Belo-Monte-Staudamm

Brasilianisches Gericht ordnet Baustopp für Mega-Staudamm an

29. September 2011, 11:32
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    Im nordöstlichen Teil Brasiliens soll der Belo-Monte-Staudamm entstehen.

Richter: Lebensgrundlage indigener Völker in Gefahr - NGOs: Nur vorläufiger Etappenerfolg

Der geplante Belo-Monte-Staudamm ist seit Jahrzehnten ein Prestigeprojekt der brasilianischen Regierung: Im Bundesstaat Pará sollte der drittgrößte Staudamm der Welt entstehen. Nach scharfer Kritik von Menschenrechtsorganisationen, Umweltverbänden und der Kirche bröckelt das Megabauprojekt immer mehr. Ein Gericht in Belém, der Hauptstadt von Pará, hat nun ausgerechnet einer Klage eines Zierfischverbands von Altamira (Acepoat) stattgegeben und einen Baustopp angeordnet. Der Eingriff in den artenreichen Rio Xingu hindere die Ureinwohner am Fischen, hieß es in der Begründung.

"Wir werten das als Etappenerfolg", sagt Herbert Wasserbauer von der Dreikönigsaktion, die sich für die Rechte der indigenen Völker engagiert. Als endgültigen Sieg der Kritiker könne man das Urteil jedoch noch nicht werten: "Das bedeutet nicht das 'Aus'. Unsere Erfahrung zeigt, je näher zur Hauptstadt Brasiliens ein Gerichtsverfahren läuft, umso mehr wird Recht zumindest gebogen - wenn nicht sogar gebrochen - da die politische Einflussnahme steigt." Im Moment seien noch viele Gerichtsverfahren offen. Auch der WWF warnte in einer Aussendung vor "verfrühtem Jubel".

668 Quadratkilometer würden überflutet werden

Die überflutete Fläche sollte laut letzten offiziellen Zahlen 668 Quadratkilometer betragen. Dadurch würde vielen Menschen die Lebensgrundlage entzogen. "Es gibt aber keine ausreichenden Vorkehrungen für die lokale Bevölkerung, die vertrieben wird", kritisiert Wasserbauer. Das sah wohl auch das Gericht in Belém so: In der Begründung des Urteils heißt es, dass das Baukonsortium Norte Energia keine Infrastrukturmaßnahmen vornehmen darf, die den natürlichen Fluss des Rio Xingu und damit den Fischbestand und das Fischen der Ureinwohner beeinträchtigt. Der etwa 2000 Kilometer lange Fluss gilt als einer der artenreichsten Flüsse der Welt.

"Es ist eigentlich zynisch, dass die Bedrohung von Zierfischen nun ausschlaggebend war, aber es ist begrüßenswert, dass der Lebensraum der Indigenen nun vorläufig gesichert ist", sagt Christina Schröder von Südwind. Sie war im Februar im Amazonas, um sich vor Ort ein Bild von der Situation der Betroffenen zu machen. Für die indigenen Gemeinschaften am Xingu-Fluss ist Fisch ein Grundnahrungsmittel, das 70 Prozent ihres Proteinbedarfs deckt.

Nächstes Jahr richten sich die Augen auf Brasilien

Von vierten bis sechsten Juni 2012 findet in Rio de Janeiro die Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung statt. "Die Augen werden sich auf Brasilien richten. Und dieses Megaprojekt, das solche katastrophalen Konsequenzen auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene hat, kann nicht als nachhaltig gelten", sagt der Mitarbeiter der Dreikönigsaktion. Und einmal mehr stehe auch die österreichische Verantwortung auf dem Tapet: Denn auf Zuliefererseite gibt es mit dem steirischen Anlagenbauer Andritz AG einen heimischen Akteur. Im Februar 2011 sicherte sich der börsennotierte österreichische Anlagenbauer einen Auftragsanteil in dreistelliger Millionenhöhe.

In einer ersten Stellungnahme regierte ein Sprecher der Andritz AG am Donnerstag "sehr gelassen" auf den Baustopp. Es handle sich um keine endgültige Einstellung: "Wir gehen davon aus, dass wir den Auftrag ausführen werden." Auch der erste Baustopp Mitte Februar dieses Jahres sei von einem lokalen Gericht verhängt worden, ein übergeordnetes Gericht habe diesen nach wenigen Tagen wieder aufgehoben. Es habe praktisch "null Verzögerung" gegeben. Dies zeige auf, dass Brasilien ein funktionierender Rechtsstaat sei, ist der Sprecher überzeugt.

