Umfrage

66 Prozent der Österreicher für Studiengebühren

28. September 2011, 11:33
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    foto: boris roessler dpa/lhe

    Laut Umfrage sind die Studiengebühren-Gegner in der Minderheit: Nur 28 Prozent sind gegen die Wiedereinführung.

54 Prozent halten 300 Euro pro Semester für angemessen - 30 Prozent für generelle Zugangsbeschränkungen

Linz - 66 Prozent der Österreicher sind für eine Wiedereinführung der Studiengebühren. 54 Prozent halten 300 Euro pro Semester für angemessen. 30 Prozent treten für Zugangsbeschränkungen für alle Fächer ein, 46 Prozent für jene, die überlaufen sind. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market" hervor, deren Ergebnisse am Mittwoch veröffentlicht worden sind.

400 Personen befragt

market hat von 13. bis 15. September 400 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen telefonisch befragt. Dabei erklärten 66 Prozent, dass sie sich eine Einführung von Studiengebühren vorstellen können. Bei den Über-50-Jährigen sind es 76 Prozent, bei den 15- bis 29-Jährigen immerhin 59 Prozent. 28 Prozent der Österreicher sind dagegen. Nur zwei Prozent ist das Thema egal, vier Prozent machten keine Angabe. Bei der jungen Bevölkerung finden sich mit 37 Prozent die meisten Gegner. Genauso viele Maturanten und Akademiker halten nichts von Studiengebühren.

Nur zwei Prozent für 700 Euro

54 Prozent finden 300 Euro pro Semester angemessen. 34 Prozent können sich einen Betrag von 500 Euro vorstellen, 700 Euro nur zwei Prozent. Je höher der Bildungsabschluss ist, desto höher ist auch die Studiengebühr, die Befürworter für angebracht halten.

30 Prozent sind für generelle Zugangsbeschränkungen. 46 Prozent können sich mit einer Regelung in überlaufenen Fächern anfreunden. 16 Prozent sind gegen Beschränkungen, unter jenen Österreichern mit Matura oder Universitätsabschluss sind es 27 Prozent. Sieben Prozent der Befragten antworteten mit "ist mir egal". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 287
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Andreas W
03
4.10.2011, 22:06
Unrepräsentativ

1. Sind 400 Persönchen ein Witz
2. Solange man weder selbst noch durch seine Kinder betroffen ist, sagt sich leicht ja
3. Glauben ja noch immer manche den Politikern, aber eines ist sicher, dass sich durch solche Gebühren an den Unis nicht das Geringste verbessert
4. Solange noch etwa bis zu 30% die ÖVP wählen würden, obwohl die gerade mal 2% dieses Volkes vertritt, ist ohnedies die Zurechnungsfähigkeit zumindest dieser Gruppe zu bezweifeln

mumuj
01
4.10.2011, 17:18
98 Prozent der Österreicher für Abschaffung der Oper

denke
20
4.10.2011, 16:22

Das ist eine Ideologiefrage bzw. eine Frage der Gewohnheit.
Jeder noch so arme Student sieht ein das er beim Billa und im Cafe zahlen muss.

M0ru
02
1.10.2011, 12:01

Ich wage zu behaupten, dass da ein gewisser Neid stark mit reinspielt. Und auch, dass vielen nicht bewusst ist, dass es Know-How in etwa das einzige ist mit dem die westliche Welt noch glänzen kann. Ohne höhere Bildung kaum Technik, schlechte Medizin, weniger Kultur,...
Und ein weiteres häufiges Missverständnis: überlaufene Fächer sind es nicht, da das allgemeine Bedürfnis an Ausgebildeten dieser Richtung gestillt ist, sondern lediglich aufgrund da die bereit-gestellten Mittel bereits so gut als geht ausgereizt sind. Entsprechend braucht es auch mehr Ressourcen und nicht mehr Einschränkungen.

Heavyweather
00
1.10.2011, 01:03

Wäre noch interessant wie viele Österreicher für ein BGE wären. Oder ist das zu viel Freiheit?

denke
00
4.10.2011, 16:18

Das bge ist eine super idee, die aber an 2 problemen scheitert
1. Jenes 1/5 der Bevölkerung das damit nicht umgehen kann
2. Einwanderung

Pfuideifi
00
1.10.2011, 14:49

Ich wage zu behaupten, dass der Anteil der Studiengebühren-Befürworter korreliert bzw ident ist mit jenen, die ein BGE ablehnen würden.
Is nur meine bescheidene Einzelmeinung.

Begründen würd ich das mit dem Neid, der hierzulande tief verwurzelt is :(

Pfuideifi
04
30.9.2011, 22:59
Da ist er wieder..

der alte österreichische Neidkomplex.

