In 20 Jahren verzehnfacht

Dramatischer Anstieg bei Essstörungen in Österreich

26. September 2011, 10:17
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    foto: apa/helmut fohringer

    Die extreme Zunahme zeigte sich bei den Aufzeichnungen über die Spitalsaufenthalte aufgrund von Essstörungen.

Hohe Dunkelziffer - Erkrankungsrisiko bei Mädchen schon ab einem Alter von elf Jahren - Höhepunkt mit 16 Jahren

Wien - 200.000 Österreicher waren laut Gesundheitsministerium zumindest einmal in ihrem Leben an einer Essstörung erkrankt. Betroffen sind vor allem sehr junge Menschen, 90 bis 97 Prozent sind Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Die Zahl der Erkrankten hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch erhöht. Innerhalb von 20 Jahren hat sich diese mehr als verzehnfacht. Die Dunkelziffer dürfte noch viel höher sein.

Die extreme Zunahme zeigte sich bei den Aufzeichnungen (Österreichischer Frauengesundheitsbericht und Statistik Austria) über die Spitalsaufenthalte aufgrund von Essstörungen. Diese stellt jedoch nur die Spitze des Eisberges dar, da sie nur die wirklich schwer Erkrankten widerspiegelt. Im Jahr 1989 wurden 269 Personen registriert. Bereits damals betrafen 89 Prozent der Aufenthalte Frauen. Elf Jahre später im Jahr 2000 waren es bereits 1.471 Spitalsaufenthalte. Im Jahr 2008 verzeichnete man schon 2.734 Spitalsaufenthalte aufgrund von Essstörungen.

Vor allem junge Frauen leiden an Essstörungen

Von allen 15- bis 20-jährigen Mädchen in Österreich leiden 2.500 an einer Magersucht, über 5.000 an einer subklinischen Essstörung, also an einer leichteren Verlaufsform. Unter 20- bis 30-jährigen Frauen findet man mindestens 6.500 mit Bulimie. In Wien besteht für mehr als 2.000 Mädchen und rund 100 Burschen ein akutes Risiko, an Magersucht oder Bulimie zu erkranken.

Während meist Mädchen und junge Frauen unter dieser Krankheit leiden, stellt laut Österreichischem Frauengesundheitsbericht die Betroffenheit bei Burschen und Männern noch eine Ausnahme dar. Bei Frauen sei der sichtbare körperliche sowie der endokrinologische, physiologische Übergang vom Mädchen- in das Erwachsenenalter transparenter, spürbarer, prägnanter und erfordere daher mehr psychische Anpassungsleistung als bei Burschen, heißt es in dem Bericht zu einer möglichen Begründung.

Erkrankungsrisiko steigt ab Alter von elf Jahren

Die Betroffenheit von Essstörungen bei Mädchen beginnt laut Frauengesundheitsbericht ab elf Jahren, steigt kontinuierlich an und hat ihren Höhepunkt mit 16 Jahren. Je länger die Erkrankung andauert, umso schlechter sei laut Bericht die Prognose.

Die Liste der Folgen von Essstörungen ist lang und beunruhigend: Den Betroffenen ist ständig kalt (Untertemperatur), sie haben niedrigen Blutdruck oder Amenorrhoen (Ausbleiben der Menstruation). Im schlimmsten Fall kann das zur Infertilität führen. Die Patienten haben zudem ein erhöhtes Risiko des Knochenabbaus (Osteoporose), verbunden mit einer verstärkten Neigung zu Knochenbrüchen. Durch das ständige Erbrechen ist der Elektrolythaushalt gestört, die Speiseröhre erhält Risse und es kommt zu Zahnproblemen wie Karies. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 46
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Zisa
01
10.10.2011, 11:58
BMI

Ja, der BMI ist auch nicht das Gelbe vom Ei! Er berüchsichtigt nicht die Muskel- oder Fettzusammensetzung. Deswegen sind diese Fettwagen und Fettmesser, die man mit den Händen bedient, echt ein Witz!
Ich hatte einen BMI im Normalgewichtbereich und sah aus als würd ich verhungern. Alle machten sich Sorgen.

