Ehemaliger Wiener ÖVP-Gemeinderat Aigner tritt aus der Partei aus

29. September 2011, 13:34
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    foto: apa/pfarrhofer

    "Ich werde aus der ÖVP austreten", sagt Wolfgang Aigner.

Vor drohendem Verfahren des Partei-Schiedsgerichtes

Wien - Der Wiener Gemeinderat Wolfgang Aigner, der kürzlich dem ÖVP-Klub den Rücken gekehrt hat, setzt nun den nächsten Schritt: Er wird aus der ÖVP austreten. Das hat er am Donnerstag angekündigt. Anlass dafür ist ein drohendes Parteigerichts-Verfahren. Aigner ist seit seinem Ausscheiden aus dem Klub "wilder" Abgeordneter im Wiener Rathaus.

Die ÖVP, so war geplant, wollte sich noch einmal detailliert mit ihrem Ex-Klubmitglied beschäftigen. Die "Causa Aigner" sollte nämlich auf Beschluss des schwarzen Landesparteivorstands dem Schiedsgericht überantwortet werden, bestätigte ein ÖVP-Sprecher einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten". Dieses aus fünf Mitgliedern bestehende Gremium hätte prüfen sollen, ob Aigner "parteischädigendes Verhalten" an den Tag gelegt habe und deshalb ein Parteiausschluss anzudenken ist.

Letztentscheidung bei Landesvorstand

Das Schiedsgericht hätte dann vorschlagen, wie man aufgrund des Ergebnisses der Prüfung verfahren sollte. Die Letztentscheidung liegt in so einem Fall beim Landesparteivorstand.

"Ich werde mich diesem Verfahren nicht stellen und aus der ÖVP austreten", sagte Aigner im APA-Gespräch. Denn die Entscheidung des Gremiums sei vorhersehbar: "Es ist dort kein faires Verfahren zu erwarten." Aigner bezeichnete es als "lächerlich", dass die ÖVP nun rechtliche Schritte setze. Man wolle offenbar nicht inhaltlich diskutieren.

Tamandl wehrt sich gegen Kritik

Die Interimschefin der Wiener ÖVP, Gabriele Tamandl, hat am Donnerstag die Kritik des nunmehrigen "wilden" Mandatars Wolfgang Aigners zurückgewiesen. Es hätte sehr wohl ein faires Verfahren von einem objektiven und unabhängigen Schiedsgericht gegeben, ließ Tamandl über einen Parteisprecher ausrichten. Entsprechende Vorwürfe Aigners, er kenne das Ergebnis eines etwaigen Ausschlussverfahrens sowieso schon vorher, entbehre jeglicher Grundlage.

Es sei zudem bedauerlich, dass das scheidende Parteimitglied dem neuen ÖVP-Team keine Chance gegeben habe und die Tür zur Mitarbeit an einer Neuausrichtung von sich aus zugeschlagen habe, so der Sprecher. Dass es - wie Aigner in einem Schreiben an die Landespartei moniert - keine inhaltliche und strategische Debatten gebe, stimme nicht. Schließlich befinde man sich bereits in einem Diskussionsprozess, in dem man sich der Basis annähere und auf Wünsche von Mitgliedern und Funktionären eingehe. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 29
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nvidia
 
00
30.9.2011, 17:41

parteischädigendes Verhalten muahahahaha

tipp ex
00
30.9.2011, 14:10
Wer ist Aigner??

Was für welche Causa??

mizzi9
00
30.9.2011, 10:54
welche causa?

Bitte um Info...

Kein Kommentar
03
30.9.2011, 10:50
Aigner hat schon recht!

Man kann der Wiener ÖVP nicht trauen. Dafür waren schon zuviele politische "Mordkommandos" unterwegs.

Ich halte es mit Stenzl - die ÖVP Wien ist (gehirn-) tot. Eine Neugründung ist unumgänglich. Noch zittert aber der Leichnam.....

au contraire
11
30.9.2011, 08:42

Was ist die "Causa Aigner"?

MUSS man die kennen oder ist das nur wieder ein weiterer Korruptionsfall, der in der Masse schon mal untergehen kann?

jimmydean
00
30.9.2011, 04:34
wird wohl bei der nächsten wien-wahl

auch ein paar övp-abspaltungen geben... recht(s) so

Curd Hombre
21
29.9.2011, 22:52
...wieso tritt er aus-...

hat er eine ÖVP Schweinerei nicht mitgemacht?