WWF fordert Ausstieg von Andritz

"Das acht Milliarden Euro teure Projekt ist wirtschaftlich unrentabel und eine ökologische und soziale Katastrophe für die dort lebenden Menschen", sagte WWF-Sprecher Franko Petri. Die Umweltorganisation fordert daher einmal mehr die Andritz AG auf, aus dem Projekt auszusteigen. Steffen Nichtenberger, Kommunikationschef von Greenpeace, meinte, dass das Unternehmen diese Pause zum Nachdenken nutzen sollte, "um sich endlich aus diesem ökologischen und menschenrechtlichen Wahnsinn zurückzuzuziehen".

Bischof Kräutler engagierter Gegner

Das 8,1 Milliarden Euro teure Projekt wird von der brasilianischen Regierung als zentral für die nationale Energieproduktion angesehen. Einer der engagiertesten Kämpfer gegen das Vorhaben ist der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler, der für sein Engagement im Vorjahr den Alternativen Nobelpreis verliehen bekam. (Julia Schilly, derStandard.at, 29. September 2011)

Kommentar posten
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Marquis
00
7.10.2011, 12:41
Umweltzerstörende Exportwirtschaft

Es gibt kein ökologisches Monsterprojekt wo die Firma Andritz AG nicht beteiligt ist. Ob der Illisu Staudamm in Türkei oder eben der Belo Monte in Brasilien. Scheinbar ist der Unternehmensführung egal was sie mit ihren Geschäften anrichten, hauptsache sie verkaufen was.

Und der österreichische Umweltminister spricht von Nachhaltigkeit und der gewinnbringenden Umweltwirtschaft? Das ist ein zynischer Hohn.

manto bamminger
11
30.9.2011, 21:47
wenn ich mich entscheiden müßte

zwischen einer mikrowelle

und mutter natur so wie ich sie liebe.

hm wofür würde ich wohl stimmen?
von mir aus dreht den strom ganz ab

atomkraft neindanke
00
1.10.2011, 09:04
Danke, auch ich verzichte auf unnötige Massenproduktion von überflüssigem modischen Schrott!

der große ausufernde Strombedarf hängt doch in erster Linie mit unserer Wegwerfgesellschaft und unserer völlig vertrottelten Wirtschaft zusammen.

Jede Saison werden unzählige Kleidungsstücke= (Rohstoffe, Gifte + Arbeitszeit) wieder vernichtet, tonnenweise Konsumgüter auf Müllhalden gekippt, wer hier versucht uns glauben zu machen, die Menschen vor Ort brauchen Strom ( zb für ihre medizinische Versorgung) lügt, die Konzerne wollen Strom für die Überproduktion von sinnlosem Schrott, mit dem einige wenige Milliarden verdienen, denn für die Entsorgung unsere Mode kommen überall auf der Welt die Steuerzahler auf!

die indigenen Völker vor Ort sind mit unseren Bauern gleichzusetzen und sollten dort die Landschaftschützer und -pfleger sein!

Werner Lischka
01
2.10.2011, 13:48
eine tolle ansicht -

- bitte melden sie ihren strom/computeranschluss ab und kehren sie als subsistenzbauer in die wälder zurück.
ohne moderne massenproduktion (auch i.d. textilwirtschaft) könnten sie sich ihre t-shirts mit kritischen aufdrucken und ihre jeans vielleicht dreimal in 5 jahren leisten.
auf diese art des lebens kann ich dankend verzichten!

atomkraft neindanke
00
2.10.2011, 21:09
Gemeinwohl

ich möchte lieber auf die Großkonzerne und ihre Großprojekte verzichten, wir werden nach wie vor zum Konsum getrieben, wie Kühe zur Schlachtbank!

ich brauche auch keine Butter aus Irland und keine Äpfel aus Südafrika, all das ist Wahnsinn und zerstört das Leben vieler Menschen schon heute, mit Wohlleben hat das gar nichts zu tun!

Technik und Wirtschaftsgläubigkeit ersetzen heute für viele den Glauben an Götter, wir brauchen dringend eine Renaissance, die den Menschen und zwar alle Menschen gleichberechtigt in den Mittelpunkt der kollektiven Anstrenungen stellt.

Sie tun mir sehr leid, weil Sie das nicht verstehen...und so unkritisch daran glauben, dass dieses Kraftwerk vielen Menschen "Wohlstand" bringen wird.

Das ist leider nicht wahr!

Werner Lischka
01
3.10.2011, 12:22
niemand zwingt sie die ...

