Innsbruck

Töchterle regt Zusammenlegung von Unis an

29. September 2011, 12:39
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    foto: apa/hbf/aigner

    Töchterle will Med-Uni und Uni Innsbruck zusammenlegen.

Med-Uni-Rektor Lochs will Selbstständigkeit seiner Uni bewahren - "Thema Fusionen für mich nicht mehr aktuell"

Innsbruck - Die Wiedervereinigung der Medizinischen Universität Innsbruck und der Uni Innsbruck wird seit ihrer Trennung vor acht Jahren immer wieder diskutiert. Nun ist die Debatte mit einem Vorschlag von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) an Med-Uni-Rektor Herbert Lochs, sich dem Gedanken anzunähern, wieder aufgeflammt, wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtet. Für Lochs ist das Thema nicht mehr aktuell, "da dies von der Medizinischen Uni derzeit nicht angestrebt wird", wie er heute, Donnerstag, sagte.

Der Med-Uni-Rektor reagierte aber durchaus "positiv" auf die Aussage Töchterles, die Zusammenlegung von Unis auf freiwilliger Basis unterstützen zu wollen. Der Minister hatte sich bereits in seiner Zeit als amtierender Rektor an der Uni Innsbruck für eine Wiedervereinigung mit der Med-Uni ausgesprochen, die bis 2004 noch eine Fakultät an der Innsbrucker Leopold-Franzens-Universität war. Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion anlässlichlich der Tiroler Hochschulkonferenz darauf angesprochen, bekräftigte Töchterle laut "Tiroler Tageszeitung" die finanziellen und strukturellen Vorteile einer Fusionierung. Allein die Einsparung einer ganzen Führungsebene bringe grob geschätzt eine Million Euro; die Naturwissenschaften an beiden Unis "könnten in einer gemeinsamen Institution besser zusammenarbeiten".

Derzeit ist eine Uni-Fusionierung gesetzlich nicht möglich. Das Universitätsgesetz (UG) schreibt die bestehenden Universitäten fest, eine darüber hinausgehende Regelung gibt es nicht. Im Zuge des Hochschulplans soll es jedoch künftig keine gesetzlichen Hürden mehr geben, "wenn Universitäten von sich aus den Wunsch äußern, sich zusammenzuschließen", wie es bereits vor wenigen Wochen aus dem Wissenschaftsministerium hieß. (APA)

rasenmähermann
02
30.9.2011, 00:57

Unirektoren über Zusammenlegungen zu Befragen ist wie Landeshauptleute oder Bürgermeister über Fusionen zu befragen. Natürlich wird dem keiner zustimmen, ich würde ja auch nicht freiwillig so einen gut dotierten Posten hergeben.

Jake Gittes
06
29.9.2011, 19:21

Mach mas wie bei der ÖBB: Zuerst alles sinnlos aufspalten, dann alles wieder fusionieren, weil man sieht, dass das alles Blödsinn ist. Immer noch müssen die Scherben des Schwarz-Blauen Wahnsinns aufgeräumt werden.

sokra
00
30.9.2011, 07:42

ja solange es irgendwann wieder korrigiert wird...

Aber bevor die MedUni freiwillig zur LFU zurückgeht spalten sich schon eher noch andere Fakultäten als WU, TU, usw ab...

sokra
01
29.9.2011, 14:41

Nur blöd dass ausgerechnet die, die diese 1 Million kosten und eingespart werden könnten, über eine Fusion entscheiden...

R.U.GAY
01
29.9.2011, 15:10
Jupp...

...gut beobachtet.

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