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Passagiere auf einem sinkenden Schiff? Das Telco-Panel zur Diskussion "Mut zur Differenzierung".
Fakt ist: Wo früher in der Telekommunikation Geld zu verdienen war, regiert jetzt das Negativwachstum und die Margen der Netzbetreiber schrumpfen. Die einführende Keynote von Karim Taga von Arthur D. Little beim Telco-Panel "Mut zur Differenzierung" veranschaulichte die kommenden Herausforderungen für die Branche und wurde von besorgten Blicken und konstantem Nicken der geladenen Entscheidungsträger begleitet.
Laut Taga ist die eingangs geschilderte Entwicklung von globalem Ausmaß und treibt große Player außerhalb Europa dazu, ihre Infrastruktur zu verkaufen und hohe Investitionen bis zu 1,5 Milliarden Euro in Cloud Computing zu tätigen.
Exitstrategien
Als Ausweg werden auf den großen Konferenzen weltweit vier Szenarien beschworen, erzählte Taga:
2015, zeigte Taga auf, wird in Europa der Punkt erreicht sein, an dem die Produktionskosten eines Gigabytes dessen Marktwert überschreiten. Deshalb sei es höchste Zeit, sich an den Erfolgsstrategien moderner Unternehmen zu orientieren, um in dem Triumvirat Telecom Player, Content Player und System Player Synergien ausloten.
Zeiten ändern sich
Robert Chvátal von T-Mobile ergriff als Erster das Wort und bestätigte Taga in seinem Vortrag: "Das Telekommunikationsgeschäft wird von Over-the-Top Playern wie Google, Facebook & Co. angegriffen. Wir betreiben traditionell ein stark reguliertes Geschäft, aber die Zeit für Veränderung ist gekommen. Allein die Tatsache, dass unsere Preise sinken, obwohl der Konsumentenindex steigt, ist ein Warnsignal."
Nachdem Thomas Hintze sich von den Problem unberührt gab, seine Zukunft im "Internet of Things" verortet und UPC als "fundamentalistische Festnetzseite" bezeichnete, platzte Michael Krammer von Orange der Kragen und er stieg emotional in seinen Abgesang der Telco-Branche ein.
"Wir sind feste Trottel"
"Apples Umsatz im zweiten Quartal betrug 25 Milliarden Dollar. Sie haben 18,7 Millionen iPhones verkauft, die wir Mobilfunker mit durchschnittlich 400 Dollar pro Stück stützen. Das heißt, allein 30 Prozent des Umsatzes kommen von uns. Hier braucht man Mut zur Selbstreflexion: Wir sind feste Trottel", warf Krammer in die Runde, um kurz darauf auf die Aktienpolitik der Großkonzerne einzuschlagen. "Die meisten von uns sind börsennotierte Unternehmen, die zweimal jährlich durchschnittlich zehn Prozent Rendite an unsere Aktionäre ausschütten, um diese zufrieden zu halten. Würden wir diese nur zweimal einbehalten, könnte sich beispielsweise die Telekom France Skype leisten, aber nein, das tun wir nicht. Wir sind in Wirklichkeit ein Junkbond."
Angebot von Nokia
Alexander Oswald von Nokia, das Unternehmen befindet sich selbst gerade durch die neue Partnerschaft mit Microsoft in der Selbstfindungsphase, versuchte aus der prekären Situation das Beste rauszuholen und die Netzbetreiber auf ein gewinnbringendes Miteinander einzuschwören. "Mit Apple gibt es keinen partizipativen Ansatz. Nokia schließt mit allen Netzbetreibern individuelle Billingsysteme ab, sodass der über Content kommende Umsatz geteilt wird", versuchte er sein Unternehmen als Leuchtturm zu positionieren.
M2M für A1
Alexander Sperl von A1, der einzige Anbieter, der sich keinem Großkonzern verpflichtet fühlen muss, verortete durchaus Überlebenschancen in Nischenbereichen und sandte zudem einen Appell an die Politik. "Wir arbeiten daran eine Schnittstelle zu werden. Auf dem Plan steht die Vertikalisierung für extra Wertschöpfung. Wir haben beispielsweise ein Machine-2-Machine (M2M) Unternehmen gegründet. Wir rechnen weiters damit, dass die Nachfrage nach Bandbreite weiter exponentiell steigen wird und es einer nachhaltigen Qualitätssicherung bedarf. Um diese Herausforderungen bewältigen zu können, braucht es zusätzliche regulatorische und politische Rahmenbedingungen."
Hutchison 3G für Apple
Jan Trionow von Hutchison 3G stellte sich bewusst gegen das Apple-Bashing und erinnerte die Anwesenden daran, dass die Probleme hausgemacht seien und Apple der Branche durch ein exzellentes Produkt eigentlich einen Gefallen getan habe. Die Strategieplanung solle sich weniger auf globaler Ebene abspielen, sondern die lokalen Chancen im Servicebereich, im Bundeling und als Bit-Pipe ausloten. "Unsere Preise wären in Österreich auch so in den Keller gerutscht", hielt Trionow fest und bemerkte trocken "und wir hätten uns auch so die Köpfe eingeschlagen."
