Online Day

Immer mehr nutzen das Web mobil im "Land der Smartphones"

Tatjana Rauth, 29. September 2011, 15:06
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    Österreicher geben gerne Geld für Apps aus. Bis zu sechs Programme haben 80 Prozent der Smartphone-User installiert.

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    Visualisierung "Smartphone" aus dem MMA Communication Report 2011.

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    foto: mma report 2011

    Visualisierung "Mobile Marketing" aus dem MMA Communication Report 2011.

MMA Communication Report 2011: Österreich als mobiles Vorzeigeland für Mobile-Web und App-Nutzung

Beim Online-Day der Österreichischen Medientage, spielte das Thema Mobile eine beherrschende Rolle. Umso mehr wurde die Vorstellung des MMA Communication Report 2011 erwartet, der mit seinen Studienergebnissen viele Trends bestätigte und die Hoffnungen auf weiteres Werbewachstum in diesem Segment steigerte.

Österreich ist durch seine Position als "Land der Smartphones" in Europa ein einzigartiges Testgebiet. Hier treffen hohe technische Affinität und ein El Dorado an preislich günstigen Angeboten für Telefonie und Internetzugang zusammen. Die Studie von MindTake Research zeigt, dass bereits 51 Prozent der befragten österreichischen Handynutzer das Web mobil nutzen - eine Steigerung von zehn Prozent zum Vorjahr.

Heavy User unter 20

Als die stärksten Mobile-Web-User konnten Männer unter 20 Jahren mit 74 Prozent identifiziert werden, aber auch die Zielgruppe der 40 bis 49-Jährigen zeigen mit 43 Prozent starkes Interesse. Die Nutzungsdauer ist ebenfalls bemerkenswert: 80 Prozent surfen mehrmals die Woche mobil, knapp 50 Prozent zwischen 10 und 30 Minuten. Am häufigsten werden Such- und Informationsdienste genutzt (88 Prozent), dahinter folgt der Wetterbericht (73 Prozent) und an dritter Stelle die sozialen Netzwerke (55 Prozent), deren Vorherrschaft Facebook mit 96 Prozent fest in der Hand hält.

Gewinner und Verlierer

Als Gewinner des vergangenen Jahres gehen mit 47 Prozent eindeutig mobile Videoportale hervor, besonders Video-On-Demand gewinnt rasch an Beliebtheit. Mobile TV hingegen hat den Sprung auf den Bewegtbildzug noch nicht geschafft und gehört mit Videotelefonie, Sportinformationsdiensten und der Möglichkeit, das Handy als Modem zu nutzen zu den Verlierern im Wettlauf um die Nutzergunst.

Kritikpunkte an Usability

Die Studie fragte auch nach den wichtigsten Kritikpunkten der Österreicher. Die Hälfte der Mobile-Web-Nutzer gab an, unter zu langsamen Verbindungen zu leiden, ebenso viele halten die Kosten für zu hoch und ärgern sich über die Tatsache, dass viele Internetseiten noch nicht für eine Darstellung am Handy optimiert sind. Die 49 Prozent der Studienteilnehmer, die mobiles Internet noch gar nicht nutzen, gaben dafür Kostengründe, das Fehlen eines geeigneten Geräts sowie die umständliche Bedienung an. Auch Desinteresse und die fehlende Notwendigkeit konnten gemeinsam einen Anteil von 37 Prozent erreichen.

Offen für mobile Werbung

Die Studie zeigt auch, dass Österreicher generell mobiler Werbung offen gegenüber stehen, wenn die richtigen Grundvoraussetzungen gelten. "Hauptsache, es ist auch was für mich drin" könnte man die Ergebnisse übersetzen. 63 Prozent der Befragten würden an mobilen Werbemaßnahmen teilnehmen, wenn der preisliche Anreiz gegeben ist. 70 Prozent würden unter denselben Voraussetzungen auch an Umfragen teilnehmen. Unter diesen Bedingungen erstaunt es nicht, dass neben Mobile Tagging die meist genutzte mobile Werbeform Gewinnspiele via SMS mit 21 Prozent sind und auch Mobile Couponing mit 13 Prozent sich in den vordersten Reihe behaupten konnte.

Apps bis zu 100 Euro wert

Österreicher geben aber auch gerne Geld aus, hat die Studie ergeben und zwar für Apps. Die Zahl der App-Store-User ist seit 2010 um 24 Prozent gestiegen, am beliebtesten sind Android Markets, gefolgt von Apple-App-Store und Ovi-Store. 80 Prozent der Smartphone-User haben zumindest sechs Applikationen auf ihrem Telefon installiert, ein Drittel sogar über 20. Den größten Geldfluss in diesem Segment kann nach wie vor Mobile Entertainment generieren. Die Zahlungsbereitschaft liegt dabei zwischen drei und 100 Euro.

