Kostenloses Angebot

Steirer lassen sich immer seltener "durchchecken"

29. September 2011, 10:52

Nur rund zehn Prozent nehmen kostenloses Angebot in Anspruch - Seit 2003 um 13 Prozent Untersuchungen weniger

Graz - Steirer über 18 Jahre entwickeln sich zunehmend zu "Vorsorgemuffeln": Die Zahl der entsprechenden Untersuchungen ist von 2003 bis 2010 um 12.384 (minus 13 Prozent) zurückgegangen, berichtete am Mittwoch die Steirische Ärztekammer.

Die aktuelle Statistik des Hauptverbandes zeige, dass 11,5 Prozent der österreichischen Bevölkerung die Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Dieser Prozentsatz wird durch die steirischen Zahlen noch unterboten: Hier seien es 10,2 Prozent, womit die Grüne Mark an sechster Stelle liege.

Mit der Kampagne "Bleib' gesund - mach jetzt den Check" will die Ärztekammer gegensteuern. "Je früher und je umfassender damit begonnen wird, desto größer sind die Chancen auf ein gesundes und langes Leben", betonte Präseident Wolfgang Routil.

Chronische Erkrankungen sind Hauptproblem

"In der Steiermark sind chronische Erkrankungen die Todesursache Nummer eins. 50 Prozent davon sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deren Anzeichen durch eine einfache Vorsorgeuntersuchung entdeckt werden kann", stellte Jörg Garzarolli, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte, fest. Er empfiehlt den Check mit u.a. Bodymassindex-Bestimmung, Blutdruckmessung, Blut- und Harnuntersuchung, klinischer Untersuchung und Inspektion der Mundhöhle, Beratung hinsichtlich eines gesundheitsfördernden Lebensstils, Darmkrebsvorsorge, Sensibilisierung für die Hör- und Sehleistung bei Menschen über 65 Jahren sowie Parodontalerkrankungen.

Die Vorsorgeuntersuchung gibt es seit 1974. Sie kann von allen Österreicherinnen und Österreichern ab 18 Jahren kostenlos in Anspruch genommen werden, auch von Nichtversicherten, die in der Krankenkasse einen entsprechenden Behandlungsschein erhalten. (APA)

Link

In der Steiermark gibt es rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte, die die Vorsorgeuntersuchung anbieten: http://www.aekstmk.or.at

Mann40
00
30.9.2011, 08:45

naja, nach dem Lesen der Überschrift, hatte ich mir eigentlich einen anderen Inhalt des Artikels vorgestellt ;)

K. K. Lacke
01
29.9.2011, 14:20
na ka Wunder

wenn man weiss was die lieben ÄrztInnen alles an Daten weitergeben hat man unter Garantie keine Lust mehr sich durchecken und dann transparent machen zu lassen.

wer weiss wie lange es dauert bis jede Versicherung den Stammakt von der SV und dem Verkehrsamt bekommt... damit die arme Versicherung nicht etwa Motorradfahrer oder Raucher mit zu niedrigen Prämien davonkommen lässt... ich bin sicher die Anpassung der Beiträge an die höhere Lebenserwartung von Frauen ist auch nichtmehr weit.

die Krankenkassen müssen ja wirtschaftlich rentabel werden und solche Mitmenschen für ihre Lebensrisiken viel stärker zur Kasse bitte, denn schliesslich hat Gesundheitsvorsorge ja nix mit Solidarität oder Wohlfahrt zu tun, oder?

fertigprodukt
11
29.9.2011, 13:07

vielleicht sind die ein wenig intelligenter als der restösterreicher? ;-)

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