Zwei Mönche zünden sich selbst an

26. September 2011, 13:26

Protest gegen chinesische Herrschaft

Peking - Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft über die Tibeter haben sich am Montag zwei tibetische Mönche in Südwestchina selbst angezündet. Es werde befürchtet, dass einer der beiden noch am Ort seinen Brandverletzungen erlegen sei, berichtete das exiltibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) aus dem indischen Dharamsala. Der andere Mönch sei im kritischen Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Beide Mönche, Lobsang Kelsang und Lobsang Kunchok, gehörten dem Kirti-Kloster am Stadtrand von Aba (Ngaba) in der Provinz Sichuan an. Bei ihrem Protest hätten sie erst "Lang lebe der Dalai Lama" und "Wir wollen religiöse Freiheit in Tibet" gerufen, berichtete das Zentrum ähnlich wie auch die in London ansässige Organisation Free Tibet. Im März hatte sich ein Cousin von Lobsang Kelsang aus demselben Kloster selbst verbrannt. Im August hatte sich ein Mönch des Nyitso Klosters im benachbarten Kreis Garze umgebracht, in dem er sich mit Benzin übergossen und angezündet hatte. (APA)

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14 Postings
Sternchen100
00
29.9.2011, 10:49
Der Westen unterstützt Tibet und den Dalai Lama nur weil "Kampf gegen Kommunismus". Der Dalai Lama sollte sich lieber dem Buddhismus widmen statt dauernd der Politik!

Im Grunde gehören buddhistische Mönche, die sich nationalistisch und militant betätigen, aus dem Kloster geworfen. Ziel eines buddhistischen Mönches sollte Religion, Meditation und Loslösung von der Welt sein und nicht weltliche Politik zugunsten des Dalai Lama und dessen Herrschaftsgelüste.

Tibet war seit den Mongolen, die es erobert haben, immer Teil Chinas, nur hatte es mal mehr, mal weniger Autonomie. Seit Jahrhunderten war Tibet somit nicht eigenständig! Als das Kaiserreich zerfiel und die Kommunisten die Macht übernahmen, ging die Kontrolle eine zeitlang verloren und wurde dann wieder hergestellt. Das Argument sollte somit gegen den kommunistisch-atheistischen Staat gerichtet sein, aber nicht gegen China als Verwaltungsmacht.

opryde
00
27.9.2011, 10:00

schon verständlich! aus einer dharmagewollten mönchsdiktatur wurde halt eine pseudokommunistische besatzung. der größte unterschied: wenn tibeter wollen, können sie runter vom berg, ohne auf generationen ein paar brummvögeln verpachtet zu sein.

notsostandard
00
27.9.2011, 08:14
So begann der krieg in vietnam.....

viel hat's gebracht ?

Fanatiker waren noch nie friedensengel-weder religioese oder grad normalsterbliche.

Allmächtiger Satan
33
26.9.2011, 17:21

Und das bei den Benzinpreisen. Was für eine Verschwendung.

M L3
52
26.9.2011, 14:32
Ich könnte mir leichtere Suizidmethoden vorstellen

Aber ganz verstehe ich nicht, warum immer wieder Menschen glauben, durch ihren Suizid (oder Versuch) großartige politische Veränderungen herbeiführen zu können. Ob das jetzt Asylwerber sind, die sich per Hungerstreik aus der Schubhaft freipressen wollen, oder Leute, welche sich anzünden.

Sternchen100
00
29.9.2011, 10:50

Echt fanatisch, und Karma auf dem Haupt des Dalai Lama.

Hardcoreboson
11
26.9.2011, 14:54
also ein historische beispiel sollte sogar ihnen einfallen:

so haben auch die hungerstreiks ghandis dazu gefuert das der britische kolonialherr in letzter konsquenz abzog ...

Jürgen Rembremerding
05
26.9.2011, 15:24
Oder Adolf Hit.ler, der mit seinem Suizid gegen

Gewalt, Umweltverschmutzung, Unterdrückung und die mangelnde Gleichberechtigung der Frauen protestieren wollte.

Das hat so große Betroffenheit ausgelöst, dass eine Woche später prompt der Weltkrieg beendet wurde, vier Jahre später die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz stand und 35 Jahre später sein Parteigenosse Baldur Springmann zu den Grünen ging.

langzen
11
26.9.2011, 14:44
... weil sie verzweifelt sind?

Mark Syl
33
26.9.2011, 16:11
hm

weil sie verwirrte religiöse fundis sind

Hardcoreboson
22
26.9.2011, 16:38
es gibt auch faelle von selbstverbrennun atheistischer chinesischer bauern.

"Able Danger"
24
26.9.2011, 14:16
Ohne Leibeigene

macht das Mönchsleben in Tibet eben keinen Spaß mehr.

Michael_Gutsch
00
27.9.2011, 10:07

und außerdem lebt der gemeine Pöbel jetzt auch schon fast doppelt so lange... - Wie langweilig...

Stalo Ramón
11
26.9.2011, 22:25

Voll, alle kritisieren jetzt den Dalai Lama und keinem von allen wird die Haut abgezogen. Eine Schande wie diese Kultur zerstört wurde!^^

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