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Google+ soll Tauschplatz für Massenmedien werden

29. September 2011, 10:39
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    foto: derstandard.at/screenshot

Im Interview bietet Chef-Entwickler Bradley Horowitz einen Blick hinter die Kulissen von Google+

Google hatte in der Vergangenheit nicht viel Erfolg mit seinen sozialen Netzwerken. Orkut ist völlig bedeutungslos (außer man wohnt in Brasilien) und Wave, ein Echtzeit-Nachrichten-System, war für die Nutzer zu kompliziert. Auch das anfangs viel versprechende Buzz wird kaum noch genutzt.

Erfolg nach Fehlschlägen

Doch jetzt scheint Google erfolgreich in den sozialen Netzwerken angekommen sein. Google+ vereint die bestehenden Angebote von Google und macht das Teilen von Inhalten und die Kommunikation zum zentralen Bestandteil.

Enthusiasmus

Trotz der vielen Fehlschläge in der Vergangenheit wurde das Projekt von der Öffentlichkeit enthusiastisch aufgenommen. Vic Gundotra, Googles Vize-Präsident für soziale Initiativen, sagte zu Wired: "Uns war sehr schnell bewusst, dass wir auf etwas gestossen sind. Es war aufregend, die Aktivität zu sehen."

50 Millionen Nutzer

Kurze Zeit später gab Google bekannt, dass bereits zehn Millionen Nutzer auf Google+ aktiv sind. Im August sollen bereits 20 Millionen registriert gewesen sein, obwohl Google+ nur per Einladung zugänglich war. Nach der Öffnung für alle im September soll die Plattform mittlerweile 50 Millionen Nutzer zählen.

Interview

Wired hat mit Bradley Horowitz, Googles Vize Präsident für Produkte ein Interview geführt. Horowitz war Chefentwickler bei Buzz und ist einer der führenden Entwickler bei Google+. Er weiß, welche Fehler man vermeiden sollte.

Noch nicht am Ziel

Er sagt, dass sein er und sein Team noch lange nicht am Ziel sind. Von Facebooks 750 Millionen Nutzern ist man tatsächlich noch sehr weit entfernt. Aber Horowitz glaubt, dass sich durch Google+ das  ganze Unternehmen verändern könnte.

Unterschied zu früheren Projekten

Der Unterschied zu den vorangegangenen Projekten war laut Horowitz, dass  jedes Projekt zuvor wie ein eigenes Unternehmen gearbeitet hat. Durch das Wachstum von Google und Akquisitionen gingen die Projekte in viel verschiedene Richtungen. "Das war verwirrend", sagt Horowitz. Und weiter: "Google+ ist nun Google selbst. Es verbindet alle Services - Suche, Werbung, Chrome, Android, Maps, YouTube - so, dass die Dienste zu unserem Verständnis beitragen, wer du bist."

Kleine Gruppen

Laut Horowitz teilen die Meisten Nutzer ihre Postings nur mit einer kleinen Gruppe. Deshalb wirkt es oft so, dass auf Google+ nicht viel los ist. Nutzer haben zwei Probleme mit dem Stream. Entweder wird dieser von wenigen "Viel-Postern" dominiert oder er ist leer. Das zweite liegt vor allem daran, dass die Nutzer zu wenige Personen in ihren Kreisen haben.

Möglichkeit Massenmedien zu teilen

In Zukunft soll Google+ ein Mittel zum Austausch sein. Das betrifft auch den Tausch von Medien. Bereits jetzt sind animierte GIFs sehr beliebt auf Google+. Horowitz kann noch nichts genaues über Googles Pläne verraten, aber Google+ ist seiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, um Massenmedien zu teilen.

Drei Möglichkeiten Google zu nutzen

Google bietet drei Möglichkeiten seine Produkte zu nutzen. Anonym, mit Pseudonym und mit echtem Namen. Chrome kann im Inkognito-Modus genutzt werden, auf Gmail und Blogger kann man Pseudonyme verwenden und für Produkte wie Google Checkout muss man den echten Namen verwenden, da es hier um finanzielle Transaktionen geht.

Echtnamen-Zwang

Um den Echtnamen-Zwang auf Google+ gibt es intensive Diskussionen. Horowitz erzählt: "Ein Kommentar behauptete, Pseudonyme würden Frauen im System schützen. Ich fühlte mich gezwungen zu reagieren, da ich von Frauen das Feedback bekommen habe, dass sie sich wegen Verantwortlichkeit der echten Namen in Google+ wohler fühlen." (soc)

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21 Postings
i po
02
29.9.2011, 17:48
und der onlinestd ist tauschplatz für wired-übersetzungen?

ich finde es ist journalistisch unredlich, fremdsprachige artikel quasi zu übernehmen, und dann nicht explizit hinzuschreiben: das ist ein übernommener artikel (sondern wired nur im text zu erwähnen + link)

Wos woar mei Leistung? °|°
00
29.9.2011, 13:42
... und selbst ich als Programmierer bin schon damit (ein wenig) überfordert.

na dann.

ja, das zeug ist unübersichtlich.
ich glaub ja mit voller absicht.
wenn mann zynisch ist, dann sind vielleicht auch die dortigen "Programmierer" damit (ein wenig) überfordert.

Decius
10
29.9.2011, 17:10
??

Google+ hat nun wirklich die einfachste und durchgängiste Oberfläche von allen Sozialen Netzwerken. Man merkt das da ein Apple-Mann beim UI-Design federführend war.