Weil die Studenten studieren ja ohnehin nur, weil sie zum Arbeiten zu faul sind.

mountaineer
00
30.9.2011, 22:44

1.) Was nichts kostet, ist nichts wert (Schüssel hat's gesagt)
2.) Was nichts wert ist, darf auch nichts kosten!!! (das sage ich)

Hans Hosendonner<<3
02
30.9.2011, 09:12
solche umfragen könnte man nach beliebe für diverse andere themen fortsetzen und immer eine mehrheit finden:

1;alle beamtergehälter kürzen, und bei er verwaltung einsparen indem man staatsdiener kündigt

2, ferien für lehrer kürzen

3; pensionsalter heraufsetzen und pensionen kürzen

4; keine gemeindewohungen für ausländer

5; keine sozialleistungen für ausländer

6; politikergehälter um 50% reduzieren

7; 50% aller ÖBBler kündigen

8; kein steuergeld für drogenabhängige

etc...

wenn es eine andere kleinere bevölkerungsguppe betrifft, wird sich immer eine mehrheit finden , die dafür ist, dass man denen etwas wegnimmt, wenn dafür die eigene gruppe vermeintlich einen vorteil hat

richard145
 
00
30.9.2011, 03:08
wer bezahlt meine

studiengebühren ? für gegenleistung versteht sich :)

Heavyweather
00
1.10.2011, 01:01

Wir sind ja nicht in Frankreich...

bratak
00
29.9.2011, 14:01

wenn man nur mit ebensolcher vehemenz für eine gerechte lastenverteilung beim steueraufkommen zwischen arbeitseinkommen und einkommen durch vermögen einträte, oder endlich eine finanztransaktionssteuer einführte, oder diverse korruptionsskandale aufdeckte, oder ... einfach jeden schas, der mehr bringt, als die 140 mille im jahr, dabei aber weniger leuten schade

EdwinTheMan
82
29.9.2011, 13:57

300 Flocken pro Semester sind OK. Wer wirklich zu arm ist, kriegt's übers Stip wieder zurück. Sind 1.500 für 5 Jahre studieren.

Werkzeug
 
00
5.10.2011, 07:01
Die Rechnung ist falsch,der Inhalt(mit Sozialkomponente) überlegenswert...

aber die Familienbeihilfe sollte der Studiendauer angepasst werden,das ist der größere Brocken
den manche Studierende jetzt zu schlucken haben.
Ist nicht jeder selbst schuld wenn er erst mit
20 zum Studieren anfangen kann und bei positivem
Studienerfolg sollten auch zwei verpatzte Semester
eingerechnet werden.Ist auch nicht immer die Schuld der Studierenden.
Die Kapazitätsgrenzen sind schon ein Thema,das man
nicht einfach wegwischen kann und entpolitisieren sollte.
Entschuldigung war davor zu schnell mit dem drücken.

Werkzeug
 
00
5.10.2011, 06:36
Die Rechnung ist falsch,der Inhalt überlegenswert

richard145
 
02
30.9.2011, 02:46
preissfrage

wieviel semester hat ein jahr ?

theWatcher14
11
29.9.2011, 12:53
Kein Wort....

...glaube ich von dieser Studie.

Sonata
10
29.9.2011, 12:33
Wenn 66 Österreicher für Studiengebühren sind...

darf man dies nicht automatisch mit Prozenten gleichsetzen.

Adam Markus
53
29.9.2011, 12:08

Es sind sicher auch 66% der Österreicher für eine Wiedereinführung der Todesstrafe, die am Besten auch noch öffentlich vollstreckt werden soll.

Müssen wir alles machen was der Pöbel so denkt?

665
00
29.9.2011, 17:58

Immerhin dürfen Sie hier sagen, was Sie so denken, ob wir es dann machen, müssen Sie uns überlassen.

Dass Sie an Todesstrafe denken, halte ich für sehr interessant. Empfehle Ihnen dringend, sich einen Wechsel in die USA, die VAE oder China zu überlegen. In Österreich sind Sie gottseidank mit Gedanken über die Todesstrafe mittlerweile Teil einer sehr überschaubaren Minderheit.

Iggy71
14
29.9.2011, 11:27
Interessant

"... Je höher der Bildungsabschluss ist, desto höher ist auch die Studiengebühr, die Befürworter für angebracht halten. ..."

Klingt irgendwie nach: Ich hab jetzt einen akademischen Titel, aber der ist ja nichts wert wenn ihn noch mehr erhalten. So ziemlich die gefühlte Einstellung der Verantwortlichen in der Bildungspolitik der letzten Jahre.

Mark Steier
13
29.9.2011, 11:21
100 Prozent der Österreicher für halben Spritpreis!

100 Prozent der Österreicher für weniger Steuern
100 Prozent der Österreicher für Freibier
...

Brand Burlitzer
24
29.9.2011, 11:14
Dann sind diese 66 Prozent auch dafür, dass nur mehr die Kinder reicher Eltern studieren dürfen

Denn alle anderen können sich ein Studium mangels zusätzlicher Nebenjobs/Zeit nicht mehr leisten.

Und wenn diese Anderen den Spagat doch irgendwie schaffen, dann leidet selbstverständlich das Lernen.

Mit der Konsequenz, dass wir uns später über Fehldiagnosen bei Ärzten oder Konstruktionsfehler bei Brücken nicht mehr Wundern brauchen. Die angehenden Ärzte und Architekten mussten schließlich Zeitungen verkaufen und Regale schlichten anstatt sich in Anatomie und Physik auch wirklich sattelfest zu studieren.

ikepod
33
29.9.2011, 11:03
warum dürfen leute die nie studiert haben darüber entscheiden.

warum dürfen leute die seinerzeit gratis studiert haben dafür sein, dass es jetzt kostenpflichtig wird.

wenn der staat geld hat um es den banken und lobbyisten (parteien) hinterher zu werfen.
hat es auch das geld für ein vernünftiges freies studium und ein gutes krankensystem!

erst wenn der letzte korrupte politiker sitzt
bin ich bereit darüber zu reden. bis dahin zähle ich auf piltz und die piratenpartei!

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