Die beliebtesten Apps kommen aus dem traditionellen Printbereich. Für Services von Tageszeitungen und Magazinen zeigen sich die Österreicher bereit, für Abos zwischen neun und 45 Euro monatlich auszugeben. (tara/derStandard.at/29.9.2011)

Kommentar posten
11 Postings
Wolfgang Ullram
16
29.9.2011, 18:39
aha

ich habe auch um die 10 apps, aber nur gratis

ich hau mich schon seit jahren ab, über leute die bei arbeitskollegen usw. zb klingeltöne hören und sofort auch entgeltlich downloaden, und seit neuestem auch wirklich lebenswichtige sachen wie
eirkochenuhr
lügendetektor
partnerbarometer
usw.
gegen moneten downlädt.

tjo deppensteuer zahlen halt.

gestern wars jamba
heute
eistohr

Decius
00
3.10.2011, 14:26
Ich hab auch einige Apps

davon auch einige bezahlt. Launcher Pro, Titanium Backup, die Kairosoft Spiele, Beautiful Widgets, Ubermusic, WidgetLocker... gibt schon ein paar die 1-3 € wert sind, wenn man sie öfters nützt.

was ich immer schon sagen wollte ...
00
30.9.2011, 14:24
also auf meiner debian hab ich etwas ueber 4000 apps installiert ...

... frueher hiesen die dinger mal pakete ;))

v@thorp:~$ dpkg -l | wc -l
4201
v@thorp:~$

*uahaha*

auf meinem schmartfon vielleicht 3 oder 4 - und auch nur kostenlose.

cheers
v.

TuringBot
21
30.9.2011, 09:36

Warum Sie glauben, dass ihr Argument mit dem Aufzählen dümmlicher Apps irgendwie schlagender wird, ist mir schleierhaft.

Wenn ich eine App gut finde, gerne benutze und die wirklich mein Leben erleichtert, dann finde ich es auch okay, wenn der Programmierer dafür die 1-3 Euro bekommt, das geht sich in meinem Budget echt noch aus. Darum hab ich zB meinen eBook Reader auf Pro upgegradet. Meine Lebensqualität hat wirklich gewonnen, wenn ich in der Straßenbahn irgendeinen Schmöker lesen kann, ohne Bücher mitschleppen zu müssen, die Anerkennung dafür war mir 3,50 wert.

Ich hab nicht den Anspruch alles gratis bekommen zu müssen - und jedenfalls nicht bei den paar Euro, die das jeweils kostet.

know your enemy
00
30.9.2011, 13:07
ach was... es ist ihnen überlassen, wenn sie jemandem geld geben wollen

aber nur weil andere unternehmen ihre software kostenlos anbieten (und es gibt für JEDE kostenpflichtige anwendung das gratis gegenstück), dann nicht weil sie selbstlose samariter sind, sondern weil sie ein anderes geschäftsmodell verfolgen.

AMAZON hat seinen Kindle-Reader, die wohl beste ebook application nicht umsonst gratis verfügbar gemacht.

davon abgesehen sind bücher schön und viel besser als jede ebook der welt.
egal wo man grad ist ;-)

Decius
00
3.10.2011, 14:28
"und es gibt für JEDE kostenpflichtige anwendung das gratis gegenstück"

gibt es nicht, und wenn es eine gibt, dann oft nicht in derselben Qualität oder mit Werbung durchsetzt.

Kindle ist toll für Amazon-Inhalte, kann aber mit ePub nichts anfangen, wenn man nicht Calibre anwirft.

David Greybeard
01
29.9.2011, 18:31

Net bös sein, aber für Services von Tageszeitungen und Magazinen braucht man einstweilen gar nichts ausgeben. Wer sich die Gratisversionen runterladet, kommt damit bestens durch.

Monopoly mit Hut
00
30.9.2011, 09:42

Streich' das "einstweilen" und ersetze es durch "immer".

:-)

dr.hudri
00
29.9.2011, 15:36
Report

Gibt es den Report irgendwo in seiner Gesamtheit zu sehen?

Michael22
00
30.9.2011, 09:58
MMA Mobile Communication Report

Den Report findest Du unter: http://austria.mmaglobal.com/presse/we... %E2%80%9Cm
Den Vorjahresreport unter http://austria.mmaglobal.com/downloads
lg michael

dr.hudri
00
30.9.2011, 10:42
Report

Danke dir, das hab ich gestern auch schon gefunden, aber ist das nicht nur eine Zusammenfassung? Ich dachte, da gäbs dann noch eine 40 Seiten Version ;)

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