Schlimm nur, daß viele Kinder schon von Eltern hören wie dick sie seien, auch wenn sie normal sind.

Die gesellschaftlichen Normen und der Druck wird halt mit Essverhalten kompensiert.
Das gesunde Verhältnis zum Körper haben wir verlernt und damit auch das Gefühl und Wissen was wir uns reinschaufeln, was das Essen enthält.

AEIOU
02
27.9.2011, 13:19
Ah die Gesundheitsgurus am Start.

Ich behaupte mal, dass ein Mann mit 180cm mit einem Gewicht 70 - 90kg vollkommen normal ist. Ob da jetzt mehr Muckis oder Fett ist, egal.
Bei Frauen ists aufgrund der gurndlegenden Körperzusammensetzung etwas weniger Gewicht zur Größe.

BMI etc. geht mir mal gepflegt am A**** vorbei.
Wichtig ist nur, dass man sich ab und an etwas bewegt. Aber ein Bäucherl hat noch keinem geschadet.
Leider glauben viele Frauen, dass Männer ausschließlich auf Gerippe stehen. Was sicher nicht pauschal stimmen kann.

tho_mi
00
27.9.2011, 15:42

Abgesehen davon, dass man auch mit Normalgewicht ungesund leben kann, bleibt es bei den meisten nicht bei einem "Bäucherl". Über 5-10kg mehr wird sich kaum jemand aufregen, das ist heutzutage vollkommen normal und fällt auch nicht auf, wenn man dann allerdings schon das Doppelte vom "Normalgewicht" hat wird's happig...

chacun à son gout
00
27.9.2011, 12:01
Ich glaube nicht, dass es eine Zunahme von Essstörungen gibt,

sondern dass die Menschen sich nun doch trauen, eine Behandlung zu beginnen, weil sie durch mediale Berichterstattung und informierte Eltern/Angehörige/Lehrer etc. früher entdeckt und angesprochen werden.

Deswegen steigt die Zahl der Behandelten.

Aber es ist erschreckend, dass bereits präpubertäre Mädchen sich "schlank" hungern oder übertrieben Sport machen.

Killa vomBilla
41
27.9.2011, 09:29
Komisch

Wer den Sommer draussen war hat gesehen wieviele Essgestörte es gibt,die Fress-sucht scheint enorm zugenommen zu haben.Könnt aber auch sein das es alles Touristen gewesen sind,die perfekten Slang sprechen und 365 tage im Jahr hier Urlaub machen.

Nevim
03
27.9.2011, 21:51

Übergewicht allein ist noch keine Essstörung, Untergewicht allein übrigens auch nicht. Umgekehrt kommt es auch vor, dass Leute eine Essstörung haben und trotzdem normalgewichtig sind. Ihre Art von Ferndiagnose greift jedenfalls zu kurz.

Toeris
00
27.9.2011, 19:07

Und wenn du dir Fotos von vor 80 Jahren ansiehst, findest du viel "dralle" Mädchen und wohlbeleibte Herren.

Heute wird aus vielem eine Krankheit gemacht, damit genug dumme die nur den "Billa-Hausverstand" kennen, was zum Posten haben.

tho_mi
11
27.9.2011, 20:07

Stimmt, genau wie beim Rauchen, alles nur Panikmache, in Wirklichkeit gibts absolut keine negativen Folgewirkungen.... so ein Blödsinn.

grauekatze
03
27.9.2011, 13:41
gibt viele krankheiten über die man sich noch lustig machen können

würde vorschlagen, sie setzen die latte ein wenig höher und nehmen sich ein lungenkrebs-forum vor...

