Start-Stopp: Es gibt längst Besseres

30. September 2011, 17:01

Die Zukunft gehört Systemen mit Starter-Generator, der unauffällig zwischen Stillstand, Elektro- und Verbrennungsmotorbetrieb wechselt

Immer öfter kommt es vor, dass ein Auto ohne jegliches Motorgeräusch an der Ampel wartet, bis es Grün wird. Es hat eine Start-Stopp-Automatik eingebaut. Viele fragen sich, ob nicht das neuerliche Starten mehr Energie benötigt als ein durchlaufender Motor. Im genormten Testzyklus bringt das Abstellen des Motors im Stillstand bis zu acht Prozent Verbrauchsvorteil. Verglichen mit anderen möglichen Maßnahmen zum Spritsparen ist das sehr viel.

Das ist wohl auch der Hauptgrund, warum kaum ein neues Auto ohne Start-Stopp-Automatik präsentiert wird. Dadurch schaffen es die Autohersteller relativ billig, einen deutlich hübscheren CO2-Wert zu erzielen.

In der rauen Wirklichkeit ist der Vorteil dieser Einrichtung sehr oft viel geringer, nämlich dann, wenn man wenig in der Stadt und viel Langstrecke fährt. Wer hingegen viel im Stop-and-go-Verkehr fährt, muss sich oft damit ärgern. Da die meisten dieser Systeme nachträglich adaptiert wurden, sondern sie ein hässliches Startgeräusch ab, besonders grimmig klingt das oft in Kombination mit Dieselmotoren. Die Lösung ist im Detail oft ziemlich hingeschustert. Im Grunde genügt ja ein kräftiger Starter, gepaart mit einer etwas stärkeren Batterie, um die erhöhten Anforderungen an Lebensdauer und Zyklenfestigkeit zu erfüllen.

Etwas besser klingt das dann in der Luxusklasse, etwa bei Porsche oder Mercedes, wo ein zusätzlicher massiver Eingriff in die Motorsteuerung das geschmeidige Anspringen des Motors gewährleistet.

Die Zukunft gehört allerdings Systemen mit Starter-Generator, der es ermöglicht, völlig unauffällig zwischen Stillstand, Elektro- und Verbrennungsmotorbetrieb zu wechseln. Das gibt es übrigens eh schon lange auf unseren Straßen, Stichwort Hyrid-Toyotas. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/30.09.2011)

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manuell ist effektiver

Seit 30 Jahren starte ich den Motor an Kreuzungen ab und unterbiete beim Verbrauch die Werksangaben. Allerdings weiss ich fürher als die Automatik, wann ich abstellen muss. Auch beanspruche ich den Starter weniger, weil ich nicht unnötig abstarte. Eine einfache Möglichkeit zum Starten (Taste und Pedal) würde mir reichen.

Bitte was ist "abstarten"?

Morgen in der Früh muss ich um sechs Uhr "abschlafen".

Ich hoffe mal,

Sie gehören nicht zu jenen Zeitgenossen, die dann - wenn die Ampel auf Gelb/Grün schaltet - erst den Motor wieder anlassen, den Gang einlegen und langsam los rollen...

Nein, wir warten natürlich alle mit aufheulendem

Motor darauf, dass die Ampel gelb wird um dann Augenblicklich die Kupplung schnalzen zu lassen und mit verqualmendem Gummi los-zu-sprinten!
Bis man dann nach heißen 10sec wieder auf die Kolone vor sich auffährt und ohne einen einzigen Platz in der Stau-Schlange gewonnen zu haben sich mit Schrittgeschwindigkeit der Heimat zu nähern.
Hamm ma's irgend wie eilig? :)

Ja, es gibt besseres:

Grüne Welle, auf rote Ampeln zurollen statt zurasen, auf Freilandstraßen "Vorsignale", die einem anzeigen, mit welcher Geschwindigkeit man grün hat (gibt's zB zwischen Korneuburg und Bisamberg, behirnen aber selbst von den Einheimischen keine 50%), ...

Klar, wennst KO am Auto stehen hast!

stimmt

meine Bremsen sind rostig

Ganz tolle Ersparnisse möglich mit Start/Stopp

Eine Autozeitschrift hat voriges Jahr mal ausgerechnet nach wievielen gefahrenen Kilometern sich die, Aufpreispflichtige, Start/Stopp Automatik bei einem deutschen Kleinwagen rechnet, Ergebnis war rund 160.000 Kilometer. Der Aufpreis lag bei rund 600 Euro.
Ob die stark beanspruchte Starter überhaupt solange durchhält ist zu bezweifeln. Ob der Opel Corsa überhaupt solange (wohl 10 bis 15 Jahre) auf der Strasse ist ist auch nicht sicher.

muss wieder mal auf den

rebound-effekt und den jevons-effekt verweisen.

technische spielereien wie diese abschaltautomatik und eine (theoretische) reduktion des spirtverbrauchs um einen lercherlschas wie 8% sind ganz nett, bringen aber schon auf mittlere sicht überhaupt nix.

das wird in nullkommanix aufgefressen durch die extra 40 PS die man sich beim neuen auto vergönnt, die klimaautomatik, die einparksensoren und elektrisch verstellbare sitze, und durch die zusätzlichen kilometer beim parkplatzsuchen, und weil das neue auto so cool ist dass man gleich noch ein paar wege damit zurücklegt.

die einzige wirksame einsparung die existiert heisst: NICHT FAHREN.