Ignatius von Stein
00
29.9.2011, 21:27
...

Recht hat er... Hab ich schon nach schussel gemacht

Freu dich - es gibt Keinen der dich liebt
29
29.9.2011, 21:15
Aus der OeVP austreten

bedeutet quasi in das reale Leben eintreten

Ignatius von Stein
00
30.9.2011, 15:19
....

großartig ! :-))

Dr. Wolfgang Schüsse1
04
30.9.2011, 00:22

Niemand weiss das besser als ich...

atomkraft neindanke
00
29.9.2011, 19:34
wer geht , kann nicht mehr ausgeschlossen werden und frei agieren, auch nciht schlecht!

der Artikel setzt anscheinend voraus, dass alle Welt weiß, warum Herr Aigner ausgeschlossen werden sollte.
Parteischädigendes Verhalten sagt einem ja nicht gleich was!
im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Clubzwang die Teilnahme der Gemeinderät_innen an den Gemeinderatssitzungen eh ad absurdum führt. Es einzelner Wilder kann man dafür zumindest unangenehme Fragen stellen, weil man ja dann wirklich nur mehr seinem Wissen und Gewissen verpflichtet ist.

ikepod
210
29.9.2011, 18:41
wer bis jetzt nich sein parteibuch zurück gelegt hat

unterstützt ein korruptes system!

ich bin für ein system ohne parteien
für pilz und die piraten!

viet
00
29.9.2011, 17:47
Klingt ja alles sehr verstaubt, verschroben und eigentlich wie im Kremel.

winedoctor
00
29.9.2011, 17:35
und was war die ursche?

is was passiert oder war das nur so, die "causa aigner"?

Der junge Jim Kirk
211
29.9.2011, 17:21

Wozu hält sich raiffeisen und die wirtschaftskammer eigentlich eine wr. ÖVP? Hat das steuerliche Gründe oder wollen die auch was zu lachen haben?

Erika Rothen
48
29.9.2011, 15:36
Den lukrativen Landtagssitz gibt er nicht auf,

er trennt sich nur von jenen Ämtern, welche kein Geld bringen.

Eine der vielen Politschmarotzer, welche den Staat schamlos aussaugen.

tron_at
43
29.9.2011, 17:14

ich kenne den Mann nicht, auch seine Motive sind mir unbekannt, aber Sie vermischen hier Kraut und Rüben.

Erika Rothen
00
30.9.2011, 02:01
Nein, ich vermische nichts.

Erika Rothen
00
30.9.2011, 02:04

denn: wer "A" sagt, sollte auch "B" sagen.

Stuff
00
30.9.2011, 14:22
Wurde der Mann nun vom Wahlvolk

gewählt oder gibt es da ein höheres Gremium?

Erika Rothen
00
1.10.2011, 11:09
Eben.

In Österreich werden ja Parteien in die Landtage gewählt, nicht Personen, welche dann über die Parteilisten als Abgeordnete entsandt werden.

Wenn dieser Kerl dann seiner Partei den Rücken kehrt (aus welchem berechtigten Grund immer, wohlgemerkt!), dann sollte er auch das durch ihm durch Partei übertragene Amt freigeben.

Stuff
00
1.10.2011, 23:20
Wow!

Naja, Demokratur halt…
Wozu Abgeordnete, wenn's denn Parteien gibt!

Aber eine Frage hätte ich dennoch: Warum bitte hat der nach Verlassen der Partei sein Mandat nicht verloren? Ist die Verfassung denn doch anders gestrickt?

Erika Rothen
00
2.10.2011, 00:36
FALLS Sie glauben sollten,

dass die Verfassung in der Realpolitik umgesetzt wird, dann:

a) haben Sie mein hochachtungsvolles Mitgefühl
b) haben Sie die letzten 25 Jahre verschlafen
c) waren Sie noch nie (bewusst) in Österreich

Habedieehre.

Speckbacher1
00
2.10.2011, 23:09
Dafür gibt es in Österreich ja eine Spezialität: Die "Realverfassung"!

Gschamster Diener!

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