... produkte der grosskonzerne zu kaufen (haben sie ihre cpu selbst entwickelt?).
woher sie ihre milchprodukte & obst beziehen ist ihre sache (ich kauf auch lieber am markt - das zeug ist ohne transport oft billiger).
ich glaube gar nicht, dass das diskutierte projekt vielen 'wohlstand' bringt, nur dass es ihre lebenssituation verbessert bzw. stabilisiert (so toll sind stromausfälle im dortigen klima nicht) - wenn das die bevölkerung von rio (auch ohne favelas) betrifft, bedeutet das eine menge verbesserung.
die menschheit zieht immer mehr in die städte und eine sichere energieversorgung ist dafür lebensnotwendig - das können auch sie nicht verhindern.

atomkraft neindanke
00
4.10.2011, 13:21

im Übrigen zwingt mich niemand das zu kaufen,
aber produziert und vernichtet werden die Mio. Tonnen von nie getragener Kleidung trotzdem!

ein solches Wirtschaften kann das Kollektiv sehr sehr stark bestrafen und damit stoppen!

denn die Ressourcen gehören uns allen!

Werner Lischka
00
4.10.2011, 14:25
wir diskutieren über ein ...

... kraftwerk - nich über nicht verkaufte fetzen!

atomkraft neindanke
00
5.10.2011, 15:30
Wer seine Endlasten outsourced, gewinnt immer, ob Atom oder Textil, das ist wurscht, es geht um sinnvolles Wirtschaften oder für einige wenige gewinnbringende Methoden von Wirtschaft!

wir diskutieren, ob ein Kraftwerk nötig ist!

Sie sagen für eine florierende Wirtschaft in einem Schwellenland geht es nur mit Enteignung der indigenen Bevölkerung u Bau eines Mega-Energielieferanten.

Ich sage, ja Schwellenländer brauchen eine bessere, aber völig dezentrale Energieversorgung in den Regionen vor Ort zum Aufbau einer eigenständigen unabhängigen sinnvollen Wirtschaft!

Denn wirklich viel billigen Strom brauchen nur Wirtschaftskonzerne, die völlig unverantwortlich produzieren u vernichten, dazu gehört die Textilbranche, aber auch andere Wirtschaftsbereiche, die für die Entsorgung ihres Mülls und die Umweltfolgen gar nicht aufkommen müssen!

Atomstrom ist nur deshalb so billig, weil die Allgemeinheit für jeden Schaden aufkommt!

Werner Lischka
00
5.10.2011, 21:02
für die grosstädte brasieliens ...

... ist die abhängigkeit v. itaipu und dessen leitungen eine katastrophe - da man wasserkraftwerke nur unter bestimmten geografischen voraussetzungen bauen kann, bleibt nicht viel auswahl - ausser sie stimmen f. zwangsumsiedlung der städter bzw. energierationierungen. ob die riesenstädte wie rio/sao paulo sinnvoll sind ist wurscht - sie sind da und der energiehunger auch!
ihre ablehnung von grossindustrie in ehren - das theater mit der eisenerzverarbeitung in jedem dorf hat schon mao versucht und ist damit eingefahren.
manche prozesse brauchen gross-systeme.
die ideale v. lokaler produktion der textilien haben schon die weberaufstände nicht durchsetzen können - u.a. weil die kunden die preise nicht zahlen wollten!

atomkraft neindanke
00
4.10.2011, 13:19
Umweltrentabilität, Nachhaltigkeit haben Zukunft!

eine Energieversorgung, die relativ sicher ist und die Menschen nicht abhängig macht, gibt es, man muss sie eben nur wollen und Effizienz zulassen.
Denken Sie doch an Ägypten, das waren freie unabhängige Bauern, die sehr gut gelebt haben, bis man sie davon überzeugt hat tausende Windräder stellzulegen um ihr Bewässerungssystem mit Dieselmotoren zu betreiben, naja ist viel sicherer (vor allem für die Ölbranche!), aber eben nicht für jederman gratis! Dann setzen sich die großen durch, die kleinteilige Wirtschaft erliegt, wir haben Megareiche und Megakonzerne und einen Haufen arbeitsloser und besitzloser Armer.
das Problem mit den technikaffinen Menschen ist, dass sie b i s zu Ende denken sollten!
Welche Folge hat eine Erfindung für alle!

Werner Lischka
00
4.10.2011, 14:35
ihre unabhängige energieversorgung ...

