Die Stadt Salzburg ist mit ihrem Radverkehr-Förderprogramm der Gesamtsieger des VCÖ-Mobilitätspreises 2011
Die Stadt Salzburg ist der Gesamtsieger des diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreises. 261 Projekte wurden bei Österreichs größtem Wettbewerb für nachhaltige Mobilität eingereicht.
Als bestes Projekt wurde das
Radverkehr-Förderprogramm der Stadt Salzburg von der 24-köpfigen
Fachjury bewertet. Salzburg hat durch zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen
das Radfahren in der Mozartstadt attraktiv gemacht. Bürgermeister Heinz
Schaden nahm die Auszeichnung entgegen.
"Basis für unser Mobilitätsverhalten"
Beim VCÖ-Mobilitätspreis, der in Kooperation mit dem
Verkehrsministerium, dem Umweltministerium und der ÖBB durchgeführt
wurde, waren heuer Infrastrukturprojekte für eine klimafreundliche
Mobilität gesucht. "Die Infrastrukturen sind die Basis für unser Mobilitätsverhalten. Was heute gebaut wird, wird auch in 30 Jahren noch benutzt. Deshalb ist es wichtig, dass die heutige Infrastrukturpolitik die gewünschte Mobilität von morgen im Fokus hat", betont VCÖ-Geschäftsführer Willi Nowak.
Weitere Kategoriesieger
Weitere Preisträger sind die Zillertalbahn und die Nahverkehrsdrehscheibe Graz, die Radroute "Bregenz - Hard", die Kampagne "Die Stadt liegt dir zu Füßen" der Stadt Graz, die innovative Radabstellanlage "RadAr" des Wiener Unternehmens Raddepot, die Offene Jugendarbeit Dornbirn für ihr E-Mobilitätsprojekt und die Bahnverladestelle des Tiroler Kieswerk Starkenbach, durch die pro Jahr 3,2 Millionen Lkw-Kilometer vermieden werden.
TrafficCheck
Im Bereich neuer Technologien wurde TrafficCheck am besten bewertet. Diese Online-Plattform wird für Graz entwickelt. Wer kennt das nicht: Man steht an einer Ampel und diese ist gefühlte mehrere Minuten lang rot. Durch TrafficCheck können Fußgängerinnen und Fußgänger via Smartphone sofort eine Rückmeldung zu dieser Ampel geben. Auch Gefahrenstellen können sofort den zuständigen Behörden gemeldet werden. Ausgezeichnet wurden zudem die Wiener Linien, die durch technische Maßnahmen beim Oberbau ihre Straßenbahnen leiser gemacht haben.
Bestes internationales Projekt, beste Idee
Als bestes internationales Projekt wurde der Carsharing-Aktionsplan der Hansestadt Bremen ausgezeichnet. Bremen möchte die Zahl der Carsharing-Kunden von derzeit 6.600 auf 20.000 im Jahr 2020 erhöhen. Die Wienerin Monika Leutgeb gewann die Kategorie "beste Idee": Eine Online Plattform soll helfen, Fahrgemeinschaften zu organisieren und anzeigen, wie viel CO2 je Verkehrsmittel verursacht wird.
Verringerung der Emissionen um 75 Prozent
Um das Klimaschutzziel der EU für das Jahr 2050 zu erreichen, muss Österreich die Emissionen des Verkehrs um 75 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 verringern. Eine VCÖ-Studie zeigt, dass für dieses Ziel der Anteil von Öffentlichen Verkehr, Radfahren und Gehen an den zurückgelegten Kilometern von derzeit 24 auf 58 Prozent zu erhöhen ist. (red, derStandard.at)