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Im Ultraschall ist das Erkennen eines Bauchaortenaneurysmas keine große Hexerei.
Foto: Christoph Droste/www.pixelio.de
Wien - Mehr als 1,5 Millionen über 60-Jährige sind in Österreich von Gefäßerkrankungen betroffen - Tendenz steigend. Eine besonders gefährliche, lebensbedrohliche Form ist laut Gefäßforum Österreich (GFÖ) das Bauchaortenaneurysma. Das Risiko, daran zu erkranken, steige ab dem 60. Lebensjahr drastisch an. Unter dem Motto "Gefäße sind Leben!" will man nun die Bevölkerung über schwerwiegende Gefäßerkrankungen aufklären, Präventionsmaßnahmen forcieren und zu einem gesünderen Lebensstil motivieren.
Die Zahl der über 60-Jährigen wird sich in den kommenden Jahren verdoppeln, die Zahl der über 80-Jährigen verdreifachen, hieß es am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz. Dadurch werde sich auch die Zahl der Bauchaortenaneurysma-Erkrankten "dramatisch vervielfachen". "Ein Bauchaortenaneurysma kann jeden treffen. Mit unserer Initiative wollen wir bei den Österreichern ein Bewusstsein für die Erkrankung schaffen", erklärte Geschäftsführer und Vorstand Marcus Wilding die Motivation für die Gründung des GFÖ.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne steht das Bauchaortenaneurysma - die häufigste Form. Studien zufolge tritt es bei fünf bis zehn Prozent der über 60-Jährigen auf - und da vor allem bei Männern. Primarius Afshin Assadian, Vorstand der Gefäßchirurgie des Wilhelminenspitals Wien und Wissenschaftlicher Sprecher des GFÖ: "Leider haben auch die Fälle, in denen es zu einer Ruptur, also zum lebensgefährlichen Platzen des Gefäßes kommt, besorgniserregend stark zugenommen. Für rund 90 Prozent der Betroffenen endet ein solcher Vorfall tödlich: Die Dunkelziffer liegt bei geschätzten 900 Todesfällen pro Jahr."
Zufällige Diagnose
Die Ursache für diese Entwicklung sieht Assadian darin, dass in Österreich Risikopopulationen nicht gezielt auf ein Bauchaortenaneurysma untersucht werden. "Die Betroffenen wissen oft gar nicht, dass sie an diesem leiden. Sie sind sich auch über die Risiken und Gefahren dieser Erkrankung gar nicht bewusst. Dabei kann ein Bauchaortenaneurysma durch eine einfache Ultraschalluntersuchung sehr gut erkannt werden", so Assadian.
Auch der Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Walter Dorner, ergänzte: "Gezielte Vorsorge führte in Skandinavien zu einem Rückgang an geplatzten Bauchschlagadern um ein Drittel. In Österreich erfolgt die Diagnose Bauchaortenaneurysma leider immer noch meist zufällig. Experten schätzen, dass sechs von sieben Betroffenen unbehandelt bleiben."
Wird ein Betroffener noch rechtzeitig von einem erfahrenen Team im Krankenhaus behandelt, so liegen die Überlebenschancen bei 50 Prozent. Doch die Folgen sind meist gravierend: Künstlicher Darmausgang, Verlust der Nierenfunktion mit notwendiger Dialyse, Amputationen, Wundheilungsstörungen und eine lange Genesungszeit. Hauptrisikofaktoren bei Bauchaortenaneurysmen sind Alter, männliches Geschlecht, Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin, Triglyceride), Vorhandensein von Hernien, andere arterielle Gefäßerkrankungen und ein Aneurysmaleiden in der Familie. (APA)
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Alle zwei Wochen kommt pünktlich ein Artikel raus, was ich in schon haben könnte und irgendwann mal haben werde; ich müsst schon jeden zweiten Tag bei irgendwelche Vorsorgeuntersuchungen sein.
Irgendwann krepiern wir alle und wenn ich summa summarum 3 Jahre in irgendwelchen Wartezimmern, oder aufgeschlitzt oder angeschlossen irgendwo verbracht habe, dann ist das die dadurch "gewonnene" Zeit, nämlich ein, zwei Lebensjahre als 80-Jähriger, wo ich mich eh nimmer bewegen kann, vielleicht nicht wert...
Da taucht ein GFÖ - Gefäßforum Österreich - wie aus dem Nichts auf, samt Geschäftsführer, und keiner weiß, von welcher Pharmafirma das gesponsert wird.
Unter diesem Gesichtpunkt lese man dann den Satz: "Wir wollen Bewusstsein für die Krankheit schaffen!" Und schwuppdiewupp gibt es 1,5 Millionen potenzielle Patienten zu lukrieren. So einfach, so plump und so durchschaubar!
Überlegen wir mal (auch wenn's viel verlangt ist): Welche Pharmafirma sponsert ein Forum, das sich der Bekämpfung einer Erkrankung widmet, die:
- durch billigste Antihypertensiva verhindert werden kann
- und nach Auftreten entweder gar nicht bzw. wenn dann ausschließlich operativ behandelt wird?
Da taucht ein GFÖ - Gefäßforum Österreich - wie aus dem Nichts auf, samt Geschäftsführer, und keiner weiß, von welcher Pharmafirma das gesponsert wird.
Unter diesem Gesichtpunkt lese man dann den Satz: "Wir wollen Bewusstsein für die Krankheit schaffen!" Und schwuppdiewupp gibt es 1,5 Millionen potenzielle Patienten zu lukrieren. So einfach, so plump und so durchschaubar!
Ein Aneurysma ist eine Ausbuchtung eines Blutgefäßes, meist bei einer Arterie (Schlagader), ein Platzen des Aneurysmas (Ausbuchtung) hätte in einer Arterei (Schlagader) schlechte Auswirkungen, mit jedem Pulsschlag wird sehr viel Blut aus der Schlagader im gepumpt, was nach kurzer Zeit zu einer Blutleere und Schock und Tod führt.
Die Bauchschlagader ist einer der größten und dicksten Blutgefäße, da sich ja die Beine usw versorgen muß.
Was mir ein bisserl ein Rätsel ist, warum die so zunehmen, vor Jahre hört ich, das die meisten Aneurysmen ja eher angeboren seien, und eher durch Bluthochdruck (kommt ja erst im Alter) platzen?
lt. statistik austria gab es 2010 in AT ca 1,941 Mio Österreicher über 60...
Damit wären mehr als 3 von 4 über 60 jährigen von Gefäßerkrankungen betroffen ?
Der Standard druckt offensichtlich obskure Pressemitteilungen und Agenturmeldungen blind ab, ohne auch nur ansatzweise darüber nachzudenken, ob das wahr sein KANN.
Der ganze Artikel lisest sich, als hätt ihn ein Marketing-Mensch und kein Journalist geschrieben - vielleicht jemand von der Ärzte-oder Pharma-Lobby ?
Ich entdecke mich bzw. mich und meine Mutter in dem Artikel wieder. Bei ihr wurde voriges Jahr "zufällig" durch eine Ultraschalluntersuchung beim Hausarzt ein Bauchaortenaneurysma festgestellt. Behandlung: gibt es keine, ausser Operation. Operation ist aber heikel. D.h. Risikofaktoren reduzieren (Rauchen, Übergewicht, hoher Blutdruck) und Beobachtung der Krankheit, 2 x im Jahr kontrollieren. Für mich ist der ARtikel daher kein Marketinggag.
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