20.000 Euro für den Dichter Wolf Wondratschek

27. September 2011, 11:44

Preis der Hirschmann-Stiftung - Wondratschek habe eine "Anzahl herrlicher, amüsanter, tiefsinniger Prosawerke verfasst", heißt es in der Begründung der Jury

Treuchtlingen - Der Schriftsteller, Dichter und Hörspielautor Wolf Wondratschek erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis der Hirschmann-Stiftung. Wondratschek habe neben wunderbaren Gedichten auch "eine Anzahl herrlicher, amüsanter, tiefsinniger Prosawerke verfasst", heißt es in der Begründung der Jury. Der 68 Jahre alte, in Wien lebende Schriftsteller formuliere "zeitlos das Unausgesprochene". Der Preis soll am 22. März 2012 in Treuchtlingen verliehen werden. Die Hirschmann-Stiftung des Bauunternehmer-Ehepaars Hirschmann hat sich die Förderung von Kunst, Denkmalpflege, Literatur und Bildung zur Aufgabe gemacht.

Auseinandersetzung mit Männermythen

Wondratschek hatte in der 1960er Jahren zunächst in Prosatexten die radikale bürgerliche Stimmung der 68er Bewegung widergespiegelt. Seine Werke waren lange Zeit im Eigenverlag und im Versandbuchhandel erschienen. Den offiziellen Literaturbetrieb hatte er lange Zeit gemieden. In den 80er Jahren beschäftigte sich Wondratschek in seinem literarischen Werk verstärkt mit dem Thema der Mann-Frau-Beziehung und forcierte dabei die Auseinandersetzung mit Männermythen. Ein literarisches Comeback erlebte der Schriftsteller mit seinem Umzug nach Wien in den 90er Jahren. Vor allem in den Romanen "Mara" und "Saint Tropez" besann sich Wondratschek auf Erzähltraditionen. (APA)

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2 Postings
Das ist doch mal eine gute Nachricht.

Ein Privater, der sein Geld mit Arbeit und Unternehmertum verdient hat, lobt einen Preis aus, einen Preis, den für einmal nicht ich, mit meinen Steuern zahlen muss. Bravo!

Das liegt wahrscheinlich daran,

dass von Ihrem Steuergeld nichts übrig bleibt, nachdem es für die Rettung von Banken, für üppige Gehälter ungebildeter (Fekter, Spindelegger), rechtsextremer (Graf, Vilimsky), strohdummer (Strache, Petzner), rechtskräftig verurteilter (Westenthaler/Hojac) PolitikerInnen sowie für ein stattliches Taschengeld für deren Freunderl (Grafen und Lobbyisten) verwendet wurde.

Kunst, Kultur und - geht es nach der ÖVP - auch Bildung (Vorschlag Spindeleggers nach einer "Spende" eines Hörsaals von privaten Investoren) müssen deshalb von privaten Mäzenen gesponsert werden.

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