Conclusio
Krammer brachte abschließend ein weiteres Hindernis auf dem Weg in die Zukunft zur Sprache: "Wir können nur skalieren, wo wir auch ein Netz hinbauen. Die hohe Kostenintesität ist ein großer Nachteil unseres Geschäfts, die Googles und Skypes hingegen schreiben einfach ein 'Programmerl' um."
Die Schlussfolgerung des Orange-Bosses kam dann wie ein allgemeingültiges Eingeständnis daher: "Wir müssen innerhalb und außerhalb des Unternehmens die Effektivität erhöhen und durch Investitionen in andere Themenbereiche einsteigen. Und es bleiben uns die Zusatzgeschäfte: der Versicherungsverkauf und der Zubhörverkauf." Hätte die Diskussion nicht eine kräftige Portion österreichischen Schmähs transportiert, hätten wohl alle Anwesenden den Raum mit hängendem Haupt verlassen. (tara/derStandard.at/30.09.2011)
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dabei ist das 4S eine solche Verar... das einem schlecht werden müsste ... das SGS2 krigst um 0 Euro zu einem 20 Euro Tarif dazu ... das Eierhandy hostet 300€ und 45€ monatlich ... und dann ist die Krücke auch noch langsamer wie das SGS2 ... http://www.youtube.com/watch?v=edT-jr2nlDA
Selbsterkenntnis, aber leider viel zu spät! Doch sie werden weiterhin diesem Konzern in den Hintern kriechen ... in der Hoffnung, ein paar Krümel vom Kuchen abzubekommen ... wer ohne Rückgrat wirtschaftet, darf sich nicht wundern, wenn er ein Wurm ist ...
wie die Servicepauschale(n); AGB-Änderungen während der Vertragslaufzeit oder mangelnden Kundensupport wirft halt kein gutes Lichtauf die Provider. Und heute ist es ehrlich schon wurscht wo man sich sein iPhone kauft. Jeder Betreiber hat eine gleich schlechte oder gute Hotline und (fast) die gleichen AGBs.
Die Blase wird bald platzen und wir werden auf Kommunikation mittels Rauchzeichen zurückkehren.
Da heißts 10 Jahre lang Vielfalt, Vielfalt, Vielfalt, dann wollen wieder alle zusammen und Einheit und Kooperation.... da hätt ma die alte Post- und Telegraphenverwaltung auch gleich behalten können.....
glauben die wirklich wir können die differenz zu einem gleichen tarif bei der gleichen firma und leistung nicht ausrechnen und mit dem gerätepreis bei geizhals addieren?
selten, dass da was positives rauskommt und wenn dann über 2-3 jahre 50€ aber Bindung.
(vlg. 3 supersim 12€ (und mit Bindung 20€))
das ist mehr oder weniger die Kern ausage aller Anbieter bis auf UPC. Diese Konzerne bieten auch im high end Businessbereich die Geräte an und wundern sich. Würden sie nicht Stützen würden sie grössere resourcen frei haben um das Netz auszubauen oder auf neue Technik umsteigen.
Diese "smart phones" gehören sofort aus den Regalen oder zu einem Preis angeboten der für die Anbieter noch einen Erträglichen Umsatz bietet. Denn wer eines haben will spart darauf oder zwingt sich selbst abzuwägen brauch ich das wirklich oder nicht.
Bloß Geil damit auf Kundenfang zu gehen und dann darüber klagen zeigt wie sehr Dummheit und Beratungsresistenz in diversen Ebenen vorhanden ist. Wozu hat man diese Effen denn Studieren geschickt?
bei der österr. geizgeilgier mentalität ein schwieriges unterfangen. hätten die provider nicht demassen in die stützung endgeräte investiert, wäre wahrscheinlich nicht mal 1/4 der smartphones im umlauf.
denn sobald im bereich mobilfunk was zu zahlen ist kommt der grosse aufschrei. obwohl at, von der hardware bis hin zu den tarifen, zu den günstigsten zählt.
"Wir sind feste Trottel! Die meisten von uns sind börsennotierte Unternehmen, die zweimal jährlich durchschnittlich zehn Prozent Rendite an unsere Aktionäre ausschütten, um diese zufrieden zu halten. Würden wir diese nur zweimal einbehalten, könnte sich beispielsweise die Telekom France Skype leisten, aber nein, das tun wir nicht. Wir sind in Wirklichkeit ein Junkbond."
Daran krankt es in Wirklichkeit: Das gesunde Unternehmen nur mehr darauf hinarbeiten um die Aktionäre bei Laune zu halten. Geld, dass für Investionen, Innovationen und Rücklagenbildung fehlt.
Über kurz oder lang, ruiniert diese Vorgehensweise jedes Unternehmen.
wer sind den die gierigen großaktionäre?
der österreichische (a1,28%), der deutsche (tmobile,31,7%) und der französische (orange, 26,65%) staat - sie sind jeweils die größten aktionäre und haben sperrminorität, neues feindbild, bitte!
Als Reaktion darauf hat der drittgrößte heimische Mobilfunker Orange seine Strategie geändert und positioniert sich, seit einigen Monaten, als "Preisbrecher" am Markt. Mit neuen Tarifen uns Services zementiert man diese Position.
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