Macht Küssen krank?

  • Die Moderatoren Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker küssen sich während "Wetten, dass..?".
    foto: ap/patrick seeger

    Die Moderatoren Thomas Gottschalk und Michelle Hunziker küssen sich während "Wetten, dass..?".

Mit einem Kuss tauschen zwei Personen allerhand aus - auch Krankheitserreger

Küssen ist grundsätzlich gesund - darüber besteht weitgehend Einigkeit: Es steigert die Pulsfrequenz und führt zur Ausschüttung so genannter Glückshormone wie Endorphine. Ein leidenschaftlicher Kuss gibt aus wissenschaftlicher Sicht letztendlich den gleichen Kick wie 25 Gramm Schokolade - mit einem Vorteil: Er macht nicht dick. Ganz im Gegenteil, er trägt sogar zum Kalorienabbau bei. Küssende trainieren zudem alle 34 Gesichtsmuskeln auf einmal und straffen damit ihre Haut. - Das alles kann doch nur gut für Aussehen und Gesundheit sein.

Doch wie sieht die Sache aus, wenn einer der Küssenden krank ist? Jene, die auch vor einem erkälteten Partner nicht zurückschrecken, brauchen gute Abwehrkräfte, um nicht Tage später mit den gleichen Symptomen im Bett zu liegen. "Zu den stark ansteckenden Krankheiten, die auch durch Küssen übertragbar sind, gehören die echte Grippe, aber auch grippale Infekte und Erkältungskrankheiten wie Schnupfen", erklärt Michael Kunze, Leiter des Instituts für Sozialmedizin der Medizinischen Universität Wien.

Mittels Kuss können aber auch eine Reihe von latenten Infektionen, die erst viel später oder gar nicht ausbrechen, übertragen werden. Dazu zählen etwa Herpesviren oder das Pfeiffersche Drüsenfieber, auch unter dem klingenden Namen "Kusskrankheit" bekannt, das durch den Epstein-Barr-Virus, der ebenfalls zur Gruppe der Herpes-Viren gehört, verursacht wird. Der Name "Kusskrankheit" ist auf den Infektionsweg zurückzuführen, der in erster Linie oral, das heißt durch Speichel, erfolgt. Aufgrund der weltweiten Verbreitung sind mehr als 90 Prozent der Bevölkerung mit dem Epstein-Barr Virus infiziert. Aber nur bei rund jedem Zehnten der Infizierten bricht die Krankheit auch aus.

Erregermenge und -stärke

Wie infektiös Küssen im Vergleich zu anderen Übertragungsarten wie Anhusten und -niesen oder vom selben Glas trinken ist, lässt sich nicht so einfach beurteilen. "Man kann kein einfaches Ranking machen, aber 'vom selben Glas trinken' ist wohl noch das harmloseste", so Kunze. Denn: Wie infektiös eine Krankheit ist, hängt wesentlich von der Infektionskraft des Erregers und der Menge der Keime ab. Dabei macht es einen Unterschied ob Zärtlichkeiten lediglich mittels Bussi ausgetauscht werden oder durch einen Zungenkuss: "Beim Küssen hängt es maßgeblich auch von der Intensität und Dauer ab, wie viele Erreger übertragen werden und wie wahrscheinlich folglich eine Ansteckung ist", erklärt Günther Weiss, Stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin I in Innsbruck.

Neben der Kräftigkeit des Erregers ist auch das Krankheitsstadium über eine Ansteckung mitentscheidend. "Je kränker jemand ist und je stärker die Symptome sind, desto ansteckender ist diese Person", so Sozialmediziner Kunze. Aber auch wer sich von kranken Menschen fernhält, ist nicht vor einer Krankheitsansteckung gefeit. Denn: Menschen sind auch schon vor Ausbruch der Symptome infektiös.

Abstinenz schadet bei akuten Infektionskrankheiten, die durch Niesen, Husten oder Küssen übertragen werden kann, jedenfalls nicht. Denn positive Effekte wie die Stärkung der eigenen Abwehrkräfte, sind vom Kontakt mit hoch ansteckenden Personen nicht zu erwarten. Anders könnte die Angelegenheit aussehen, wenn sich zwei Gesunde küssen: "Wenn jemand einem Virus in einer sehr geringen Dosierung exponiert ist, könnte das wie eine Impfung wirken: Gegen dieses Virus werden Antikörper gebildet, ohne daran zu erkranken. Wenn dieselbe Person dann einmal einer höheren Dosis des selben Virus ausgesetzt ist, könnte sie dagegen geschützt sein. Das ist zwar nicht nachgewiesen, wäre aber theoretisch denkbar", so Immunologe Weiss. Die These, dass Küssen generell die Abwehrkräfte stärkt, ist nicht bewiesen, widerlegt ist sie hingegen auch nicht. (urs, derStandard.at, 28.09.2011)