... funktioniert vielleicht für felachen oder kleinbauern in dörflichen strukturen - bei sao paulo oder der voest schaut das ganz anders aus!
das beispiel ägypten ist schön - bis man überlegt, dass die dieselmotoren weniger mühe machten und mehr wasser förderten als die windräder.
ohne die grosslandwirtschaft in europa und den usa wäre der rest der welt längst verhungert - ihre geliebten subsistenzbauern können weder die notwendigen mengen produzieren und schon gar nicht auf die märkte bringen.
haben sie schon mal überlegt, welche infrastruktur grosstädte benötigen?
sie können gerne als kleinhäusler dahinvegetieren - ich verurteile nicht einige mrd. menschen zum hungertod, nur weil ich grün sein will!

atomkraft neindanke
00
5.10.2011, 16:37
Wem gehört der Amazonas? vom Wesen der Zusammenhänge

In Ägypten gibt es keine Subsitenzwirtschaft mehr! die bebaubare Fläche hat sich durch den Assuan Staudamm verkleinert, die Abhängigkeit vom Öl durch die Dieselmotoren ist Fakt.

der Rest der Welt hungert, weil Weizen verbrannt u Nahrungsmittel laufend vernichtet werden um die Preise hochzuhalten!

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie Großstädte zu dem werden, was sie sind. Landflucht von landlosen Abhängigen ist der Grund für das Anwachsen von Megametropolen, während China die Agrarflächen in Afrika aufkauft!

Mit diesem Staudamm veruteilen Sie die indigenen Völker zur Armut u Abhängigkeit, sie möchten sie zwangsenteignen, damit sie dann in den Großstädten zu billigen Lohnabhängigen werden, die unsere Wegwerf-Fetzen produzieren.

Werner Lischka
00
5.10.2011, 20:50
na schön - betrachten wir zusammenhänge

assuan wurde gebaut, weil auch die ägypter (kairo, alexandria) strom brauchen. weder in kairo noch in alexandria wollten die menschen die ökologischen öllampen akzeptieren.
die dieselpumpen sind halt bequemer als die alten schöpfräder!
das verbrennen ist ein märchen - in europa gibts prämien f. brache. abgesehen v.d. tatsache, dass bauern nicht umsonst arbeiten - glauben sie, die hungernden könnten den transport a.d. usa/europa zahlen? schiffe fahren nicht gratis!
d. mieseste leben i.d. stadt ist meist besser als d. schufterei eines landarbeiters ohne maschinen. daher strömen diese seit jahrtausenden i.d. städte (die roten kmehr haben den umgekehrten weg probiert - siehe killing fields als resultat).
chinesen arbeiten besser als indios!

atomkraft neindanke
31
29.9.2011, 23:54
Bravo! Einmal eine gute Nachricht!

kleine Kraftwerke, die von privaten und Gemeinden betrieben werden, keine Megaprojekte, wer Energie verwaltet hat Macht, viel Macht, die Macht soll aber vom Volk ausgehen und nicht von einigen wenigen Profiteuren des Wohlstandes, daher sollen die Menschen vor Ort ihre Energie produzieren, mit ihr haushalten, Energiesparen und damit in der Lage sein, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, denn Energiekonzenration führt unweigerlich zur Machtkonzentration!

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, wird der weiße Mann feststellen, dass man Geld nicht essen kann!"

Cree Weissagung

Werner Lischka
11
30.9.2011, 16:47
aha - in sao paulo oder rio ...

... lässt man das wasser v.d. hochhäusern rinnen und speist damit ihre vielgepriesenen kleinkraftwerke! in rio könnte man es über die abhänge der favellas rinnen lassen.
hinauftragen dürfen es gemeingefährliche träumer wie sie!
die verlustleistung der minis ist in summe katastrophal - wie sie mit den dingern eine millionenstadt versorgen wollen, müssen sie mir erklären!
Leute, deren energietechnischer horizont nicht über den einzelnen bauernhof (max. das dorf) hinausreicht, reden beim kraftwerksbau wie der blinde von der farb!
ps. ohne die grossstädte bzw. die grossindustrie gäbs ihre mini-turbinen gar nicht!

Werner Lischka
20
29.9.2011, 23:27
in brasilien's grossstädten gehen ...

