine Konkurrenz und benötigen daher logisch auch keine Werbung, um der Konkurrenz Kunden abzuwerben.
Es genügt eine ordentliche Homepage, auf der man die Angebote bei Bedarf nachlesen kann.
Inserate sind unnötig und daher eine Verschwendung, die man per Gesetz verbieten sollte !

erkelteter tiger
08
29.9.2011, 23:19
österreich wäre ohne diese blätter

einfach ein stückerl besser

angehender Medientechniker
 
08
29.9.2011, 19:56
Das wäre

wahrlich eine interessante und verfolgenswerte Idee.

rundschau
17
29.9.2011, 18:52
gratulation an die vp für diesen vorschlag

warum soll man den boulevard mit ihren gossengeschichen auch versteckte subventionen einräumen?

selbiges gilt natürlich auch für den boulevard-orf in form der gis gebühren.

Trollblume - Silvia Sumser
02
29.9.2011, 18:20

Bitte, bitte, bitte - stoppt diesen Schwachsinn!

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