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Also Astronauten die von der Raumstation kommen

werden deshalb unter Quarantäne gehalten, weil sie mit den irdischen Keimen nicht klarkommen würden. Das zeigt doch ganz klar wie wichtig es ist sich permanent bei den Mitmenschen zu impfen. Küssen ist also ein wichtiges Training für das eigene Imunsystem!

also meine freundin machts sicher krank

wenn ich mit anderen rumschmusen würde.

wie auch sicher die thekla oder wie heisst die tante vom gottschalk? gibts die nu eigentlich? oh ja in usa.

eine junge assistentin hält sicher jung, gesund aber wohl nicht, wenn man dem artikel glauben soll.

aber steril ist auch immer schlecht. wie wir wissen.
ich glaub ein paar glückshormone beim küssen sind besser als mal ein virus, den man sowieso bekommen hätte.

also nicht denken, küssen.

Mama: Scheiße, Pisse, Blut und was sonst noch!

Sämtlicher sozialer Umgang (neulich hatten wir es hier mit „notorischem“ Händeschütteln zu tun) und alle Handlungen, die geeignet sind, körperliche Nähe hereinzuführen, Geschlechtsverkehr anzubahnen oder selbigen zu praktizieren, geraten sich unter dem Blick der Infektionsverhinderungsexperten und anderen Hygienikern zur Todesfalle. Ich rate jenen, mal einen Blick auf den Geburtsvorgang zu werfen. Das ist nicht wirklich ekelhaft ist – zumal die armen Kleinen diesem Prozess auch noch nackt ausgesetzt sind.

Immuninformationsweitergabe …

… beim Gebärvorgang. Kaiserschnittgeborene haben angeblich schlechtere Immunabwehr. Darum bekoten Delphine ihre Neugeborenen, weil im Wasser dieser immunologische Prozess erschwert ist.

Das Bekoten

passiert auch beim Menschen bei der Geburt. Automatisch wie mir meine Hebamme erklärt hat!

Bei dem Delfinen ist es halt noch notwendiger …

… bei denen weiss man es halt.
Und Babys per Kaiserschnitt haben uU angebl auch schlechtere Immuninfos. Drum find ich diesen Hygienewahn a la Sagrotan schwer daneben. Sie sollten einfach drauf hinweisen, dass sowas nur für Menschen mit Immunabwehrproblemen ist und welche Probleme man bei unnötiger Verwendung bekommen kann.

die michelle würd ich auch mit schnupfen nicht aus dem bett schupfen ;)

28.09.gepostet

man fragt sich, ob dieser bericht sich
auf die erste seite eingebrannt
hat - wie lange noch?

Ja,...

...dieses Wangen-Abbusslerei mit jeder oder jedem geht mir auf den Geist. Da sollten nur wahre!!! Freunde zum Zug kommen. Aber dann ist doch wieder wer angfressn, also lass ich es seit kurzem ganz sein. Nach einer kurzen, mehrmonatigen Erstaunensphase scheinen es jetzt meine Bekannten und Freunde geschnallt zu haben.

meine Güte sowas täuscht man doch nur an oder spitzt die Lippen. Was soll man sich da holen. Ich find das schon ok umarmen bei Begrüßung oder bussi links-rechts, je nach nachdem auch dreimal statt 2 mal mei.... Wobei es natürlich lächerlich ist, bei Personen die man 3 mal im Jahr sieht, da hast du wohl recht.....

Nur als 'Mann hab ich auch das Glück, dass es zumindest bei uns nur zwischen F-F, F-M üblich ist und nicht M-M........ Bin ja kein Franzose....

Das

zu lesen macht auch krank.

stimmt so einen Blödsinn schreiben hätten andere Probleme

Atmen macht auch krank.

da macht mich

eher eine wissenschaftliche abhandlung über die krankwerdungsgefahr durch küssen krank.

Küssen nicht...

... aber die Bussi-Bussi-Gesellschaft!

nein, krank macht es nicht, aber man bekommt davon kinder. ;-)

es kommt auf die Art und Weise sowie die Reihenfolge der geküssten Teile an ...

vom Küssen?

wer hat Ihnen das erklärt? Ihre Eltern? Ihre Lehrer? wenn ja: Sie sollten sie verklagen... :-)

steht ja oft als Begründung verpixelt auf der Krankmeldung, nur kann es eben niemand lesen ;)

"krankgeküsst"

sehr

süß!

Wie ist denn das beim Oral-Verkehr?

Muss ich meine Freundin meiden, wenn sie verkühlt ist?

ja, ansonst hustet ihr Penis

Nur wenn sie sich seit dem letzten Tripper nicht mehr gewaschen hat.

wenn sie geputzte ohren hat
nicht

Gut, dass mir das bei meiner Dendrophilie-neigung nie passieren kann.

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