Global Overshoot Day

Ab jetzt lebt der Mensch auf Ökopump

26. September 2011, 18:36

Zu hoher Ressourcenverbrauch: Heuer war am 27. September "Global Overshoot Day"

Wien - Ab heute, Dienstag, lebt die Welt auf Pump. Denn heuer fällt der "Global Overshoot Day", auch "Welterschöpfungstag" genannt, auf den 27. September. Das ist jener Tag im Jahr, an dem nach Berechnungen des Global Footprint Network sämtliche Ressourcen verbraucht sind, die bei einer nachhaltigen Lebensweise zur Verfügung stünden. Das heißt, es wurden weltweit bereits so viele Bioressourcen verbraucht, wie die Erde in einem Jahr "erneuern" könnte. Der ökologische Fußabdruck, den die Menschheit hinterlässt, ist größer als der Planet Erde.

"Den Rest des Jahres werden wir heuer von der Substanz zehren und weiter CO2 in der Atmosphäre anreichern. Das ist etwa so, als ob wir unser Jahreseinkommen schon Ende September ausgegeben hätten und nur mehr von den Ersparnissen leben würden, die unweigerlich zu Ende gehen", erklärt Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Networks.

Österreichischer Erschöpfungstag im Mai

Um einen ökologischen Fußabdruck zu bewerten, werden die erforderlichen produktiven Land- und Meeresflächen errechnet, die für unseren Jahresverbrauch an Gütern und für den Abbau der Abfälle - einschließlich CO2-Emissionen - benötigt werden. Dieser Wert wird dann mit dem der tatsächlichen Biokapazität verglichen.

Die Berechnungen zeigen etwa, dass die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger bereits mehr als 50 Prozent zum globalen Fußabdruck beitragen. Seit 1970 hat sich der Anteil des Kohlenstoff-Fußabdrucks damit mehr als verdreifacht

Falls der Eindruck entsteht, dass der Overshoot Day ohnehin recht spät im Jahr sei: Die regionalen Unterschiede sind natürlich gewaltig. Würden beispielsweise alle Menschen so leben wie wir Österreicher, wäre der Welterschöpfungstag bereits am 18. Mai, gibt Wolfgang Pekny von der Plattform Footprint zu bedenken.

Der Overshoot Day für Nordamerika ist sogar bereits am 1. April. Asien hingegen ist noch nicht im Overshoot - und hätte noch 44 Tage "Reserve". Der gesamte Kontinent Afrika hätte global gesehen sogar noch 153 Tage "Reserve".

"Welterschöpfungsrekord"

Innerhalb der Kontinente gibt es aber ebenfalls enorme Unterschiede: So haben etwa Japan und Südkorea ihren Overshoot Day bereits Ende Mai. Und die Vereinigten Arabischen Emirate sind sogar Rekordhalter in dieser Statistik - mit dem Welterschöpfungstag am 9. März.

Anlässlich des Overshoot Days gibt Ingrid Tributsch, Energieexpertin von "die umweltberatung", Tipps, wie man den persönlichen Fußabdruck verringern kann: Bei der Mobilität Bahn und Rad wählen, im Wohn- und Arbeitsbereich Energie sparen, bei der Ernährung möglichst Bioqualität und wenig Fleisch wählen - und generell das Konsumverhalten ändern: indem man Produkte möglichst lange benützt. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD; Printausgabe, 27.9.2011)

Kommentar posten
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Wild Nici
00
29.9.2011, 13:27
In Wahrheit

interessiert es leider nach wie vor zu wenige. Ich wollte auf FB ein Unternehmen drauf aufmerksam machen und was ist der Dank (von den MitarbeiterInnen)?
http://www.facebook.com/erstebank... 5076780139

Erstversuch
21
27.9.2011, 17:04

http://www.stern.de/kultur/tv... 89610.html
sehr erhellende Doku. Wer wissen will wie Ökos mit realen Situationen fertig werden, findet dort die Antwort.

Manahmanah
01
27.9.2011, 22:02

Und was hat dieses Spiel mit einer "realen Situation" zu tun?

Erstversuch
10
28.9.2011, 11:16
Ganz einfach, die Doku ziegt wovon Ökos träumen und wie sie an der realen Lösung scheitern

Manahmanah
01
28.9.2011, 11:53
Ökos träumen davon für eine Fernsehsendung bei einem Experiment mitzumachen?

Und woran leigt das Scheitern?

Manahmanah
01
28.9.2011, 11:54

Korrektur: worin liegt das Scheitern?

