Mitbringsel und Wegwerfel

27. September 2011, 11:14

Teller, Plüschtiere, Eiffelturm und Kolosseum für den Fernseher oder eine schmucke Vase sind Souvenirs, die den Beschenkten Sorgen bereiten

Wenn die lieben Freunde oder Verwandten aus dem Urlaub zurückkommen, haben sie meistens jede Menge Geschichten zu erzählen, einen beneidenswerten Teint - und Urlaubsandenken im Gepäck. Ob sie mit den Mitbringsel den Geschmack der Beschenkten treffen, ist dabei eher ein Glücksspiel.

Laut einer Umfrage von hotel.info, das Buchungskunden nach ihren Erfahrungen befragt hat, treffen rund 45 Prozent der Urlauber ins Schwarze und bringen außergewöhnliche oder interessante Souvenirs mit, die auch gerne angenommen werden. Vor allem Muscheln, Skulpturen oder Masken erfreuen sich großer Beliebtheit. Ebenfalls gern gesehen sind Kostproben aus der lokalen Küche.

Wirklich aufregend sind die Mitbringsel aber vor allem für die Urlauber. 72 Prozent der befragten geben an, dass sie schon einmal ein interessantes Souvenir mitgebracht haben. Vor allem Gewürze, Musikinstrumente oder Muscheln werden als außergewöhnlich betrachtet und gerne mitgenommen. Auch Lavasteine oder Sand aus dem Urlaubsort sind Favoriten für Souvenirjäger.

Gleichzeitig gaben 74 Prozent der Befragten an, schon einmal ein unpraktisches Souvenir bekommen zu haben, nur 26 Prozent mussten noch nie diese Erfahrung machen. Die Liste der Peinlichkeiten aus dem Urlaub ist lang: Teller, Tassen, Untersetzer, Wandteller und Nachbildungen von Eiffelturm und Kolosseum, Keramikfiguren, Vasen und Schneekugeln, Strohhüte, Plüschtiere und Gartenzwerge bringen die Beschenkten in unangenehme Situationen oder lassen sie ratlos mit der nett gemeinten Geste.

Trotzdem wagen es nur die wenigsten, die Hässlichkeiten einfach zu entsorgen. 6 Prozent wagen den Wurf in die Mülltonne, 23 Prozent stellen die Stilbrüche aus reiner Höflichkeit, strategisch gut platziert, im näheren Wohnumfeld auf. 52 Prozent finden ebenfalls ein Plätzchen für die Urlaubserinnerung: im Keller, am Dachboden oder in der unteren Schranklade hinter den Putzfetzen. Für 13 Prozent sind die Souvenirs Wanderobjekte und wandern aus ihren Händen zu den nächsten Unglücklichen, die ganz unverhofft zu einem griechischen Sand-Kunststeinambiente kommen. (red/derStandard.at/27.09.2011)

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6 Postings
hm

mitbringsel sind super. man freut sich im urlaub, allerlei schönes zu erstehen. dagegen ist nichts einzuwenden. es ist eine schöne erinnerung, aber natürlich für einen selbst. jemand, der noch nie in diesem oder jenem land war, wird keine freude haben an solchen dingen, außer, es ist das lieblingsland, dann kann man sich dennoch freuen. grundsätzlich kauft man aber solche dinge für sich selbst

die goldene Regel ist (wie bei allen Geschenken):

der/die Beschenkte sollte tatsächlich Freude daran haben, es ist also vor dem Kauf gut zu überlegen, ob es Sinn macht, dieses oder jenes zu erstehen.

ich brings zum

http://www.umsonstladen.at/

ebenso wie alles andere noch verwendbare...

Ich nehme üblicherweise

einen Kavaliersschnupfen mit, der bleibt einem lange erhalten und den kann man immer wieder weitergeben.

Das juckt doch. Da gibts doch den 5 fach Revolverkopf immer eins weiterdrehen, schuetzt auch vor Immunschwaeche.

das einzig wahre mitbringsel ist was zum essen oder trinken

wenn es schmeckt, dann ist gut und recht, wenn nicht, kann man es getrost entsorgen (so ein ablaufdatum ist doch sooo leicht zu übersehen)

und über eine strategisch günstige positionierung muss man sich als beschenkter nie gedanken machen, während man als schenker beim nächsten mal das gleiche mitbringen kann, wenn man sonst nichts findet...

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