Die Staatspreise für Design sowie der Sonderpreis "Design Concepts" wurden vergeben
Wien - Der Titel "Staatspreisträger" macht sich gut. Im Falle von Design darf man sich zwar nicht über eine monetäre Zuwendung freuen, betreffend Anbahnung neuer Aufträge dürfte sich diese Auszeichnung aber als durchaus förderlich erweisen. Kurz vor dem Start der Vienna Design Week am 30. September wurden am Mittwoch zum 39. Mal die Preisträger des Staatspreises für Design bekanntgegeben, der im Zweijahrestakt vom Wirtschaftsministerium verliehen wird.
Über eine Trophäe für den Kamin sowie Ruhm und Ehre darf sich in der Kategorie "Produktgestaltung-Konsumgüter" Thomas Feichtner freuen. Der vor kurzem im STANDARD-RONDO porträtierte Designer wurde für sein Stauraumsystem "Ego" für Blaha Möbel ausgezeichnet. Als würdig, den Staatspreis in der Kategorie "Produktgestaltung Investitionsgüter" in Empfang zu nehmen, empfand die Jury die Designer von Formquadrat GmbH. Sie warfen den Wasserenthärter "Rondomat Duo S" ins Rennen. Den Jury-Vorsitz hatte Dieter Rams inne, der vor allem in Sachen Design für Braun weltberühmt wurde, das in so manchem Apple-Gerät wiederzuerkennen ist. Ebenso Staatspreisträger, und zwar im Bereich "Räumliche Gestaltung", sind von nun an Isa Stein und Christoph Fürst. Sie gestalteten das Linzer Hotel am Domplatz für die St.-Severin-Stiftung.
Anders als bei den vom Ministerium vergebenen Auszeichnungen dürfen sich die Preisträger des im selben Rahmen vergebenen Sonderpreises "DesignConcepts" über Bares freuen. Insgesamt 14.000 Euro schauen bei dem vom Förderprogramm Impulse der Austria Wirtschaftsservice GmbH ausgeschriebenen Preis heraus.
Der Haupttreffer (5000 Euro) ging an den Designer Philipp Stefan Maul, der sein Straßensicherheits- und Lärmschutzsystem "Sound Guardian" einreichte. Jeweils 3000 Euro erhalten die Designer einer Art Hausboot-Sauna, eines Sportfahrrads für Menschen mit Gehbehinderung sowie eines mobilen Dialysesystems.
Sämtliche Projekte der Preisträger sowie andere ausgewählte und nominierte Beiträge sind bis 30. Oktober in der Ausstellung Walk of Fame im Designforum Wien (Museumsquartier) zu sehen. (maik; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.9.2011)