Erstversuch
00
28.9.2011, 13:42
Scheitern 3)

Öko kann selbst im Angesicht des eigenen Unterganges (und die Vernichtung der Ernte halte ich für einen solchen) nicht dazu bewegt werden das Notwendige zu tun. Er fordert baissdemokratisch im SIT IN sein eigenes Nichtstun und lächelt verschmitzt wenn die Arbeit wieder der Scheisskapitalist/Globalisierer macht.

Manahmanah
00
28.9.2011, 20:16
Was ist denn das für wirres Zeug?

Von welchen Ökos sprechen sie überhaupt?
Kenne ich die?

Was hat Tauschhandel mit dieser Dokumentation zu tun?

Welche Holzfiguren werden von wem geschnitzt?

Was ist "das Notwendige"?

Welche Arbeit macht der "Scheißkapitalist/Globalisierer"?

>Er fordert baissdemokratisch...< Wer ist "er"?

Erstversuch
00
29.9.2011, 10:13
ad Notwendigkeit:

darf ich mir das permalinken. Ein Öko der sagt dass Essen nicht notwendig ist für's leben? Quasi wenn die Hungersnot kommt gehen wir in's neue Sushilokal um's Eck? DAS ist ein Öko!

zum Experiment: ein Unwetter droht das vollreife Getreide der Teilnehmer zu vernichten. Keine Ernte kein Essen, Essen notwendig ok? Statt auf's Feld zu eilen, setzen sie ( die Teilnehmer) sich hin und erörtern "basisdemokratisch" warum sie dort eigentlich überhaupt rausgehen sollen BIs das Filmteam(sic!) zu ernten anfängt.

Also der Öko: spielt ( und sieht sich) gerne naturverbunden, lebt aber vom bösen Naturzerstörer.

Manahmanah
00
29.9.2011, 11:06
Ah, langsam kommt Licht in das ganze.

Gehe ich richtig in der Annahme:
Ökos = Menschen, die als Versuch für eine Doku probieren wollen, wie das Leben vor 5000 Jahren war.
Filmteam = böser Naturzerstörer

Und jetzt haben sie Angst vor Menschen, die ausprobieren wollen, wie es sich vor 5000 Jahren gelebt hat.
Keine Angst, mir sind nur diese 9 Menchen bekannt, die das ausprobiert haben und selbst wenn das noch jemand ausprobierte, müssen sie sich nicht davor fürchten.

Nur eines ist mir nicht klar: Wieso sollte man Korn ernten, das zu hart ist, um es zu essen?
"Das Korn, dass die Neu-Steinzeitler zur Verfügung hatten, war zu fest, um es mahlen und Brot daraus backen zu können. Also schaffte das Team fertiges Mehl herbei."
Das Filmteam hat geerntet? Das steht hier aber anders.

Erstversuch
01
29.9.2011, 12:07
Natürlich gehen Sie nicht recht in der Annahme:

dazu müssten Sie sich ja in die Position des Mitdiskutanten reinversetzen:
Die Protagonisten sind Ökos, d.h. Leut die sich entgegen der Wahrheit für serh naturverbunden halten und fähig im Einklang mit der natur zu leben.
"böse naturzerstörer" sind die Vertreter der modernen industrialisierten Welt die den Ökos alle resourcen zur verfügung stellen und sogar deren Arbeit machen.

"Nur eines ist mir nicht klar: Wieso sollte man Korn ernten, das zu hart ist, um es zu essen?"
Nun sollte man in einerm Experiment dass Ackerbau simulieren soll nicht Ackerbau betreiben? Oder soll man bei jedem geringsten Widerstand den Agrarindustriesektor bemühen?
Der Regiesseur hat zu ernten begonnen bis die Faulheit zu offenkundig wurde und sie mitgemacht haben

Manahmanah
00
29.9.2011, 14:13
Schicken´s mir bitte einmal einen "bösen naturzerstörer" vorbei, wenn der mir dann alle Ressourcen zur Verfügung stellt und meine Arbeit macht! So wen hätte ich gern!

In ihrer Definition von "Ökos" schreiben sie nichts über Steinzeit.
Wir sind also wieder bei der alten Frage, was hat "Ökos" mit dem Experiment zu tun?
Hängt "Ökos" und Steinzeit in ihrem Denken etwa zusammen?
Und vor allem:
http://derstandard.at/plink/131... id23059321

Und zum Ackerbau:
Das Experiment sollte Ackerbau simulieren? In 2 Monaten? In 2 Montaten haben sie von neuer Saat gerade ein paar Gräselein.