... tw. regelmäsig die lichter aus, wenn irgendwo eine hauptverorgungsleitung zusammenbricht.
die wenigen regionen, die geografisch für wasserkraftwerke geeignet sind (d.h. über die notwendige wassermenge und fallhöhe verfügen) sind zumeist 1000e km von den küstenstädten entfernt. ausweichen über andere stromautobahnen geht nicht und ersatz durch reservekraftwerke gibts nicht.
modernisieren der leitungen ist b.d. distanzen gar nicht so einfach.
die wirtschaft und der lebensstandard wachsen - und damit der bedarf an strom - und die irren vom wwf jubeln über den baustopp für ein wasserkraftwerk!
vielleicht jubeln sie auch b.d. eröffnung d. nächsten brasilianischen akw's - die kann man nahe beim verbraucher bauen!

atomkraft neindanke
11
30.9.2011, 17:26
Traurige Tropen

in Brasiliens Großstädten leben viele Menschen ohne Strom, ihr Leben wird nicht besser, wenn sie mit teuerem Strom von außen versorgt werden, sondern nur noch abhängiger, es gibt überhaupt keine Rechtfertigung, den Indianern ihr Land wezunehmen, dafür gibt es internationale Verträge!
ich glaub, dass Kräutler vor Ort mehr von den Zusammenhängen versteht, als die Andritz Lobby!
Gegner als dumme Träumer zu diskreditieren, wird es auch nicht bringen. Es geht schon lange um die Machtkonzentration durch Großkraftwerke, alle wissen das es auch ganz anders gehen kann!
Letztlich plädieren sie für Konzepte aus den 70 Jahren und haben Small is beautiful nicht verstanden. Unser Denken bestimmt uns Handeln Technik u. Wirtschaft ist dabei untergeordnet.

Werner Lischka
11
30.9.2011, 18:58
lt. ihrer logik wird das leben der betroffenen besser, ...

... wenn sie gar nicht mit strom versorgt werden?
irrsinn kann so alternativ sein!
den indios (indianer gibts in n-amerika!) wird das land nicht ersatzlos weggenommen - sie werden durchaus entschädigt. enteignungen gibt es auch in europa, wenn das gemeinwohl höher bewertet wird als der besitz eines einzelnen (dafür gibts gerichte - und das ist auch durchaus ok).
was alle (wer ist das - sicher keine energietechniker?!) wissen, muss nicht stimmen (1840 wussten alle, dass man nicht m. flugzgeräten schwerer als luft fliegen kann - die spezialisten wussten längst, dass es doch geht).
gekoppelte kleinkraftwerke für rio oder sao paulo sind lachhaft (ausser wir reden von kernfussion).
oh je, der unsinn der 70er - bleiben sie im blumenland!

atomkraft neindanke
01
1.10.2011, 08:53
Es ist Enteignung!

Weil es ja so gar nicht um Enteignung und Völkerrecht geht, sind nun die dummen brasilianischen Richter eingeschritten, wahrscheinlich haben sie ein paar Leute aus dem Blumenland angerufen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Indianer
Zum Begriff Indianer können Sie ja selber nochmals gründlich nachlesen.

Großkraftwerke sind umweltschädlich und durch nichts zu rechtfertigen, auch wenn einige, die in Andritz Aktien spekulieren, jetzt so tun, als ob davon das Wohl und Wehe aller, die dort leben, abhinge.

Kernfusion schreibt man übrigens nur mit einem s ...

Werner Lischka
01
2.10.2011, 13:28
ich habe nicht bestritten, dass es enteignung ...

.... ist - nur ist eigentum nicht sakrosankt - d.h. wenn es das wohl der gemeinschaft erfordert, können sie durchaus ihres eigentumsrechtes verloren gehen (das ist in ö genauso - die gerichte bewerten dann).
die sache geht dann ihren instanzenweg - das positive an der sache ist, dass sich solche rechtsstaatlichen normen auch in brasilien etabliert haben.
ihre position zu grosskraftwerken ist schlicht kindisch. wie sie eine millionenstadt und die dazugehörige industrie ohne grossanlagen mit strom versorgen wollen, konnte mir noch keiner der umweltfanatiker erklären. ich würde sagen - put your wallet, where your mouth is - und melden sie ihren stromanschluss ab.
danke f.d. rechtschreibkorrektur!

Martin Müller10
 
53
29.9.2011, 22:46
Keine Wasserkraft, keine Kernenergie, keine thermischen Kraftwerke

alles böse und auch Fackeln setzen CO2 frei! Lasst die "Grünen" im Dunklen!

langsam
01
30.9.2011, 08:22

"Das acht Milliarden Euro teure Projekt ist wirtschaftlich unrentabel und eine ökologische und soziale Katastrophe für die dort lebenden Menschen"

Heavyweather
12
30.9.2011, 01:19

Dort geht es um Menschen die vertrieben werden. Ihre Welt wird gerade vernichtet und du rülpst hier schwachsinnig vor dich hin...

schöne grüne welt
01
29.9.2011, 19:03
wow

mir bleibt die spucke weg! grandios!

Kommentar posten
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