Neues Gremium

Vorläufer der Hochschulkonferenz tagte

27. September 2011, 16:13

Töchterle diskutierte mit Rektoren, Uni-Senaten und Fachhochschulkonferenz über Hochschulplan - ÖH: Töchterle vergisst auf Studenten

Wien - Mit dem Hochschulplan von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) soll auch ein neues "schlankes Gremium" kommen, das die Angebote von Universitäten und Fachhochschulen (FH) abstimmt. Als "Vorläufer" dazu sind heute, Dienstag, Nachmittag Vertreter des Ministeriums sowie der Universitätenkonferenz (uniko), der Uni-Senate und der Fachhochschulkonferenz in Wien zum zweiten Mal im Rahmen einer Arbeitsgruppe zusammengetroffen. Diskutiert wurde dabei über "Ziele, Eckpunkte und Maßnahmen des Hochschulplans", wie es am Dienstag in einer Aussendung hieß.

Thema war unter anderem "eine neue Leistungsvereinbarungskultur mit einer höheren Steuerungsleistung, Koordinierung der Profilbildung und Abstimmung des Lehrangebots zwischen den anbietenden Standorten". Verstärkte Zusammenarbeit und verbesserte Koordinierung sind laut Töchterle "ein Gebot der Stunde". "Nicht einfach mehr von allem, sondern mehr durch gezielte Bündelung von allem", so der Minister. Die "Hochschulkonferenz" soll das Angebot von Forschung und Lehre in Österreich koordinieren, vernetzen und damit deutlich effizienter machen, wie es im von Töchterle im August präsentierten Expertenbericht hieß. Auch die "drei Weisen" hinter dem Bericht nahmen an dem heutigen Gespräch teil.

Der Hochschulplan soll bis Jahresende in Eckpunkten stehen, dann soll auch die Hochschulkonferenz eingesetzt werden.

"Auf Studierende vergessen"

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) fühlt sich nach einem Treffen von Vertretern der Universitätenkonferenz, der Uni-Senate und der Fachhochschulkonferenz mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle heute, Dienstag, ausgeschlossen. "Töchterles Meinung nach waren alle relevanten GesprächspartnerInnen anwesend", so ÖH-Generalsekretär Peter Grabuschnig (Fraktion Engagierter Studierender, FEST) in einer Aussendung. "Wieder einmal wird deutlich, dass der Minister einfach auf die größte Gruppe der Hochschulbeteiligten - die Studierenden vergessen hat."

Das Treffen war das zweite jener Arbeitsgruppe, die Töchterle als "Vorläufer" der Hochschulkonferenz sieht und aktuelle Fragen des Hochschulplans diskutiert. Dass dabei "auf das Know-How der Studierenden" verzichtet wird, sei "auf jeden Fall ein Fehler", so Angelika Gruber (Verband Sozialistischer Student_innen, VSStÖ) vom ÖH-Vorsitzteam. "Auf dieser Basis kann Töchterles Hochschulplan niemals ein Plan für, sondern nur gegen die Hochschulen und somit die Studierenden sein." Die ÖH will Anfang nächsten Jahres einen alternativen Hochschulplan präsentieren. (APA)

smea_gol
00
27.9.2011, 22:05

der töchterle ist ein abgehobener altlatiner...
passt zur övp,
passt nicht für österreich und die unis

Jonny W1
00
27.9.2011, 18:58
töchterle

macht sichs aber echt selber schwer.. wieso ladet er die studenten und profs nicht einfach ein? kein wunder dass da kritik kommt...

kleiner Schelm
00
28.9.2011, 15:06

Wenn er Studenten einlädt müsste er auch Mittelbau und Professoren einladen.

Dann hätte er bald ca. 50 Vertreter aller möglichen Interessengruppen da, eine Kakophonie, in der nichts, rein gar nichts, konsensfähig wäre.

Ist schon besser so. Gerade FHs und Unis müssten dringend besser aufeinander abgestimmt werden; normalerweise müsste man FHs auf gute berufsvorbereitende Bachelor-Ausbildung fokussieren und den Rest weglassen. Umgekehrt müsste man UNIs auf Master, Promotion und die Erschließung von Kunst, Kultur, Forschung fokussieren. Im Regelfall macht man dann Bachelor an einer nahegelegenen FH und geht dann arbeiten oder (auch nach ein klein wenig Berufstätigkeit) an eine Uni, wenn man "höhere Weihen" anstrebt.

jack johnson
 
00
27.9.2011, 22:22
taktisch vielleicht unklug,

inhaltlich wurscht.

Was von der ÖH kommt, weiß man eh' schon. Der alternative Hochschulplan wird wohl auch wieder an 1970 orientiert sein.

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