chacun à son gout
02
27.9.2011, 12:04
Es geht im Artikel nicht um Übergewichtige,

weil diese nach ICD keine Essstörung (Kapitel F) haben. Essstörungen sind Anorexie, Bulimie, Binge-Eating - und Mischformen davon. Adipositas wird in Kapitel E diagnostiziert.

tho_mi
10
27.9.2011, 15:49

Ich bin kein Mediziner, aber wenn man im Internet unter Essstörungen sucht, findet man immer beides, sowohl Fettleibigkeit, als auch Magersucht und ich geh mal stark davon aus, dass der durchschnittliche Mensch das genauso sieht...

tho_mi
43
26.9.2011, 21:23

Find eigentlich nur ich den Artikel extrem einseitig? Fettleibigkeit ist ja viel stärker verbreitet und hier kommt's einem ja so vor, als hätten nur untergewichtige Personen ne Essstörung...

AEIOU
01
27.9.2011, 13:20

Es geht aber in dem Artikel nicht um den Anstieg von Fettleibigen. Ganz einfach.

keywords
21
27.9.2011, 09:28

ich finde es unheimlich, wie beim thema essstörungen das dickenbashing sofort los geht.

natürlich ist auch fettsucht eine essstörung. und ungesund. aber ich meine weniger verbreitet als bulimie oder anorexie. und genauso eine krankheit.

tho_mi
01
27.9.2011, 15:48

Ich bezweifle, dass Fettleibigkeit weniger verbreitet ist als Magersucht...

keywords
00
28.9.2011, 10:52

ah da fällt mir auf!

fettleibigkeit ist keine essstörung. anorexie sehr wohl. fettsucht wäre eine esstörung, aber dickere haben eher bulimie.

keywords
00
28.9.2011, 10:51

ich habe mich in meiner jugend damit auseinander gesetzt. ich weiss die aktuellen zahlen nicht, aber damals war jedes 4te mädchen unter 16 esstörungsgefährdet, zum grossteil bulimie, manche sogar anorexie (oder kombinationen). wie es heute aussieht, kann ich natürlich nicht aus dem stehgreif sagen, da haben sie recht.

allerdings; wie sehr wird sich da wohl was verändert haben?

tho_mi
10
27.9.2011, 15:34

Wie so oft halt, jedes Mal wenn man Dicke (oder sonst halt Raucher) nur erwähnt wird sofort mit dem Wort "Bashing" um sich geworfen...

Aber es gilt ja bei uns schon als "Bashing", wenn man Kranke, Süchtige oder wen auch immer auf den Umstand hinweist, dass was nicht passt...

tho_mi
21
26.9.2011, 22:06

Da hab ich wohl ein paar am falschen Fuß erwischt, was für eine Überraschung...

Toeris
00
27.9.2011, 10:13

Nein. Gerade am richtigen. Am Bashing-Fuß, und das hängt mir schon beim Hals heraus.

Toeris
18
26.9.2011, 21:37

Ein Mensch mit 170 cm Größe und 70 kg ist ein gesunder Mensch. Ein Mensch mit 40 kg Übergewicht, in dem Fall also 110 kg ist ein dicker Mensch.
Ein Mensch mit 40 zu wenig in dem Fall 30 kg ist ein toter Mensch.

Alles klar?

Killa vomBilla
30
27.9.2011, 09:41

170cm und 70 Kilo wennst ned sportlich veranlagt bist wie 94% der Männer hast schon einen Speckansatz und eine Brust wie eine Frau das nennt sich Xsund??

grauekatze
11
27.9.2011, 17:28
170cm-70kg

Ihr BMI-Wert: 24,22
Ihr Gewicht: Normalgewicht
quelle: http://www.ichlaufe.org/

zusatzangaben: männlich, 40 jahre

keywords
00
27.9.2011, 14:22

es ist jedenfalls keine essstörung.

tho_mi
22
26.9.2011, 23:10

Eine Person mit einem BMI von ~38 (170cm, 110kg) ist übrigens fettleibig und nicht mehr "nur" dick...

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