Protest gegen chinesische Herrschaft
Peking - Aus Protest gegen die chinesische Herrschaft
über die Tibeter haben sich am Montag zwei tibetische Mönche in
Südwestchina selbst angezündet. Es werde befürchtet, dass einer der
beiden noch am Ort seinen Brandverletzungen erlegen sei, berichtete
das exiltibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD)
aus dem indischen Dharamsala. Der andere Mönch sei im kritischen
Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert worden.
Beide Mönche, Lobsang Kelsang und Lobsang Kunchok, gehörten dem
Kirti-Kloster am Stadtrand von Aba (Ngaba) in der Provinz Sichuan an.
Bei ihrem Protest hätten sie erst "Lang lebe der Dalai Lama" und "Wir
wollen religiöse Freiheit in Tibet" gerufen, berichtete das Zentrum
ähnlich wie auch die in London ansässige Organisation Free Tibet. Im
März hatte sich ein Cousin von Lobsang Kelsang aus demselben Kloster
selbst verbrannt. Im August hatte sich ein Mönch des Nyitso Klosters
im benachbarten Kreis Garze umgebracht, in dem er sich mit Benzin
übergossen und angezündet hatte. (APA)