Innsbruck

Keine Hausmeister-Jobs mehr für Menschen mit Behinderung

26. September 2011 18:05

Geld für Jobs für Menschen mit Handicap gestrichen

Innsbruck - Zehn Jahre lang hatte der sozialökonomische Betrieb "insieme eXpress" seine Hausmeisterdienste erfolgreich angeboten, mit Ende September schließt der Laden. Das Bundessozialamt Tirol hatte seine Förderungen von 170.000 Euro für Arbeitsplätze von Menschen mit Behinderung gestrichen.

Mit der Begründung, es gebe "bessere Projekte, um sein Geld einzusetzen", erzählt Insieme-Geschäftsführer Wolfram Klaushofer. Von der Beschäftigungsinitiative wurden pro Jahr durchschnittlich 13 Menschen mit Behinderung betreut. Erwirtschaftet wurde ein Jahresumsatz von 160.000 Euro. Insgesamt wurden 37 Teilnehmer beschäftigt, 22 davon konnten in den Regelarbeitsmarkt vermittelt werden, immerhin eine Vermittlungsquote von 60 Prozent, sagt Klaushofer. Er sieht einen "Trend": Die sozialökonomischen Betriebe seien für die Geldgeber zu teuer. Sie würden einfach mit Schulungsmaßnahmen verglichen, was unzulässig sei: "Das sind Dienstverhältnisse, nicht Kurse." Bereits vor rund zehn Jahren sei das sozialökonomisch geführte vegetarische Lokal "Philippine" geschlossen worden. Gastronomen in der Wirtschaftskammer waren gegen geförderte Arbeitsplätze im Tourismus für Menschen mit Handicap gewesen. Bei der Betriebsauflösung des "insieme eXpress" habe er wieder einen gutgehenden Betrieb zusperren müssen. Aufträge im Wert von 50.000 Euro seien weitergegeben worden.

Von den sieben verbliebenen Insieme-Mitarbeitern müssen sich fünf neue Jobs suchen, zwei werden vom Verein Emmaus übernommen. (ver, DER STANDARD; Printausgabe, 27.9.2011)

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10 Postings
Experte für eeh alles
29.09.2011 09:27

Dre...............

1116er
27.09.2011 17:03
Keine Hausmeister-Jobs mehr für Menschen mit Behinderung

und wo soll ein geistig behinderter wie der jeannee jetzt als hausmeister hackeln?

verleih nix
27.09.2011 11:33

eine förderung alleine (wieviele gibts wohl insgesamt, ein dutzend? noch mehr?) übersteigt den umsatz des betriebs! die effizienz der maßnahme war vermutlich endenwollend?

Julian Casablancas
27.09.2011 11:18

ein skandal ist das, aber hauptsache die fetten övpler kassieren kräftig ab. lange werden die das volk nicht mehr täuschen können und dann wird jagd gemacht auf die övpler!

anlumo
27.09.2011 07:23

Wenn 60% im normalen Arbeitsmarkt untergebracht werden können, warum wurde dieser Teil dann speziell gefördert?
Wenn es einem Betrieb doch gut geht, warum muss er geschlossen werden, wenn Förderungen ausbleiben?

Irgendwie scheint da eine ganz spezielle Finanzmathematik zum Einsatz zu kommen.

Nestor_83
27.09.2011 10:04
da steht konnten und nicht können...

das heisst für mich, dass es eben eine instituition für den wiedereinstieg ins berufsleben ist. also nichts dauerhaftes. und diese leute KÖNNEN eben nicht von anhieb an einen job finden

ad finanzmatematik: durchschnittlich 13 menschen und mit eniem umsatz von €160.000. also würde man das rein als lohn auszahlen würde jeder €1025 brutto verdienen. halte ich aber noch für unrealistisch hoch. man muss ja alle betriebsausgaben noch miteinberechnen, inklusive der nicht-behinderten arbeiter, die es dort auch sicher gibt. also den betrieb gehts nicht gut!

ja das sind minderleister! und deswegen gehören sie auch unterstützt, zumal sie nun sowieso am AMS landen werden, also diese massnahme monetär sinnlos ist!

Nestor_83
27.09.2011 10:09

*..., was diese massnahme monetär sinnlos macht!

VERSCHRIEBEN ! :)

lemming0815
27.09.2011 09:28

dieser logik konnte ich auch nicht folgen.

kleb die schublade
26.09.2011 22:29

klingt wie eine demonstration seitens der geldgeber, dieses aus.
wozu? gegen wen? wer soll eingetunkt werden? welche macht wohin verschoben werden? das budget der stadt "entlastet" zu ungunsten der arbeitslosenhilfe? und immer auf dem rücken jener, die eh schon genug abbekommen haben. erbärmlich.

wiesengarten
26.09.2011 22:19
Eine Schande!

Was kostet das Arbeitslosengeld für die Ausgegliederten, die 160.000€ Umsatz erwirtschaftet haben?

Da bekommt ein Steuerberater 6Mio für ein dünnes Papier und dort arbeiten behinderte Menschen um ein geringes Gehalt, weil sie anderen Wirtschaftsbetrieben im Weg stehen, wird die Förderung wieder eingestellt.
Danke Herr Platter, schon als Innenminister ein Nullerl.

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