Attacke richtet sich gegen Verbreitung von Gedankengut der umstrittenen Bewegung
Das IT-Portal Gulli:News wurde von Anonymous darüber in Kenntnis gesetzt, dass das Hacktivisten-Kollektiv die Webseiten des Buchhandels "Primabuch" via DDoS-Attacken lahm gelegt haben. Der Anschlag an dem Online-Shop, der zum Großteil Scientology-Schriften vertreibt, richtet sich erneut gegen die umstrittene Sekte. In einem YouTube-Video nehmen sie dazu Stellung.
Drei Seiten betroffen
Die Attacke #OpForbidScibooks - wie üblich über den Twitter-Account verbreitet - erfolgte am Freitagabend um 23 Uhr, woraufhin Seiten wie primabuch.at und primabuch.com nicht mehr erreichbar waren. Ebenfalls als Ziel erklärt wurde Scientology-Buch.de. Inzwischen sind alle drei Webseiten wieder online.
"Gehirnwäsche"
Anonymous werfen dem Buchhändler vor, durch das Angebot neue Mitglieder für die umstrittene Sekte anzuwerben. Hier sind Bücher wie "Reiner Körper Klares Denken - Das wirksame Reinigungsprogramm" von L. Ron Hubbard, dem Scientology-Hauptgründer zu finden. Die Hacktivisten machen mit dem Hinweis auf "Gehirnwäsche" darauf aufmerksam, dass der Verlag mit dem Anbieten dieser Werke viele Jugendliche beeinflussen kann.
Reaktionen
Der Grundtenor der Reaktionen auf den Anschlag ist weitgehend positiv. Viele User im Web unterstützen die Aktion dahingehend, als es sich bei Scientology "um eine gefährliche Sekte handelt". Ganz egal scheint in diesem Fall, dass Anonymous illegal handelt.
Ursprünglich als deutsche OP gegen Scientology geplant, wird sie inzwischen von sympathisierenden Anons aus England, Amerika und Österreich unterstützt, wie aus einem öffentlichen Statement hervorgeht. (Eva Zelechowski, derStandard.at, 29.09.2011)