Universitäten

Studentenzahl seit 1970 verfünffacht

28. September 2011, 13:21
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    apa-foto: barbara gindl

    265.030 Personen waren im Studienjahr 2010/11 an Österreichs Unis inskribiert.

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    grafik: apa

Starkes Wachstum nach Studiengebühren-bedingtem Einbruch geht vor allem auf starkes Plus bei ausländischen Studenten zurück

Wien - Am 1. Oktober beginnt an den Universitäten das neue Studienjahr und es wird - nicht zuletzt aufgrund der Situation in Deutschland mit Aussetzung der Wehrpflicht und doppelten Maturajahrgängen in Bayern und Niedersachsen - mit einem neuerlichen Studentenansturm gerechnet. Seit 1970 hat sich laut Daten von Statistik Austria die Zahl der ordentlichen Studenten an den heimischen Unis von 53.152 auf 265.030 (2010/11) verfünffacht (plus 398 Prozent).

Studiengebühren

Die Kurve der Studentenzahlen zeigt kontinuierlich nach oben - mit einer Ausnahme: 2001 kam es nach Einführung der Studiengebühren zu einem massiven Rückgang von 228.000 auf 183.000 Studenten - ein Minus, das in den Jahren darauf allerdings rasch wieder wettgemacht wurde.

Das starke Wachstum im vergangenen Jahrzehnt geht aber vor allem auf die ausländischen Studierenden zurück: Seit dem Studiengebühren-bedingten Einbruch ist die Zahl der inländischen ordentlichen Studierenden nur um 4,4 Prozent gestiegen (2000: 197.271; 2010: 205.972), jene der ausländischen Studierenden hat sich dagegen nahezu verdoppelt, von 30.677 auf 59.058, ein Plus von 92,5 Prozent.

Die Zahl der ausländischen Studierenden ist in den vergangenen vier Jahrzehnten stark gestiegen: Kamen 1970 noch 8.573 Studenten aus dem Ausland, waren es 2010/11 schon fast siebenmal so viele, konkret 59.058.

Mehr Frauen

Massiv verändert hat sich das Geschlechterverhältnis unter den Studierenden: War Anfang der 1970 Jahre nur jeder vierte Studierende weiblich (24,9 Prozent), betrug der Frauenanteil 40 Jahre später bereits 53,6 Prozent.

Entsprechend der Entwicklung der Studentenzahlen ist auch die Zahl der Studienabschlüsse gestiegen, und zwar von 4.921 im Jahr 1971 auf 22.978 im Jahr 2009/10 (inländische ordentliche Hörer). Wobei die Absolventenzahl in den letzten beiden Jahren mit verfügbaren Daten stagnierte (2008/09: 22.924; 2009/10: 22.978). (APA)

Kommentar posten
12 Postings
M0ru
00
1.10.2011, 11:50

Mehr Bildung braucht das Land! ^__^

interessantes Detail am Rande: die Studiengebühren-Einführung scheint die Inländer viel stärker vom Studium abgehalten zu haben als ausländische Studierende. Das zu stützen scheint auch, dass der "Inländer-Anteil" nach deren Abschaffung wieder stärker zu steigen begonnen hat.

Montgomery McFerryn
25
1.10.2011, 11:49

Ich finde den Knick bei der Einführung der Studiengebühren sehr interessant. Anscheinend haben sich da einige Bummelstudenten und Spaßstudierer verabschiedet.

Postingname geändert
22
1.10.2011, 22:53
vielleicht waren aber auch...

ernsthaft studierende dabei, denen die gebuehr das studieren verunmoeglichte?

nur so ein gedanke.

Montgomery McFerryn
23
2.10.2011, 00:07

Mag schon stimmt, hab ja nicht gesagt es waren nur Bummelstudenten und Spaßstudierer.
Bin auch kein Fan von Studiengebühren hab aber etwas gegen Studenten die das Studium nicht ernst nehmen.

Birnenbäumchen
10
27.11.2011, 21:41

Nur aus Interesse - was haben Sie gegen Studierende, die ihr Studium nicht ernst nehmen? Und wie erkennen Sie, dass sie es nicht ernst nehmen?

Ich frage deshalb, weil häufig von geringen Prüfungsleistungen auf mangelnde Motivation geschlossen wird. Die Ursachen liegen häufig aber auch anderswo, etwa bei zeitintensiver Berufstätigkeit oder bei familiären Verpflichtungen...

ilse schmidt
40
29.9.2011, 09:37
Yippppiieeeeee! Endlich einmal GUTE Neuigkeiten! Die Studentenzahl wird sich hoffentlich weiter in dieser Geschwindigkeit erhöhen.

In vierzig Jahren - also 2051 - wird dann vielleicht schon JedeR ein Studium absolviert haben!

Gleichzeitig wäre es wünschenswert den Ausbeuter-Kapitalismus dahingehend zu reformieren, dass ALLE Menschen ein würdiges und freies Dasein zugute kommt. Die Leistungsgesellschaft muss sich also von ihren "Working Class Hero"-Werten endgültig verabschieden und sich wieder der Kultur, der Kunst und der Wissenschaft widmen und höchstens 15-20 Stunden pro Woche der materiellen Reproduktion (also das was man heute noch "Arbeit" nennt). Gleichzeitig soll der ökologische Wandel abgeschlossen sein (also auch die Ruinen des Industriezeitalters endgültig begraben sein) und es wird ein Zustand herbeigeführt sein, den man als Friede bezeichnen kann...

als ich noch klein war Weber
04
30.9.2011, 20:33

....und wer baut dann unsere kartoffeln und den salat an und melkt die kuh für den hippen cafe latte? wer baut dann den küchentisch und reapariert das auto....? naja der bauer, der tischler und der mechaniker....achja blöd aber auch, die sind grad mit ihrer master-thesis beschäftigt..

Ston3at
00
2.10.2011, 12:08

Die Bauern aus anderen Ländern und irgendwelche Roboter...

Montgomery McFerryn
00
1.10.2011, 11:48

Das sind dann halt alles Magister und Doktoren, die Arbeit bleibt die selbe es wird halt nur der Titel leicht entwertet.

ZsakNorris4Teamchef
00
30.9.2011, 07:24
goddamn hippies

myschkin
00
29.9.2011, 18:27

Und was haben alle diese Menschen die studiert haben in den letzten Jahrzehnten für diese Welt gemacht, die sie da herberwünschen?
Ich bin mir sicher, dass viele dieser Menschen die studiert haben, im Dienste dieses Systems stehen, und für sich da gut aussteigen. Habe genug von diesen Typen gesehen.
Studium allein reicht nicht.
Arbeit würde ich alles bezeichnen, was man für das Gemeinwesen an Zeit opfert. Diese 15 bis 20 Stunden sind aber in Ordnung.
Das ginge aber heute auch schon, wenn man alles gerecht verteilen würde.
Sie wissen aber schon, was die Industrie auch heute noch alles ermöglicht?
Spannend wird es. Aber automatisch passiert gar nichts in diese Richtung.

sylver
00
28.9.2011, 16:36

wieviele studienrichtungen wurden 1970 angeboten?

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