Pat Conley
00
30.9.2011, 08:30

Da braucht es aber nicht erst ein Apfelmännchen um übersichtliche Benutzerführungen zu bauen.

think-nordic
01
29.9.2011, 13:29
Kernsatz: die Dienste zu UNSEREM Verständnis beitragen, wer du bist."

zuribel
01
29.9.2011, 12:55
Habe mich vor einem Monat bei beiden angemeldet

Einfacher, verspielter und verständlicher ist mir Google Plus. Nutze auch viele Google Dienste.

Facebook ist mir da zu aufgeblasen, aber ich kann auch nachvollziehen das man dort nicht weg kann, weil man sich zu viel damit beschäftigt hat.

undisputed truth
12
29.9.2011, 12:47
no good

much too much tooooo much much power for google

minko
40
29.9.2011, 11:49
Ich mags das Google Plus

Und auch schön wenn Facebooker ihr Gesichtsbuch lieben.

hewsa
24
29.9.2011, 11:58
+1

Interessanter Gespräche finden sicherlich eher auf Google + statt. FB findet eher diese Geplänkelsprache statt wie bei den Affen ^^

the modern leper
00
4.10.2011, 16:42
Tja

"FB findet eher diese Geplänkelsprache statt wie bei den Affen"

Vielleicht sollten sie sich einfach mal diese frage stellen: http://www.youtube.com/watch?v=Lp6ODhc3Ccg

Schließlich haben sie sich ihre "affen" ja wohl selbst ausgesucht. Auch auf fb finden gute gespräche statt.

Take your protein pills and put your helmet on
22
29.9.2011, 11:44

prognose: auch google+ wird scheitern...die begründung teile ich in 12 monaten mit

NONE
30
29.9.2011, 12:34

Ich denke es ist bereits "too big to fail" für Google.

moli1
11
29.9.2011, 11:53
Denk ich weniger...

...wenn die Business und Fanseiten kommen, gehts erst richtig los. Den um in der Google Suche vorn dabei sein zu können, wird das unumgänglich werden.

Ausserdem finden immer mehr Facebookflüchtlinge hier ihre neue Heimat.

Take your protein pills and put your helmet on
22
29.9.2011, 12:03

Die Frage ist nur, warum man von facebook wechseln sollte. In Sachen Datenschutz sehe ich keine Vorteile von google+ gegenüber facebook. Dazu fällt mir eher die Redewendung "Vom Regen in die Traufe" ein. Das mit der google Suche mag sein, betrifft aber eher unternehmen und andere "kommerziell motivierte", weniger den großteil der Nutzer (Privatpersonen). Und für diesen Benutzerkreis ist das mit der google Suche tendenziell ein Nachteil (Da sind wir wieder beim Datenschutz)

konsens ist nonsens
13
29.9.2011, 14:27

Nicht dass Google auch kritisch zu beurteilen wäre, aber...
http://google.com/takeout/
http://google.com/dashboard/
...und die ganze data liberation Iniative ist da doch vertrauenswürdiger als Facebooks "Deine Daten sind unser Geschäftsgeheimnis"
Und nochmal - Google ist daher nicht vorreiter in Sachen Datenschutz, hat aber imho zumindest in ihrem Vergleich die Rolle als "Regen" gegenüber FB verdient :)

mantol
20
29.9.2011, 12:09
Ganz logisch!

FB ist auf öffentliche Darstellung ausgelegt.
Google Plus auf intimer und freundschaftlicher in seinen Kreisen.

Bitte nun jeder wie er will. Ich für meinen Teil will auch lieber unter meinen Kreisen bleiben, und nicht unbedingt der ganzen Welt mitteilen ob ich nun Durchfall habe und welche Musik ich höre.

Pat Conley
00
30.9.2011, 08:34

Es ist genau umgekehrt. Google+ ist öffentlicher. Wenn man will.

And now something completely different
01
29.9.2011, 17:24

Sorry, aber gerade die Twitter-Ähnlichkeit macht G+ zum öffentlichen Medium. Das schöne daran: Man kann auch ganz privat sein, ohne alle paar Monate die Zwänge der Privacy-Änderungen wie bei FB erleiden zu müssen.

Take your protein pills and put your helmet on
03
29.9.2011, 12:15

hmm...aber das geht doch auch auf facebook, freundeslisten oder so ähnlich. aber das mit dem durchfall solltest du vielleicht sowieso eher deinem arzt mitteilen, und nicht deinen freunden oder kreisen ;-)

Take your protein pills and put your helmet on
10
29.9.2011, 12:33
Nachtrag

Schon alleine die von der google suche übernommene personensuche auf google+ ist problematisch: Wenn man einen Namen eingibt, bekommt man Vorschläge mit häufigen Suchanfragen. Dass kann dann auch xy konkurs, xy betrüger etc. sein.

mantol
01
29.9.2011, 12:31
haha!

Ja eh! Nur eins ist mir oft aufgefallen bei FB. Bei Änderungen wurde man nicht wirklich umfassend informiert. Mittlerweile ist diese Betaversion in FB (Timeline) extrem unübersichtlich und nicht so einfach gestrickt, und selbst ich als Programmierer bin schon damit ein wenig überfordert. Man muss dort auf so viele Dinge achten.

Bei Google Plus ist es da um Welten einfacher Dinge schneller und sicherer ans gedachte Ziel zu bringen.

Wie gesagt, jeder wie er will und was einem mehr taugt. Mir gefällt einfach die Einfachheit bei allem

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