Wieviele Liter fressen noch schnell die Einparksensoren?

Vom Prinzip her hat bloody-9 recht, der ganze "Komfort" hat Gewicht, und das Gewicht muss beschleunigt werden, und das kostet Sprit

Natürlich hat er Recht.

Aber warum so ein blödes Argument, um seine ansonsten stimmige Argumentation zu untermauern? Ich meine gut, wenn er ein Kabarettist wär, aber so ... :-)

Ja, aber wenn man nicht sparen versucht, wirds halt noch mehr... ;)

Wenn die Motorentechnik keine Fortschritte gemacht haette würde ein mit Komfortglumpert vollgestopfter 1,5t - Golf wohl seine 15 Liter verbrauchen...

das ist eben genau der punkt

wenn man NUR solche gimmicks erfindet und einbaut wird jede ersparnis aufgefressen - sei es durch mehr fahren vor lauter freud weils eh so sparsam ist, sei es durch das aufblasen der autos und motoren.

wieso baut man keine 800 kg autos OHNE dieses ganze komfortklumpert und mit 50 PS motor, die dann wirklich nur 4 liter brauchen? für die tägliche fahrt von der suburban hell zum einkaufszentrum und arbeitsplatz reicht das doch allemal...

wieso baut man keine 800 kg autos OHNE dieses ganze komfortklumpert und mit 50 PS motor, die dann wirklich nur 4 liter brauchen?

Gibts eh, aber die will kaum wer. Oder wie viele Lupo (800kg, 50PS) haben sie schon gesehen?

daihatsu cuore?

als L276 unter 800 kg, Normverbrauch von 4,5 l, 4 Sitze, knappe 10000 eusen in aut

gibts schon

Smart CDI
800 kg, zw. 3.5 - 4 l in der Stadt

darum sind die elisen auch solche verkaufsschlager ...
ein 800kg auto kostet halt viel und kann wenig. (bei den elisen steht halt der fahrspaß im vordergrund; ist aber dennoch mehr ein drittauto)

es gibt Besseres

nämlich sich zu überlegen, ob und wann man tatsächlich sein KfZ benützt - sprich Mobilitätsverhalten generell überdenken.

Start Stop ...

Prinzip gab es schon laaange, nannte sich Schwungscheibe... mit Mitklaufender Masse wird einiges beim Start gespart, besser als reines Abstellen.
Auch E-Busse hatten dies ( Abkoppeln und Einfahren in die Haltestelle und mit Schwungmasse wieder zur Oberleitung) ...
Schwungmasse durch Bremsen antreiben, Wegfahrt mit Schwungmasse auf touren und dann den Motor dazu (spart viel beim Starter)

So eine Schwungscheibe wird wahrscheinlich ein Gewichtsproblem darstellen, in einem normalen PKW...

Der gute Prius!

Toyota hätte dieses Auto nicht so hässlich machen müssen.

Ham sie aber.

Deshalb fahre ich U-Bahn, Fahrrad und BMW.

...

stimmt, weil wenn der Prius schöner geworden wäre, ist er die automobile Krönung des "Umweltschutzes" :D

Dieses Auto ist so umweltfreundlich, wie ein 5,7l smallblock Chevy aus den 70ern, wenn man die Energiebilanzgrenze richtig zieht.

Wer glaubt, mit diesem Auto effektiven Umweltschutz zu betreiben, dem ist nicht zu helfen. Der einzig positive Effekt ist dabei, dass man die Forschung mit teurem Geld etwas vorantreibt.

ich bitte um beweise, dass ein 5,7l smallblock gleich umweltschädlich/freundlich wie ein 2011er prius ist.

wenn sie jetzt mit dem dreck aus dem internet kommen, wo eine institution vollkommen fern jeder wissenschaftlichen wahrheit und erkenntnis den batterien des ersten prius so eine hohe umweltschädlichkeit beim abbau diagnostizierten, dann sollten sie mal nachlesen, was die wissenschaft zu dieser studie sagt.

ps: ich mag den prius nicht.

http://www.chrtek.de/PDF/Das%2... retten.pdf

Wenigstens kann ich was zur Unterstützung meiner Meinung vorlegen und nicht gleich, wie Sie, allfällige Beweise mit leerem Geschwafel abschmettern.
Und so ganz nebenbei.....der Hausverstand sagt einem, dass es so sein muss.
MfG, ein Techniker

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