Pfefferspray-Einsatz löst Debatte über Polizeigewalt aus
30. September 2011, 08:14
Offizier der New Yorker Polizei bei Angriff auf Demonstrantinnen gefilmt
Dass seit 17. September bis zu tausend US-Bürger in New York nach arabischem Vorbild täglich auf die Straße gehen, ist kein großes Thema für die amerikanischen Medien. Der umstrittene Pfefferspray-Einsatz eines Polizeioffiziers hat es aber doch in den Lokalteil der New York Times geschafft.
Deputy Inspector Anthony Bologna wurde gefilmt, als er bei einer Demonstration am 24. September offenbar ohne konkreten Anlass auf eine hinter einem orangen Plastiknetz eingekesselte Gruppe zutrat und drei Frauen mit einem Reizgasspray besprühte.
Dass es einem Demonstranten zufällig gelang, aus einem Digitalfoto die Abbildung von Bolognas Dienstabzeichen in lesbarer Qualität auszuschneiden, führte schnell zur Ausforschung des Angreifers. Das Hackerkollektiv Anonymous veröffentlichte den Namen und später die Wohnadresse des Polizisten.
Paul J. Browne, Sprecher der New Yorker Polizei, verteidigte das Vorgehen des Beamten: der "sparsame" Pfefferspray-Einsatz sei "angemessen" gewesen. Schließlich habe Bologna versucht, Demonstranten, die Polizisten angreifen wollten, zu stoppen, wovon auf dem Video allerdings nichts zu sehen ist. Browne vermutet, dass die Szene nachträglich entfernt worden sei.
Der Polizeisprecher hatte vor einer Woche behauptet, ein Demonstrant sei festgenommen worden, weil er „eine Polizeiabsperrung übersprungen und Widerstand geleistet" habe. Fotos der Festnahme zeigen allerdings das Gegenteil, Browne nahm seinen Vorwurf zurück.
Dem Polizisten Bologna war bereits bei den Protesten gegen den republikanischen Parteitag 2004 in New York vorgeworfen worden, mit unnötiger Gewalt gegen Protestierende vorgegangen zu sein. Anders als damals wurden die Übergriffe diesmal aber auf zahlreichen Videos dokumentiert. Der britische "Guardian" ruft seine Leserschaft sogar auf, sich an der Rekonstruktion der Ereignisse am New Yorker Union Square zu beteiligen. (bed)
Obwohl den US-Präsidenten von François Hollande ideologisch deutlich weniger trennt als von dessen Vorgänger, gibt sich Obama wegen des Wahlkampfes zurückhaltend bei der Begrüßung des Franzosen.
Bruce Springsteen singt über die Krise, Gier und den Einfallsreichtum der kleinen Leute - Asbury Park, die Stadt, in der er seine Karriere begann, ist ein typisches Beispiel für die amerikanische Achterbahn
Die "Occupy"-Bewegung muss umgehend als einzig legitime Vertretung der Menschen auf dem Gebiet der U"S"A diplomatisch anerkannt werden.
Endlich besteht die Hoffnung, daß auf dem von Plutakraten kontrollierten staatenlosen Gebiet auf dem nordamerinakischen Subkontinent ein demokratisches Staatswesen entstehen könnte!
...wenn sowas in Moskau oder Peking passiert schreien die Leute nach Ächtung, Isolierung und Sanktionen. Wann werden die USA mal für ihr bürger- und menschenfeindliches Verhalten geächtet? Dieses Land ist um keinen Deut besser als Russland oder China. Aber im Gegensatz zu beiden genannten finden wir Amerika in Europa ganz toll und verbreiten hier noch ihre (Un)Kultur und politisch lass ma uns auch von Washington sagen, was ma tun sollen. Widerlich!
radiohead war ein witz - die sind auf eine fakemail reingefallen. für alle die mal eine gscheite zusammenfassung lesen will was da überhaupt abgeht empfehl ich den artikel: http://www.newsgrape.com/a/occupyw... enfassung/
hab mich auch schon gewundert wie schwer es hier war etwas darüber zu finden. Hätte ich davon nicht gewusst wäre es mir wohl glatt nicht aufgefallen....
So soll wohl den Protesten der Nährboden entzogen werden, damit sie schnell wieder aufhören bevor sie richtig angefangen haben. Selbe Methode wie ende der 60er, zumindest am System hat sich noch nicht viel geändert, das ist wohl nur verfeinert worden.
wenn ein Staat systematisch gegen die eigene Bevölkerung aufrüstet. Und die Angst dahinter ist gut nachvollziehbar, so korrupt wie die dortige Politik zwischenzeitlich schon ist.
Und, dummerweise, können's auch nicht mehr ewig die Bevölkerung verblöden oder davon ablenken, dass es immer weiter schief geht im "Land of the Free".
Ganz im Unterschied zu den laufenden Unschuldsvermutungen die wir hier haben, immerhin wird hier immer alles korrekt gemacht, manche Vorgaenge sind halt, unbeliebt.
als uranabgereicherte DU-Munition.
Diese haben die NATO in Libyen wieder zu tausenden Tonnen eingesetzt.
Damit sind weite Landstiche, ebenso wie im Kosovo, Irak, Afghanistan, Somali, usw auf lange Zeit unbewohnbar.
Hm, mir war gar nicht bewusst, das man sich als Buerger, der eine andere Meinung als die herrschende Kaste vertritt, zwischen Folter und Tod entscheiden muss. Irgendwas hab ich da glaub ich verpasst.
Erklaert trotzdem nicht warum ich Pfefferspray bevorzugen sollt.
Mir ist die Thematik durchaus bekannt, wenns wollen koenn ma auch noch auf die Privatarmeen hinweisen, die Kriege jenseits jeglichem Kriegsrechts austragen, nur damit Politiker in der oeffentlichkeit sagen koennen, unser Militaer haelt sich an internationale Abkommen. Oder warum die Intervention in Lybien so lang gedauert hat und sich die Haltung zu den vorgaengen dort jede Woche geaendert hat. Von Gitmo und racial profiling woll ma da gar ned erst anfangen....
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