Wäre ich dabei gewesen hätte ich keinen Finger gerührt, um eine neue Saat anzupflanzen, die ich ohnehin nicht ernten kann bevor das Experiment vorbei ist. Was sollte das bringen?

Erstversuch
01
29.9.2011, 10:06
Lol sitzen Sie neben MIttermayer?

Für Mitleser:
Als Teilnehmer für dieses Steinzeitexperiment haben sich Leute beworben ( siehe Link im Posting) die sich als sozial denkende, ökologisch orientierte, demokratisch gesinnte Menschen empfinden.

ad Tauschhandel: anstatt sich brav um ihre Ernteerträge zu kümmern, schnitzen die kleine Holzfigürchen, die sie in der FuZo der nächsten Stadt zum Tausch anbieten ( wie heutzutage;-)) Käufer gehen in ein Geschäft und bringen als Tauschgut, Reis, Bohnen etc. Meines Erachtens nach eine gewaltige Beugung des Subsistenzgedankens. Denn statt harter Arbeit kommt hier Fertigware( geschält gewaschen etc)! Und das Tauschobjekt die Holzfigur wäre wahrscheinlich damals wertlos gewesen weil selber leicht herstellbar.

Manahmanah
00
29.9.2011, 11:06

>Lol sitzen Sie neben MIttermayer?<

Was meinen sie damit?

Erstversuch
00
29.9.2011, 11:40
Sie verwenden dieselben Phrasen

Manahmanah
00
29.9.2011, 13:57

Welche denn?

Erstversuch
01
28.9.2011, 13:39
Scheitern 1)

Subistenzwirtschaft wirtschaftliche Autarkie: Tauschahndel ist erlaubt ( soll nachbardörfer simulieren), also machen die Ökos das was sie auch huete machen: sie schnitzen kleine lustige Holzfiguren und tauschen sie in der nächsten Stadt gegen Essen
also wertloses zeug daß sich damals jeder selber hätte machen können gegen hochenergetische moderne Industrienahrung, lol
Scheitern 2) Basisdemokratie http://www.swr.de/steinzeit... bergs.html Nicht mal mit nur wenigen Leuten mit denen man auskommen muss sind die in der Lage einvernehmliche Lösungen zu finden. gegen die " warum entscheidest Du wann Du auf' Klo gehst das muss man basisdemokratisch lösen" ist man machtlos.

her wig
02
27.9.2011, 19:29

Was hat ein Steinzeit-Experiment mit Ökos zu tun?

Erstversuch
21
28.9.2011, 11:15
NUn man sieht dass die schönen Vorstellungen der Ökos

"wie alles laufen wird" ganz einfach in der Realwelt nicht umgesetzt werden können. Diese Ökos glauben sie leben unabhängig, sind aber von vorne bis hinten auf Versorgung durch den ZDF abhängig.
Besonders treffend ist die Szene in der angesichts der durch ein Unwetter drohenden Vernichtung der Ernte ein "Sit In" veranstaltet wird ob und wieso man jetzt auf's Feld ernten gehen soll. Bis dem Regisseur der Kragen platzt und er mit dem Kameramann zu ernten anfängt

gigngogn
 
00
29.9.2011, 09:05
Tjo Wohlstandsverwahrloste eben, was haben sie erwartet

multatuli
00
27.9.2011, 14:15
Ich tue mich einfach schwer mit dem sparen

wenn meine Nachbarn mit einer Gruppe Leuten nach Rio fliegt und sich dort den Carnaval anschaut und dabei ein paar hundert tausend Liter Kerosin verbraucht.

Ivan Bukov
00
30.9.2011, 15:39

Warum macht der Rioflug ihnen das Sparen schwer?

pick dame
00
28.9.2011, 01:03

ich tu mir immer leichter mit umweltschutz und co, weil ich mir leute anschaue, die wirklich viel auf die beine gestellt haben und noch viel ökologischer leben als ich. man muss sich eben entscheiden, wo man den blick hinwendet. viel spass beim "um-schauen" ;)

luke skywalker
10
27.9.2011, 16:59
Dafür fährt ein überzeugter Öko

mit den Öffis zum Flughafen.

Klopft sich auf die Schulter weil er der Überzeugung ist, nun 2 Liter eingespart zu haben gegenüber den böösen die mit dem Auto kommen.

Und die 2000 Liter die der Flieger verheizt (für seinen Sitzplatz) verdrängt der.

pick dame
01
28.9.2011, 00:54

90% aller aktiven umweltschützenden menschen die ich kenne (und ich kenne sehr viele) fliegen nicht. ausser über einen stein auf der strasse.

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